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Staatsbezogenes Wissen und seine Entwicklung im 18. und 19. Jahrhundert

18.08.2011
Ein internationaler Workshop des deutsch-französischen Forschungsverbundes "Euroscientia" am Augsburger Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit

"Grenzen und Kontaktzonen – Rekonfigurationen von Wissensräumen zwischen Frankreich und den deutschen Ländern 1700-1850" lautet das Thema eines Workshops, den der deutsch-französische Forschungsverbund "Euroscientia – Räume und Zirkulation des staatlichen Wissens in Europa 1750-1850" am 15. und 16. September 2011 an der Universität Augsburg veranstaltet. Tagungsleiter ist Prof. Dr. Lothar Schilling, Inhaber des Augsburger Lehrstuhls für Geschichte der Frühen Neuzeit.

Der deutsch-französische Forschungsverbund "Euroscientia" wird seit diesem Jahr von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und ihrem französischen Pendant, der Agence nationale de la recherche (ANR) für die Dauer von drei Jahren gefördert. Mit seinem langfristig angelegten Projekt "Verwaltung, Wissenschaft und Innovation im Zeitalter der Aufklärung – Diskurs und Praxis" sind Schilling und sein Augsburger Lehrstuhl an diesem Verbund beteiligt.

Bei dem Augsburger "Euroscientia"-Workshop werden elf Referentinnen und Referenten aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz und aus Finnland Forschungsprojekte vorstellen, die den spezifischen Status staatsbezogenen Wissens und seine Entwicklung im 18. und 19. Jahrhundert untersuchen. Zugleich werden die komplexen Raumbezüge dieses Wissens näher beleuchtet, besonderes Interesse gilt den verschiedenen Formen des Wissensaustauschs.

Anhand von Fallbeispielen soll geklärt werden, inwieweit dieses Wissen von Akteuren als in allen Staaten gleichermaßen gültig oder als lediglich auf dem Gebiet eines Staates anwendbar oder gar als strikt ortsbezogen verstanden wurde, des weiteren, wo es gesammelt, diskutiert und publiziert und auf welchen Wegen es formalisiert und ausgetauscht wurde. Dem Wissensaustausch zwischen verschiedenen sozialen Gruppen und den diesen Austausch ermöglichenden Schnittstellen, etwa aufgeklärten gemeinnützigen Gesellschaften, Akademien und Höfen, aber auch der Bedeutung von "Grenzlandschaften" wie dem Elsaß wird dabei besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

Beiträge und Stellungnahmen einschlägig ausgewiesener Diskutantinnen und Diskutanten werden die in den Vorträgen eröffneten Perspektiven auf das Forschungsfeld ergänzen und vertiefen.

Der Workshop am 15. und 16. September 2011 findet im Raum 1012 der Philologisch-Historischen Fakultät der Universität Augsburg, Universitätsstraße 10, 86159 Augsburg statt (Gebäude D auf dem Campus-Plan http://www.uni-augsburg.de/allgemeines/neueuni/).

Eine detaillierte Programmübersicht steht auf

http://www.philhist.uni-augsburg.de/de/lehrstuehle/geschichte/fruehneuzeit
/aktuelles/euroscientia-tagung.html
zur Verfügung.
Veranstalter und Ansprechpartner:
Prof. Dr. Lothar Schilling
Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit
Philologisch-Historische Fakultät der Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon ++49(0)821-598-5548
lothar.schilling@phil.uni-augsburg.de
Für organisatorische Fragen:
Elisa Schaarschmidt B.A., elisa.schaarschmidt@phil.uni-augsburg.de

Klaus P. Prem | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-augsburg.de

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