Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TU Dresden wird Partner der Universität der Vereinten Nationen: Auftakt-Workshop zu UNU-FLORES

11.11.2010
In Dresden wird das deutschlandweit zweite Institut der Universität der Vereinten Nationen (UNU) aufgebaut. Das United Nations University Institute for Integrated Management of Material Fluxes and of Resources (UNU-FLORES) wird sich mit nachhaltiger Bewirtschaftung von Ressourcen wie Wasser, Boden und Abfall beschäftigen.

Ein Auftakt-Workshop zu UNU-FLORES und seinem geplanten Zwillingsinstitut in Mosambik findet am 11. und 12. November 2010 in Dresden statt. Hierzu werden hochrangige Delegierte der Gastgeberländer Mosambik und Deutschland, Wissenschaftler aus Afrika und der arabischen Region, Vertreter von UN Water sowie internationale Repräsentanten der Institute der Universität der Vereinten Nationen anreisen.

Ziel ist, eine Strategie für die Startphase von UNU-FLORES sowie Konzepte zur Etablierung eines Zwillingsinstitutes in Mosambik zu erarbeiten. Eine gemeinsame Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) zur Gründung von UNU-FLORES wird in den nächsten Wochen von der Universität der Vereinten Nationen, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Freistaat Sachsen und der Technischen Universität Dresden unterzeichnet.

Der Rektor der TU Dresden, Prof. Hans Müller-Steinhagen, betont: „Partner der United Nations University zu werden, ist für die TU Dresden große Ehre und Verpflichtung gleichermaßen. Ich sehe darin die Anerkennung des fachlichen Renommees unserer Fachrichtungen, die sich sehr erfolgreich mit Fragen eines integrierten Ressourcenmanagements beschäftigen und sich damit einen international ausgezeichneten Ruf erarbeitet haben. Damit stellen wir uns der Pflicht, effiziente Strategien im Umgang mit den Ressourcen Wasser, Boden, Luft und dem Problem Abfall zu entwickeln. Diese Herausforderung ist im wahrsten Sinne des Wortes global, also das richtige Thema für ein neues Institut der Universität der Vereinten Nationen.“

„Ich freue mich sehr, dass wir mit diesem internationalen Workshop den Grundstein für ein neues Institut legen können“, sagte Prof. Dr. Konrad Osterwalder, Rektor der Universität der Vereinten Nationen heute in Dresden. „UNU-FLORES wird sich mit Themen von zentraler Bedeutung im Bereich der Nachhaltigkeit beschäftigen – wie es das Markenzeichen von UNU ist. Durch das zukünftige Zwillingsinstitut in Maputo, Mosambik, wird der Arbeit des Dresdener UNU Institutes überdies eine wichtige Nord-Süddimension verliehen. Nur wenn wir gemeinsam agieren und zusammenarbeiten, können wir die enormen Herausforderungen, die das Thema Nachhaltigkeit an uns stellt, angehen“, fügte der Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen hinzu.

Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer: „Die UN Universität erhält einen neuen Standort in Dresden - das ist zugleich Auszeichnung und Motor der Forschungskraft Sachsens. In Kooperation mit der TU Dresden werden am UNU-FLORES künftig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam mit Forschern des Zwillingsinstitutes in Mosambik an der Entwicklung von integrierten und nachhaltigen Managementstrategien für die Nutzung der Ressourcen Wasser, Boden und Abfall arbeiten. Statt reinem Wissensaustausch geht es darum, Fähigkeiten und Kompetenzen auf- und auszubauen, sowohl technologisch als auch organisatorisch und strukturell. Wenn mit dem neuen Institut versucht wird, eine integrierte Betrachtungsweise und Bewirtschaftung des Wasserressourcenmanagement zu erreichen, so ist dies ein qualitativer Sprung im Umgang mit Wasserressourcen.“

UNU-FLORES soll einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung von integrierten und nachhaltigen Managementstrategien für die Nutzung der Ressourcen Wasser, Boden und Abfall leisten. Dies kann für die Ressource Wasser z.B. bedeuten, dass für die Nutzung von Oberflächenwasser als Trinkwasser nicht nur die Filtertechnik eines Wasserwerks ausgebaut wird, sondern schon durch entsprechende land- und forstwirtschaftliche Anbaumethoden und Bodennutzung sowie Schutzmaßnahmen im Gewässer für eine gute Wasserqualität gesorgt wird. UNU-FLORES wird der Forschung, der postgraduierten Ausbildung und der Weiterbildung gleichermaßen verpflichtet sein. Darüber hinaus wird eine sehr enge Anknüpfung an die Institute der UNU sowie Einrichtungen der UN (wie z.B. UN Water) im Bereich der Nachhaltigkeit angestrebt. Durch die Kooperation mit der TU Dresden (insbesondere der Fakultät Forst-, Geo- und Hydrowissenschaften) sowie weiterer Forschungsinstitutionen in Sachsen sollen die entsprechenden Forschungsrichtungen hierdurch auch auf internationaler Ebene gestärkt und in einer globalen Perspektive betrachtet werden.

Universität der Vereinten Nationen
Die Universität der Vereinten Nationen (UNU) ist ein eigenständiges Organ der Generalversammlung der Vereinten Nationen. Die UNU versteht sich als Brücke zwischen der akademischen Welt und dem UN System. Ihr Ziel ist es, Lösungen für Zukunftsfragen der Menschheit in allen Lebensbereichen auf konzentrierter wissenschaftlicher Basis zu erarbeiten. Der Hauptsitz der UNU ist in Tokio, Japan. Sie hat über ein Dutzend weitere Institute, Programme und Trainingsprogramme weltweit. In Deutschland (Bonn) unterhält UNU ihr Vizerektorat Europa, welches Teil des Rektorates in Tokio ist, sowie das Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit (UNU-EHS). Ebenfalls in Bonn im Rahmen der UNU lokalisiert sind das „Sekretariat des Internationalen Programms über die Dimensionen globaler Umweltveränderungen“ (UNU-IHDP) und das „Programm für Kapazitätsentwicklung im Rahmen der Wasserdekade der Vereinten Nationen“ (UNW-DCP).
Weitere Informationen:
Universität der Vereinten Nationen, http://unu.edu/
Vizerektorat der Universität der Vereinten Nationen in Bonn, http://www.vie.unu.edu/
UNU Institutionen in Bonn, http://www.vie.unu.edu/unuinbonn/
Technische Universität Dresden, http://tu-dresden.de

Kim-Astrid Magister | idw
Weitere Informationen:
http://tu-dresden.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf
09.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

nachricht Wie weggeblasen!
08.12.2016 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie