Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

NMI-Workshop: Antibakterielle Beschichtung von Medizinprodukten

19.07.2013
Im Rahmen der Tübinger Innovationstage veranstaltete das Naturwissenschaftliche und Medizinische Institut der Universität Tübingen (NMI) am 12. Juli 2013 den Workshop „Biologisierung der Medizintechnik“.

Im Fokus der diesjährigen Veranstaltung stand das Thema „Antibakterielle Beschichtungen von Medizinprodukten“. Zur Vorbeugung bakterieller Infektionen spielen sie in vielen Bereichen der Medizintechnik aber auch in der Filtrationstechnologie und der Automobilindustrie eine immer größere Rolle. Namhafte Referenten aus Wissenschaft und Industrie stellten neueste Entwicklungen, Technologien, Trends und die aktuelle Schutzrechte-Situation vor.

Ergänzend gaben sie einen Überblick über mikrobiologische Grundlagen, über klinische, anwendungstechnische und zulassungstechnische Fragestellungen. Das Thema stieß auf große Resonanz. Rund 130 Teilnehmer, 80 aus der Industrie und 50 aus Forschungseinrichtungen und Kliniken, nutzten den Workshop zur Information und zum Austausch.

Bakterielle Infektionen stellen auch in der modernen Medizin ernstzunehmende Komplikationen dar. So haben beispielsweise Implantat-assoziierte Infektionen oder Biofilme in der Zahnmedizin und Kardiologie große klinische Relevanz. Allein für kardiovaskuläre Implantate wie Schrittmacher, Gefäßprothesen und Herzklappen werden die infektionsbedingten Behandlungskosten auf fast 120 Millionen Euro pro Jahr geschätzt. Bei künstlichen Hüft- und Kniegelenken ist in Deutschland jährlich von über 5.000 Fällen mit bakteriellen Komplikationen auszugehen, die einen Austausch des Implantats erforderlich machen.

Zur Vorbeugung derartiger Infektionen werden verschiedene Strategien verfolgt. Deren Zielsetzung ist es, entweder die Keimbildung zu reduzieren, die Übertragungswege zu unterbrechen oder vorhandene Bakterien abzutöten.

Dazu gehören Maßnahmen zur Verbesserung der Hygiene in Krankenhäusern ebenso wie Eingriffe in molekulare Mechanismen der Bakterienadhäsion, um eine Biofilm-bildung schon in der Entstehung zu verhindern.

Zunehmend Bedeutung gewinnen innovative Beschichtungen, die die Bakterienhaftung verhindern oder erschweren. Diese Wirkung kann unter anderem durch Kupferionen in Lackierungen, Silber in Textilien oder Antibiotikabeschichtung erzielt werden.

Der NMI-Workshop stellte neueste Entwicklungen auf diesem Gebiet vor und gab hilfreiche Ratschläge hinsichtlich der Auswahl geeigneter Prüfverfahren sowie dem besten Vorgehen bei der Zulassung.

Dr. Nadja Gugeler | idw
Weitere Informationen:
http://www.nmi.de/ueber-uns/aktuell/presse-news/detailseite-news/artikel/12072013-nmi-workshop-antibakterielle-beschichtung-von-medizin

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Am Einmaleins kommt keiner vorbei
22.09.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht Leicht aber robust entwickeln und konstruieren!
13.09.2017 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie