Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Photonik-Experten aus Australien zu Gast

09.09.2014

Gemeinsamer Workshop am 15./16.9. mit dem Abbe Center of Photonics der Universität Jena

Als vor über 70 Jahren die ersten Computer aufkamen, waren sie noch raumausfüllende Ungetüme. Seither sind Computerchips nicht nur immer leistungsfähiger, sondern auch immer kleiner geworden. „Doch die Miniaturisierung der elektronischen Bauelemente hat ihre physikalischen Grenzen“, sagt Dr. Christian Helgert von der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

„In Zukunft wird die Signalverarbeitung mittels Licht aufgrund der enormen Geschwindigkeit eine immer größere Rolle spielen. Außerdem sind optische Bauteile weniger anfällig und nachhaltiger, da zum Beispiel für ihre Herstellung kaum reines und äußerst teures Silizium benötigt wird“, erklärt der Geschäftsführer des Abbe Center of Photonics (ACP).

Viele Wissenschaftler setzen daher große Hoffnungen in die Entwicklung eines optischen Computerchips. Für das australische Photonik-Exzellenznetzwerk CUDOS ist dies Vision und Mission zugleich. CUDOS steht für „Centre for Ultrahigh bandwidth Devices for Optical Systems“ und ist ein Zusammenschluss von sieben australischen Universitäten.

„Unsere und die Forschungsinteressen von CUDOS überlappen stark, wobei wir uns als ACP in der Grundlagenforschung eher auf photonische Materialien und neue Lichtquellen konzentrieren und CUDOS die Entwicklung optischer Computerchips stärker im Blick hat“, sagt Dr. Helgert. „Wir stehen zwar schon seit Längerem in regem Austausch, doch es gibt enormes Potenzial für den Ausbau zu einer nachhaltigen und langfristigen Zusammenarbeit“, ist der Physiker überzeugt.

Deshalb wird eine CUDOS-Delegation für einen gemeinsamen Photonik-Workshop in Jena zu Gast sein. Zwei Tage lang – am 15. und 16. September – werden die Wissenschaftler sich über aktuelle Forschungsprojekte und mögliche Kooperationen austauschen. Auf dem Programm stehen Fachvorträge über optische Materialien, nichtlineare Optik und photonische Systeme sowie Besichtigungen von Forschungslaboren des ACP und ausgewählter Jenaer Industrieunternehmen.

Einer der Gäste ist Prof. Dr. Benjamin Eggleton, Physik-Professor an der Universität von Sydney und der wissenschaftliche Direktor von CUDOS. Prof. Eggleton wird einerseits die Forschungsziele von CUDOS beleuchten und andererseits die Jenaer Wissenschaftler über die neuesten Fortschritte der chip-basierten und nichtlinearen Optik informieren. „Er ist einer der bedeutendsten Wissenschaftler auf dem Gebiet der Photonik und sein Besuch in Jena ist für uns eine große Ehre“, betont ACP-Direktor Prof. Dr. Thomas Pertsch.

Zu Benjamin Eggletons sowie zu den weiteren Vorträgen am 15. September ist auch die interessierte Öffentlichkeit willkommen. Beginn ist um 9.30 Uhr im Carl-Zeiss-Saal des Fraunhofer Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik (Albert-Einstein-Straße 7). Um Anmeldung wird gebeten per E-Mail an: szilvia.mammel@uni-jena.de. Das vollständige Programm des Workshops ist zu finden unter: http://www.acp.uni-jena.de/CUDOS_workshop

Kontakt:
Dr. Christian Helgert
Abbe Center of Photonics der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Max-Wien-Platz 1, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 947963
E-Mail: christian.helgert[at]uni-jena.de

Weitere Informationen:

http://www.uni-jena.de

Claudia Hilbert | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise