Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wann ist RFID am Ende?

11.06.2010
Einsatzpotenziale und Grenzen der Technologie beim IPH-Praxisseminar

Das Thema RFID ist in aller Munde. Doch die Einsatzmöglichkeiten der Technologie sind begrenzt. Unter welchen Bedingungen die auf Funkchips basierende Datenübertragung an ihre Grenzen stößt, erfuhren gestern die Teilnehmer des RFID-Praxisseminars am IPH

Seit einigen Jahren gibt es eine regelrechte Euphorie um die auf Funkchips basierende Technologie RFID (Radio Frequency Identification). Alle freuen sich auf die Welt von morgen, in der dank RFID alles berührungslos funktioniert. Bereits heute kommt die Technologie im Alltag zum Einsatz, beispielsweise an Skiliften und in Büchereien. Dass RFID (bislang) auch Grenzen hat, erfuhren gestern die Teilnehmer des Seminars „RFID in Produktion und Logistik – Einsatzpotenziale und Grenzen“ aus erster Hand. An Versuchsständen erprobten die Fach- und Führungskräfte aus der Industrie, wie und wann RFID funktioniert – und wann eben nicht.

Kommt zum Beispiel Wasser ins Spiel, wird es schwierig. Befinden sich Flüssigkeiten zwischen Funkchip (RFID-Tag) und Lesegerät, kann es zu einer erheblichen Absorption der Funkwelle kommen. Dadurch treten Störungen auf, unter Umständen werden nicht alle Gegenstände erfasst. Auch bei Holz beißt RFID manchmal sprichwörtlich auf selbiges. Metallische Umgebungen sind ebenfalls eine Herausforderung. Ist der zu erfassende Gegenstand zum Beispiel mit Alufolie abgeschirmt, kann der RFID-Tag in manchen Fällen nicht gelesen werden.

„Neben Flüssigkeiten, Holz und Metall ist auch die gleichzeitige Erfassung mehrerer mit Tags versehener Gegenstände heute noch eine große Herausforderung“, erklärt Frauke Hertrampf, Projektingenieurin des Arbeitsbereichs Logistik am IPH. „Je nach Reflexion und Absorption der Strahlung kann nicht alles erfasst werden“. Auch die Entfernung und die Leistung des Lesegeräts spielen eine Rolle. „Wann der Einsatz von RFID Sinn macht, hängt stark von den Rahmenbedingungen ab“, gibt Hertrampf zu bedenken. Einige Herausforderungen müsse die Forschung hier noch bewältigen.

Das Praxisseminar „RFID in Produktion und Logistik – Einsatzpotenziale und Grenzen“ fand gestern erstmals in den Räumlichkeiten des IPH im Wissenschaftspark Marienwerder (Hannover) statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Berichte aus der Praxis und praktische Tests an Versuchsständen. Neben Mitarbeitern des IPH berichteten auch Referenten aus namhaften Industrieunternehmen über ihre Erfahrungen mit RFID. Aufgrund der positiven Resonanz der Teilnehmer ist eine erneute Ausrichtung des Seminars bereits in Planung.

Meike Wiegand | idw
Weitere Informationen:
http://www.iph-praxisseminare.de

Weitere Berichte zu: Einsatzpotenziale Flüssigkeit Funkchip IPH Lesegerät Logistik RFID RFID-Tags Seminars

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht GoToMeeting-Integration - Webinare bequem in Lernszenarien einbinden
14.08.2017 | time4you GmbH

nachricht Lean Development - Effizienzsteigerung in der Entwicklung und Konstruktion
11.08.2017 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten den „anderen Hochtemperatur-Supraleiter“

Eine von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) geleitete Studie zeigt, dass Supraleitung und Ladungsdichtewellen in Verbindungen der wenig untersuchten Familie der Bismutate koexistieren können.

Diese Beobachtung eröffnet neue Perspektiven für ein vertieftes Verständnis des Phänomens der Hochtemperatur-Supraleitung, ein Thema, welches die Forschung der...

Im Focus: Tests der Quantenmechanik mit massiven Teilchen

Quantenmechanische Teilchen können sich wie Wellen verhalten und mehrere Wege gleichzeitig nehmen, um an ihr Ziel zu gelangen. Dieses Prinzip basiert auf Borns Regel, einem Grundpfeiler der Quantenmechanik; eine mögliche Abweichung hätte weitreichende Folgen und könnte ein Indikator für neue Phänomene in der Physik sein. WissenschafterInnen der Universität Wien und Tel Aviv haben nun diese Regel explizit mit Materiewellen überprüft, indem sie massive Teilchen an einer Kombination aus Einzel-, Doppel- und Dreifachspalten interferierten. Die Analyse bestätigt den Formalismus der etablierten Quantenmechanik und wurde im Journal "Science Advances" publiziert.

Die Quantenmechanik beschreibt sehr erfolgreich das Verhalten von Partikeln auf den kleinsten Masse- und Längenskalen. Die offensichtliche Unvereinbarkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

Anbausysteme im Wandel: Europäische Ackerbaubetriebe müssen sich anpassen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Einblicke in die Welt der Trypanosomen

16.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Maschinensteuerung an Anwender: Intelligentes System für mobile Endgeräte in der Fertigung

16.08.2017 | Informationstechnologie

Komfortable Software für die Genomanalyse

16.08.2017 | Informationstechnologie