Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wirtschaftlicher Strukturwandel in europäischen Metropolregionen

07.04.2009
SURF-Workshop am Institut Arbeit und Technik

Wie wandeln sich die europäischen Metropolen in Zeiten von Wissensgesellschaft und Globalisierung? Gleicht sich die wirtschaftliche Entwicklung in den Metropolregionen an oder folgen diese unterschiedlichen Entwicklungspfaden und spezialisieren sich - mit dem Ergebnis einer neuen nationalen (und internationalen) Arbeitsteilung? Verschwindet die industrielle Basis in den europäischen Metropolregionen?

Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Workshops am Institut Arbeit und Technik (IAT/ FH Gelsenkirchen), zu dem sich Regionalforschungs- und Wirtschaftsexperten im Rahmen eines Workshops des "Stadt- und regionalwissenschaftlichen Forschungsnetzwerks Ruhr" (SURF) trafen.

Offenbar gibt es derzeit einen Trend zur flächendeckenden Metropolisierung, wie die Expertenrunde feststellte: "Aber macht es überhaupt Sinn, wenn mittlerweile 50 bis 60 Prozent der Fläche formell zu Metropolregionen zählen?" Denn der Zusammenhang zwischen Metropolisierung und wirtschaftlicher Leistungskraft sei durchaus fraglich, "die Metropole ist nicht zwangsläufig Wachstumsmotor", zeigte die Diskussion. Auch die Kontroverse "Industrie versus Dienstleistungen" bringe Planern und Politikern wenig Orientierung. In allen europäischen Metropolen weist nach Zahlen des DIW, Berlin, die Industrie rückläufige Wertschöpfungsanteile auf, während die Bedeutung des Dienstleistungssektors steigt. Aber auch hier zeigen sich differenzierte Entwicklungspfade - neben der Dienstleistungs-Metropole Frankfurt/Main etwa Barcelona oder München mit nach wie vor hohen Industrieanteilen, die immer mehr von wissensbezogenen technologie- und wirtschaftsbezogenen Diensten ergänzt werden.

Die Pfadabhängigkeit einer Region und nationale Einflüsse lassen sich nicht einfach überwinden, wie etwa das Beispiel Ruhrgebiet zeige. Aber auch innerhalb der Region verlaufen Entwicklungen sehr heterogen mit kleinräumiger Arbeitsteilung, z.B. erziele Dortmund - stark in Dienstleistungen bei schrumpfender Industrie - selektives Wachstum, während andere Kommunen auf dem Weg in die profillose Stadt seien.

Das "Stadt- und regionalwissenschaftlichen Forschungsnetzwerk Ruhr" (SURF) ist ein Verbund raumwissenschaftlicher Institutionen des Ruhrgebiets, dem das Institut für Raumplanung der TU Dortmund (IRPUD), das Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH (ILS), das Geographische Institut der Ruhr-Universität Bochum und das Institut Arbeit und Technik (IAT) der Fachhochschule Gelsenkirchen mit dem Forschungsschwerpunkt Innovation, Raum, Kultur angehören. Das Netzwerk zielt auf die Bündelung von Kompetenzen auf dem Gebiet der Stadt- und Regionalforschung und initiiert gemeinsame Veranstaltungen und Forschungsvorhaben. Weitere Informationen wie auch die Präsentationen des Workshops finden sich unter www.surf-ruhr.de.

Weitere Informationen: PD Dr. Dieter Rehfeld, Durchwahl: 0209/1707-268, E-Mail: rehfeld@iat.eu, Dr. Stefan Gärtner, Durchwahl: 0209/1707-164, E-Mail: gaertner@iat.eu

Institut Arbeit und Technik
der Fachhochschule Gelsenkirchen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Claudia Braczko
Munscheidstraße 14
45886 Gelsenkirchen
Tel.: +49-209/1707-176
Fax: +49-209/1707-110
E-Mail: braczko@iat.eu
info@iat.eu

Claudia Braczko | idw
Weitere Informationen:
http://www.iat.eu
http://www.surf-ruhr.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Internationaler Workshop am Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme - April 2018
12.04.2018 | Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme

nachricht HDT - Seminare zur Persönlichkeitsentwicklung – Softskills für Ingenieure und Techniker
06.04.2018 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gammastrahlungsblitze aus Plasmafäden

Neuartige hocheffiziente und brillante Quelle für Gammastrahlung: Anhand von Modellrechnungen haben Physiker des Heidelberger MPI für Kernphysik eine neue Methode für eine effiziente und brillante Gammastrahlungsquelle vorgeschlagen. Ein gigantischer Gammastrahlungsblitz wird hier durch die Wechselwirkung eines dichten ultra-relativistischen Elektronenstrahls mit einem dünnen leitenden Festkörper erzeugt. Die reichliche Produktion energetischer Gammastrahlen beruht auf der Aufspaltung des Elektronenstrahls in einzelne Filamente, während dieser den Festkörper durchquert. Die erreichbare Energie und Intensität der Gammastrahlung eröffnet neue und fundamentale Experimente in der Kernphysik.

Die typische Wellenlänge des Lichtes, die mit einem Objekt des Mikrokosmos wechselwirkt, ist umso kürzer, je kleiner dieses Objekt ist. Für Atome reicht dies...

Im Focus: Gamma-ray flashes from plasma filaments

Novel highly efficient and brilliant gamma-ray source: Based on model calculations, physicists of the Max PIanck Institute for Nuclear Physics in Heidelberg propose a novel method for an efficient high-brilliance gamma-ray source. A giant collimated gamma-ray pulse is generated from the interaction of a dense ultra-relativistic electron beam with a thin solid conductor. Energetic gamma-rays are copiously produced as the electron beam splits into filaments while propagating across the conductor. The resulting gamma-ray energy and flux enable novel experiments in nuclear and fundamental physics.

The typical wavelength of light interacting with an object of the microcosm scales with the size of this object. For atoms, this ranges from visible light to...

Im Focus: Wie schwingt ein Molekül, wenn es berührt wird?

Physiker aus Regensburg, Kanazawa und Kalmar untersuchen Einfluss eines äußeren Kraftfeldes

Physiker der Universität Regensburg (Deutschland), der Kanazawa University (Japan) und der Linnaeus University in Kalmar (Schweden) haben den Einfluss eines...

Im Focus: Basler Forschern gelingt die Züchtung von Knorpel aus Stammzellen

Aus Stammzellen aus dem Knochenmark von Erwachsenen lassen sich stabile Gelenkknorpel herstellen. Diese Zellen können so gesteuert werden, dass sie molekulare Prozesse der embryonalen Entwicklung des Knorpelgewebes durchlaufen, wie Forschende des Departements Biomedizin von Universität und Universitätsspital Basel im Fachmagazin PNAS berichten.

Bestimmte mesenchymale Stamm-/Stromazellen aus dem Knochenmark von Erwachsenen gelten als äusserst viel versprechend für die Regeneration von Skelettgewebe....

Im Focus: Basel researchers succeed in cultivating cartilage from stem cells

Stable joint cartilage can be produced from adult stem cells originating from bone marrow. This is made possible by inducing specific molecular processes occurring during embryonic cartilage formation, as researchers from the University and University Hospital of Basel report in the scientific journal PNAS.

Certain mesenchymal stem/stromal cells from the bone marrow of adults are considered extremely promising for skeletal tissue regeneration. These adult stem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

Stralsunder IT-Sicherheitskonferenz im Mai zum 7. Mal an der Hochschule Stralsund

12.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Aus dem Labor auf die Schiene: Forscher des HI-ERN planen Wasserstoffzüge mit LOHC-Technologie

19.04.2018 | Verkehr Logistik

Neuer Wirkmechanismus von Tumortherapeutikum entdeckt

19.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics