Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Robotik in der Landwirtschaft

18.11.2014

Technologieseminar des Fraunhofer IPA informiert über Chancen, Trends und Herausforderungen.

Ob bei der Bodenbearbeitung, Pflege und Ernte von Obst und Feldfrüchten oder in der Nutzviehhaltung – der Einsatz von Robotik und Automatisierungslösungen in der Landwirtschaft ist ein weltweites Zukunftsthema mit enormem Potenzial.

Das Wachstum der Weltbevölkerung, steigender Kostendruck im globalen Markt und begrenzte, vom Klimawandel bedrohte Flächenressourcen verlangen nach neuen Lösungen. Das Technologieseminar »Robotik in der Landwirtschaft« des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, das erstmals am 26. November 2014 in Stuttgart stattfinden wird, gibt angesichts der steigenden Nachfrage nach solchen Lösungen einen fundierten Überblick über den aktuellen Stand von Forschung und Technik sowie die Chancen und Herausforderungen für zukünftige Entwicklungen.

»Mit dieser Tagung haben wir einen Nerv getroffen«, erklärt Martin Hägele, Leiter der Abteilung Roboter- und Assistenzsysteme am Fraunhofer IPA, mit Blick auf die große und positive Resonanz. Großes Interesse zeige sich sowohl bei Landmaschinenherstellern und Agrartechnikausrüstern als auch bei Roboterentwicklern und -herstellern.

Beide will das eintägige Fachseminar gezielt ansprechen: Referenten aus Industrie und Forschung werden über die Potenziale der Robotertechnik für Landwirte und Landmaschinenhersteller und über die speziellen Herausforderungen beim Technologietransfer von industriellen auf landwirtschaftliche Anwendungen berichten und Beispiele erfolgreicher Entwicklungen und wirtschaftlicher Anwendungen aus der Praxis vorstellen.

Die Statistik bestätigt den Trend zur zunehmenden Automatisierung in Landwirtschaft und Viehzucht. Nach den Zahlen der »International Federation of Robotics“ (IFR) waren 2013 weltweit bereits 40 000 Melkroboter im Einsatz; für den Zeitraum 2014 und 2017 rechnet die IFR mit 34 000 verkauften Roboter für die Landwirtschaft, davon 28 200 Melkroboter.

Allein 2013 wurden fast 5 100 Melkroboter verkauft, sechs Prozent mehr als im Vorjahr (4 750 Stück). Dazu wurden 760 Roboter anderer Bauart, z. B. mobile Scheunenreiniger oder neuartige mobile Weidezäune, verkauft; dies entspricht einem Anstieg von 46 Prozent. Nach Stückzahl und Umsatz machten Feldroboter im vergangenen Jahr gut ein Viertel des Gesamtabsatzes von Servicerobotern für professionelle Anwendungen aus.

In der Robotik-Entwicklung kann das Fraunhofer IPA auf jahrzehntelange Erfahrung zurückgreifen. In den letzten Jahren hat das Institut Expertise beim Übertrag dieser Technologien in die Landwirtschaft und Outdoor-Anwendungen aufgebaut. Aktuell wird die Integration eines 3D-Scanner-System zur automatischen Euter- und Zitzenerkennung in ein neuartiges Roboter-Melksystem implementiert.

Im Rahmen des EU-geförderten Programms »Effirob« haben Forscher des Instituts eine Reihe von Wirtschaftlichkeitsberechnungen zur automatisierten Bodenfruchternte und zum robotergestützten Melken durchgeführt, aus denen konkrete Projekte hervorgegangen sind.

Im Projekt »AgriApps« forschen IPA-Experten gemeinsam mit Partnern an Lösungen für die Bewirtschaftung von Sonderkulturen unter Verwendung der bekannten multifunktionalen Feldroboterplattform »BoniRob«.

Beispielhaft wird für den Einsatz in Baumschulen ein Modul zur Unkrautbekämpfung bei der Buchsbaumaufzucht entwickelt. Weiter zurückliegende Projekte umfassen unter anderen eine Scanner-Erfassungseinheit für automatisches Spargelstechen und eine Anwendung zur automatisierten Unkrautbekämpfung im Obst- und Weinbau.

Das Fraunhofer IPA ist auch Mitglied der Topic Group Agriculture der euRobotics AISBL, die unter anderem an Forschungs-Roadmaps für den Einsatz von Servicerobotern in der Landwirtschaft arbeitet.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
M. Sc. Robert Koopmann
Telefon +49 711-970-1171
robert.koopmann@ipa.fraunhofer.de


Weitere Informationen:

http://www.ipa.fraunhofer.de

Jörg Walz | Fraunhofer-Institut

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht GoToMeeting-Integration - Webinare bequem in Lernszenarien einbinden
14.08.2017 | time4you GmbH

nachricht Lean Development - Effizienzsteigerung in der Entwicklung und Konstruktion
11.08.2017 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Scharfe Röntgenblitze aus dem Atomkern

17.08.2017 | Physik Astronomie

Fake News finden und bekämpfen

17.08.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Effizienz steigern, Kosten senken!

17.08.2017 | Messenachrichten