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Wissenschaftlicher Workshop in Ilmenau zu Trends in der akustischen Produktentwicklung

19.11.2010
Wie Produkte bereits in ihrer Entwicklung akustisch optimiert werden können und welche Methoden hierfür zur Verfügung stehen, darüber diskutierten am vergangenen Freitag, dem 12. November 2010, zahlreiche Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft in Ilmenau.

Zu dem ganztägigen Workshop unter dem Titel »Virtual Engineering der Zukunft – Realitätsnahe Reproduktion von akustischen Produkt- und Prozesseigenschaften« hatten das Kompetenzzentrum Virtual Reality (VR) der Technischen Universität Ilmenau, das Ilmenauer Fraunhofer IDMT sowie das Magdeburger Fraunhofer IFF eingeladen.

»Der Workshop sollte gemeinsam mit Kollegen aus Praxis und Wissenschaft eine Bestandsaufnahme ermöglichen und einen Blick in die Zukunft erarbeiten« resümiert Prof. Weber, wissenschaftlicher Leiter des Kompetenzzentrums VR, die Ziele des Workshops. Nach dem Eröffnungsvortrag von Prof. Jivka Ovtcharova des Karlsruher Instituts für Technologie präsentierten die Gastgeber der TU Ilmenau und des Fraunhofer IDMT die Ergebnisse eines gemeinsamen, vom Land Thüringen geförderten, Forschungsprojekts zu neuen Technologien in der akustischen virtuellen Produktentwicklung.

»Bei der Simulation und Wiedergabe von akustischen Eigenschaften technischer Systeme hat Ilmenau mit dem Verbund zwischen dem Kompetenzzentrum VR der TU Ilmenau und dem Fraunhofer IDMT zweifellos die Nase vorn. Das verdanken wir auch dem gemeinsamen Forschungsprojekt« betont Prof. Weber.

Am Nachmittag des Workshops standen Praxisberichte aus Wissenschaft und Wirtschaft auf dem Programm. Hier referierten renommierte Vertreter von BMW und Harman International sowie des Fraunhofer IFF, der Universität Magdeburg und der Universität des Saarlandes über den aktuellen Stand der Technik zur virtuellen Produktentwicklung.

Über die Vorträge und Praxisberichte hinaus konnten sich die Teilnehmer vor Ort auch von der Praxistauglichkeit neuer Technologien überzeugen. Mit Demonstrationen in der Flexiblen Audio-visuellen Stereoprojektionseinrichtung der TU Ilmenau, kurz FASP genannt, und Vorführungen in den akustischen Spezialräumen des Fraunhofer IDMT wurden neue dreidimensionale Audiotechnologien für die virtuelle Produktentwicklung präsentiert.

»Der Workshop war für uns sehr erfolgreich«, zieht Dr. Sandra Brix, Gruppenleiterin am Fraunhofer IDMT, positive Bilanz. »Das Interesse der Teilnehmer war groß und wir haben einen regen Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft erlebt. Gerade im Hinblick auf zukünftige Kooperationen und mögliche Projekte hat uns der Workshop ein gutes Stück voran gebracht.«

Technische Universität Ilmenau,
Kompetenzzentrum Virtual Reality
Das Kompetenzzentrum Virtual Reality der Technischen Universität Ilmenau verfügt über eine neuartige flexible audio-visuelle Stereo-Projektionseinrichtung (FASP). Ein wichtiges Forschungsfeld ist die Entwicklung von erweiterten Produktmodellen zur Repräsentation kinematischer, kinetischer und akustischer Produkteigenschaften zusammen mit der Gestaltbeschreibung und der Interaktion mit diesen im VR.
Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT
Das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT in Ilmenau (Thüringen) betreibt angewandte Forschung im Bereich digitaler audio-visueller Anwendungen. Hauptziel ist die Entwicklung neuer Medientechnologien für professionelle Märkte und für den Unterhaltungssektor. Die Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Akustik, multimediale Metadaten, Kindermedien, Bio-inspired Computing sowie auf dem Gebiet der sicheren Distribution virtueller Güter. Weitere Themen sind die Konzeption von individualisierten Lösungen für integrierte Lern- und Wissensumgebungen und Forschungsarbeiten im Bereich der Audio-Systemtechnik.
Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF
Das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF in Magdeburg arbeitet im Bereich Digital Engineering an der virtuellen Entwicklung komplexer Produkte und Fertigungsprozesse. Mit Hilfe anspruchsvoller Virtual Engineering-Werkzeuge und -Methoden werden Anlagen, Produkte und Systeme von der ersten Idee bis zur virtuellen Inbetriebnahme modelliert und simuliert. Weitere Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Logistik, Automatisierung sowie der Prozess- und Anlagentechnik.

Julia Edling | idw
Weitere Informationen:
http://www.idmt.fraunhofer.de

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