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Wirtschaft, Außenpolitik und Sicherheit - wo steht Deutschland?

06.12.2010
Nachwuchswissenschaftler der TU Chemnitz diskutieren mit Experten über aktuelle Themen

In Lichtenwalde findet am 10. und 11. Dezember 2010 das 9. Seminar "Dialog junge Wissenschaft und Praxis" unter Leitung von Prof. Dr. Beate Neuss, Inhaberin der Professur Internationale Politik der Technischen Universität Chemnitz, statt.

Die Hanns Martin Schleyer-Stiftung und die Robert-Bosch-Stiftung ermöglichen Doktoranden, Assistenten und fortgeschrittenen Studierenden der Politikwissenschaft und der Europastudien, sich mit ausgewiesenen Experten aus der Praxis über aktuelle wirtschaftliche und außenpolitische Themen auszutauschen.

Zunächst geht es um die Frage, wo die sächsische und deutsche Wirtschaft zwei Jahre nach Beginn der Krise steht. Zwei Vertreter von sächsischen Unternehmen stehen Rede und Antwort. Dr. Andreas Ehrhardt, Geschäftsführer der ads-tech Dresden GmbH, entwickelt Perspektiven für den deutschen Mittelstand und beantwortet die Frage, wie Unternehmen mit Innovationen durch die Weltwirtschaftskrise kommen und fit für den globalisierten Markt sind. Silvia Tagge, Werkleiterin der Autoliv Sicherheitstechnik GmbH, zeigt die Umstrukturierung des Döbelner Unternehmens nach der friedlichen Revolution und die Anforderungen des Marktes anhand dieses Automobil-Zulieferers auf.

Das Seminars richtet den Fokus auch auf die aktuelle Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland. Dr. Ulrich Pohlmann vom Planungsstab des Bundesverteidigungsministeriums stellt aktuelle Herausforderungen der Sicherheits- und Verteidigungspolitik dar und analysiert den gerade zu Ende gegangenen Gipfel der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Kasachstan.

Die NATO hat sich vor wenigen Wochen eine neue Strategie gegeben. Botschafter a. D. Dr. Hans-Friedrich von Ploetz war als Mitglied der "Wise Men Group" deutscher Verhandlungspartner für diese neue Strategie. Die Seminarteilnehmer erfahren von ihm aus erster Hand über die Verhandlungen und erhalten eine Einschätzung dieses für die Zukunft der transatlantischen Allianz wichtigen Dokuments. Mit NATO- und EU-Partnern ist Deutschland an Bestrebungen beteiligt, auf dem Balkan und auch in Afghanistan stabile Staaten mit funktionierenden Institutionen aufzubauen. Oberstleutnant a. D. Peter Buch wird anhand seiner Erfahrungen im Kosovo darstellen, vor welchen Herausforderungen und Problemen "institution-building" in fragilen Staaten steht.

Und schließlich erinnern die Bombenfunde im Luftfrachtverkehr an die akute Gefährdung auch Deutschlands durch den internationalen Terrorismus. Botschafter a. D. Hans-Georg Wieck wird über die Bekämpfung des Terrorismus durch die Geheimdienste informieren. Als ehemaliger Präsident des Bundesnachrichtendienstes und Berater vieler Bundesregierungen wird er den Seminarteilnehmern ein besonders kenntnisreicher Gesprächspartner sein.

Weitere Informationen zum Seminar und zum Programmablauf erteilt Susanne Günther, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Professur Internationale Politik, Telefon 0371 531-36869, E-Mail susanne.guenther@phil.tu-chemnitz.de.

Hinweis für die Medien: Journalisten können am Seminar teilnehmen und mit den Referenten ins Gespräch kommen. Um eine vorherige Anmeldung an der Professur Internationale Politik wird gebeten.

Mario Steinebach | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de

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