Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Welchen Einfluss haben Energieversorgung und Umweltfragen auf das persönliche Wohlergehen?

02.06.2014

Mehrere europäische Staaten beraten derzeit über wesentliche Änderungen ihrer Energiepolitik, dies allerdings unter sehr unterschiedlichen Vorzeichen.

Deutschland hat, wie allgemein bekannt, im Jahre 2011 die Energiewende beschlossen und sich damit einen beschleunigten Atomausstieg zum Ziel gesetzt. Gleichzeitig ist es erklärtes und ehrgeiziges Ziel deutscher Energiepolitik, den wegfallenden „Atomstrom“ nicht durch Strom aus konventionellen Kraftwerken zu ersetzen, sondern in sehr hohem Maße aus sogenannten erneuerbaren Energien zu beziehen.

Ganz anders plant beispielsweise Frankreich, wo die existierenden Kernkraftwerke länger betrieben werden sollen als bislang vorgesehen; Großbritannien setzt sogar auf den Neubau solcher Kraftwerke.

Alle diese Planungen müssen in Verbindung mit Fragen der „Versorgungssicherheit“ (Importabhängigkeit, Verknappung von Ressourcen) einerseits und der Umweltverträglichkeit bzw. Nachhaltigkeit andererseits betrachtet werden; hinzu kommt, ausgelöst durch Debatten über Preisentwicklungen, das Thema „Energiearmut“, das in letzter Zeit sehr aufmerksam betrachtet wird und phasenweise die öffentliche Diskussion zu dominieren scheint.

Vor diesem Hintergrund haben Wissenschaftler aus Deutschland, Großbritannien, Irland, der Schweiz und den USA im Projekt „Using Subjective Well-Being Data for Energy Policy Analysis – Energy for Well-Being“ (Analyse von Energiepolitik mittels Daten zum subjektiven Wohlergehen – Energie und Wohlergehen) gemeinsam geforscht. Ziel des Projektes war eine Bewertung von Energieversorgung, Energiekosten und unterschiedlichen Systemen zur Energieerzeugung und -verteilung aus der subjektiven Perspektive der Bürger. Anders formuliert: Wie nützlich ist welche Energie für wen?

Wesentliche Forschungsergebnisse betreffen den Einfluss von unterschiedlichen Stromerzeugungsarten, von Energiekosten sowie der Nähe zu Energieanlagen auf das persönliche Wohlergehen der Menschen in mehr als 20 europäischen Ländern und darauf, wie sich diese Zusammenhänge durch Ereignisse wie die Kernschmelze in Fukushima oder politische Unruhen in Energieexportländern verändert haben.

Mit dem Workshop im Hanse-Wissenschaftskolleg kommt das Projekt (Laufzeit von November 2012 bis Juni 2014) zum Abschluss. 

Der Workshop dient der Darstellung und Verbreitung der Projektresultate in der wissenschaftlichen Gemeinschaft und insbesondere beim wissenschaftlichen Nachwuchs.
Die Tagungssprache ist Englisch.

Forschungsprojekt und Workshop werden durch das Schweizer Bundesamt für Energie unterstützt.

Veranstalter des Workshops und Sprecher des Forschungsprojekts ist Prof. Dr. Heinz Welsch, Institut für Volkswirtschaftslehre, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Kontakt:
Prof. Dr. Heinz Welsch, heinz.welsch@uni-oldenburg.de oder Tel.: 0441 798-4112
Wolfgang Stenzel, wstenzel@h-w-k.de oder Tel.: 04221 9160-103

Weitere Informationen:

http://www.uni-oldenburg.de/wire/vwl/wt/projekte/

Heidi Müller-Henicz | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Workshop »Emissionsarme Bauprodukte und Wohngesundheit«
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung WKI

nachricht Nachwuchswissenschaftler blicken in die Quantenwelt
28.03.2017 | Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten