Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Universitäten als Hoffnungsträger brachliegender Regionen

22.05.2013
Wirtschaftswissenschaftler der Universität Jena veranstaltet am 23./24. Mai Workshop „Multiple Funktionsträger in schrumpfenden Regionen“

Wie lassen sich die Herausforderungen meistern, die der demografische Wandel mit sich bringt? Sind die deutschen Hochschulen dafür gewappnet oder werden sie kalt erwischt?

Solchen Fragen werden die Teilnehmer des Workshops „Multiple Funktionsträger in schrumpfenden Regionen“ nachgehen, der am 23. und 24. Mai 2013 an der Universität Jena stattfindet. Der Untertitel lautet: „Möglichkeiten und Grenzen von Hochschulen im demografischen Wandel“.

„Es gibt Hochschulen, die haben den demografischen Wandel der Gesellschaft noch gar nicht auf dem Schirm“, sagt Prof. Dr. Michael Fritsch von der Universität Jena. Der Inhaber des Lehrstuhls für Unternehmensentwicklung, Innovation und wirtschaftlichen Wandel untersucht die deutsche Hochschullandschaft im Rahmen des Forschungsprojekts „RegDemo“. Die Abkürzung steht für „Hochschulstrategien für Beiträge zur Regionalentwicklung unter Bedingungen demografischen Wandels“. Beteiligt sind neben der Universität Jena das Institut für Hochschulforschung Halle-Wittenberg und das Institut für Wirtschaftsforschung Halle. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Noch stehen konkrete Ergebnisse aus, doch bereits jetzt lassen sich erste Tendenzen erkennen, sagt Michael Fritsch. Eine Erkenntnis sei, dass langfristige Strategien einen höheren Erfolg versprechen als kurzfristige Eingriffe. Neben der Ausbildung von Studenten – dem „Kerngeschäft“ von Universitäten – müsse dem Technologietransfer der Hochschulen in die jeweilige Region besonderes Augenmerk gelten. Beispielhaft sei der Freistaat Bayern, der seit über 20 Jahren gezielt Innovationen fördert und in München eine Stiftung gegründet hat, um den Unternehmergeist an der Universität zu fördern. Deren Geschäftsführer Matthias Notz wird während des Workshops die Erfahrungen aus München vorstellen.

Als erfolgsversprechende Strategie sehen die Wirtschaftswissenschaftler zudem die Konzentration auf ein bestimmtes Forschungsfeld an, wie sie viele kleine Universitäten betreiben. Zu nennen wäre da die Bergakademie in Freiberg, die als Ressourcen-Universität agiert und dabei u. a. ein erfolgreiches Solar-Cluster betreibt, so Michael Fritsch. Ein weiteres Feld, das aber noch kaum beackert wird, seien Weiterbildungsangebote der Hochschulen. „Wenn die Studentenzahlen sinken, müssen sich die Universitäten praktisch nach neuen Kunden umsehen“, so Fritsch. Angesichts der Forderung nach lebenslangem Lernen könnten Weiterbildungsangebote eine Lösung sein.

Vom Workshop erhoffen sich die Wissenschaftler neue Impulse für ihr Forschungsprojekt. Kontroverse Diskussionen sind deshalb ausdrücklich erwünscht. Gäste sind willkommen, um Anmeldung wird gebeten.

Das Programm und die Anmeldedaten sind zu finden unter:
www.uiw.uni-jena.de/.

Kontakt:
Prof. Dr. Michael Fritsch
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Carl-Zeiß-Straße 3, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 943220
E-Mail: m.fritsch[at]uni-jena.de

Stephan Laudien | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de
http://www.uiw.uni-jena.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Praxisworkshop Mikrooptische Beleuchtungsanwendungen, 12.09.17 in Göttingen
24.04.2017 | PhotonicNet GmbH Kompetenznetz Optische Technologien

nachricht 1. Essener Gefahrguttage am 19.-20. September 2017 mit fachbegleitender Ausstellung
24.04.2017 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für Netzleittechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact beteiligt sich an Berliner Start-up Unternehmen für Energiemanagement

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für industrielle Kommunikationstechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung