Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Statusseminar des BMU-Förderprogramms zur Optimierung der energetischen Biomassenutzung

12.10.2010
Am 11. und 12. Oktober 2010 findet das 2. Statusseminar des vom Bundesumweltministerium (BMU) im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative aufgelegten Programms „Förderung von Forschung und Entwicklung zur klimaeffizienten Optimierung der energetischen Biomassenutzung“ statt, bei dem erste Zwischenergebnisse und neue anwendungsorientierte Vorhaben präsentiert werden.

Biomasse wird in der zukünftigen Energiebereitstellung aufgrund ihres breiten Einsatzspektrums und ihrer guten Speicherfähigkeit eine tragende Rolle spielen.

Ohne Effizienzsteigerung und eine Optimierung der Energieerzeugung aus Biomasse sind die deutschen Ausbauziele für erneuerbare Energien und das ambitionierte Ziel einer Treibhausgasreduktion von 40 % bis 2020 (gegenüber 1990) nicht erreichbar. Innerhalb des Forschungsprogramms „Optimierung der energetischen Biomassenutzung“ tragen über 45 Verbünde bzw. 90 Einzelvorhaben mit ihren Studien, Messprogrammen, Vernetzungsinitiativen und Pilotanlagen dazu bei, die energetische Biomassenutzung weiter voranzubringen.

Auf der internen, zweitägigen Veranstaltung in der Hauptstadt werden die ersten Zwischenergebnisse vorgestellt. So wurde beispielsweise im Vorhaben „Optimierte Energetische Nutzung eines nassen Abfalls (Biertreber) durch die Kombination biologischer, mechanischer und thermischer Verfahren“ (FKZ:03KB038) erfolgreich nachgewiesen, dass aus dem eingesetzten nassen Material Biertreber innerhalb der Vergärung im Presswasser bis 700 m3 Biogas pro Tonne erzielt wurden.

Eine industrielle Umsetzung ist in Vorbereitung. Auch die „Biomass-to-Gas-Plattform“, die die Herstellung von SNG mittels des AER-Prozesses erforscht, präsentiert ihre Untersuchungen zur Heißgasreinigung, zur Flexibilisierung von Brennstoffen, zur Verklebung von Bettmaterialien sowie zur Schließung von Stoffkreisläufen. Diese Verfahrensoptimierungen werden bald in einer Pilotanlage umgesetzt.

Darüber hinaus stellen sich die neuen Vorhaben der Phase II des Förderprogramms vor. Ein strategisch wichtiges Vorhaben ist das Projekt BioKommunal (FKZ: 03KB040), das den Aufbau eines bundesweiten Bioenergie-Netzwerks auf kommunaler Ebene verfolgt. In die Anwendung geht u. a. das Vorhaben zur „Entwicklung eines neuartigen energie- und rohstoffeffizienten Entschwefelungssystems für die Erzeugung von Bio-Erdgas“ (FKZ: 03KB041). Auch die dezentrale Holzvergasung im Kraftwerksmaßstab mit einer gekoppelten Mikrogasturbine wird innerhalb des Förderprogramms in einem Vorhaben (FKZ: 03KB44) untersucht und erprobt.

Die Forscherinnen und Forscher haben auf dem 2. Statusseminar die Möglichkeit, Informationen auszutauschen und in Arbeitsgruppen spezielle Themen zu vertiefen. Der Diskurs setzt sich anschließend im Rahmen einer Podiumsdiskussion fort. Dabei werden Handlungsempfehlungen ausgesprochen und Vernetzungspotenziale und Synergien im gesamten Bioenergiesektor sowie weiterer Bedarf an Forschung und Entwicklung identifiziert.

Das Forschungsprogramm:
Im April 2009 startete das mit 30 Millionen Euro unterstützte Förderprogramm zur Optimierung der energetischen Nutzung von Biomasse. Eine Vielzahl von Forschungsverbünden und Einzelvorhaben arbeitet seither aktiv an unterschiedlichsten Themen zur Nachhaltigkeit von Biomasse als Energieträger, für eine klimaeffiziente Strom- und Wärmeerzeugung, zur Gewinnung von Biokraftstoffen, zur Einspeisung von Biomethan in das europäische Erdgasnetz sowie zur gesellschaftlichen Akzeptanz von Biomasse. Die praktische Forschungsarbeit umfasst zunächst die Erstellung einer belastbaren Datenbasis, die Identifizierung von Optimierungsansätzen sowie die Erarbeitung von Konzepten und Machbarkeitsstudien. In der im August 2010 begonnenen Phase II erfolgt eine Fokussierung des Forschungsprogramms auf anwendungsorientierte Forschung, die Erprobung vielversprechender Pilotanlagen und aussichtsreicher Optimierungsansätze. Das Deutsche BiomasseForschungsZentrum begleitet das gesamte Förderprogramm wissenschaftlich. Diese Begleitung beinhaltet Vernetzungsaktivitäten innerhalb und außerhalb des Förderprogramms sowie die Öffentlichkeitsarbeit. Mit der fachlichen und administrativen Koordination des Förderprogramms hat das BMU den Projektträger Jülich (PtJ) beauftragt.
Kontakt:
Deutsches BiomasseForschungsZentrum (DBFZ)
Angela Gröber – Öffentlichkeitsarbeit/Bereich Bioenergiesysteme
Torgauer Straße 116
04347 Leipzig
Telefon: +49 (0) 341-2434-457
E-Mail: angela.groeber@dbfz.de

Antje Sauerland | idw
Weitere Informationen:
http://www.energetische-biomassenutzung.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Hochvolt-Lösungen für die nächste Fahrzeuggeneration!
25.09.2017 | Haus der Technik e.V.

nachricht Seminar zum 3D-Drucken am Direct Manufacturing Center am
25.09.2017 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungen

Posterblitz und neue Planeten

25.09.2017 | Veranstaltungen

Hochschule Karlsruhe richtet internationale Konferenz mit Schwerpunkt Informatik aus

25.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Hochvolt-Lösungen für die nächste Fahrzeuggeneration!

25.09.2017 | Seminare Workshops

Seminar zum 3D-Drucken am Direct Manufacturing Center am

25.09.2017 | Seminare Workshops