Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Werkstoffe - Treiber für Innovationen

12.02.2009
o Neueste Materialien in Automobilbau und Medizintechnik
o Faserverstärkte Kunststoffe und effiziente Fertigungstechniken
o 300 Experten aus dem gesamten Bundesgebiet und Nachbarländern

Was haben manche Bauteile im Interieur eines Automobils mit medizinischen Implantaten gemeinsam? Sie bestehen aus hochfesten Kunststoffen mit extrem glatter Oberfläche, besitzen maßgeschneiderte Funktionalität und sind äußerst präzise gefertigt.

Die Entwicklung Neuer Materialien mit optimierten Eigenschaften und effizienten Verarbeitungsprozessen sind essenziell für Produktinnovationen. Chancen für maßgeschneiderte Entwicklungen eröffnen sich dabei in unterschiedlichsten Ausprägungen: z.B. thermoplastische Elastomere mit hochwertiger Haptik für den Fahrzeuginnenraum oder polymere Matrixmaterialien als Basisstruktur für künstlich hergestelltes Gewebe in der regenerativen Medizin.

Die umfassende Zusammenarbeit von Materialexperten mit Anwendern innovativer Branchen wie der Automobilindustrie oder dem Medizintechnik-Sektor setzt dabei besondere Impulse für kontinuierliche Weiterentwicklungen.

Diesen branchen- und technologieübergreifenden Ansatz realisiert das jährliche Symposium Material Innovativ, das in 2009 bereits zum achten Mal ausgerichtet wird und erstmals in Ansbach stattfindet. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Trends und Entwicklungen für den Einsatz Neuer Werkstoffe, insbesondere technischer und faserverstärkter Kunststoffe, in den Branchen Automobilbau und Medizintechnik.

"Die Region westliches Mittelfranken konzentriert eine Reihe hochinnovativer Unternehmen und Hochschuleinrichtungen im Feld der Polymere. So ist es nur folgerichtig, dass das Symposium Material Innovativ dieses Jahr in Ansbach stattfindet", so Prof. Nassauer, Geschäftsführer der Bayern Innovativ GmbH.

"Hierfür erfahren wir auch die regionale Unterstützung durch eine aktive Mitwirkung von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft durch Ansbachs Oberbürgermeisterin Carda Seidel, Prof. Gerhard Mammen, Präsident der Fachhochschule Ansbach und Dr. Claudius M. Kozlik, Vorstand der Firma Oechsler, einem führenden Unternehmen für innovative Materialien in Automobil und Medizintechnik."

Im Mittelpunkt des Plenums stehen die Bandbreite neuer Entwicklungen im automobilen Leichtbau, vorgestellt von der Daimler AG, Anforderungen an Hochleistungsmaterialien in der Medizintechnik aus der Erfahrung von Siemens Health Care, modifizierte Kunststoffe und neuartige Fertigungstechniken für Automobil- und Medizintechnik der Oechsler AG sowie neueste Ansätze der spezifischen Funktionalisierung von Oberflächen aus dem Fraunhofer Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik in Stuttgart.

Experten und Anwender aus den relevanten Technologien und Anwenderbranchen für Innovationen von morgen zielgerichtet zusammenzuführen, beschreibt die Bayern Innovativ GmbH anhand der hierfür entwickelten Infrastrukturen - von bayernweiten Clustern bis hin zu internationalen Netzwerken in Bereichen wie Automobil, Medizintechnik und Neue Materialien.

Material- und Verfahrenskombinationen im Automobilbau, d.h. die immer engere Verzahnung von Werkstoffeigenschaften und Bauteilherstellung für mehr Performance und Kosteneffizienz sind ein Schwerpunkt für die detaillierteren Fachvorträge. Zukunftsweisend sind z. B. thermoplastische Polyurethane (TPU) mit hoher Lichtstabilität für Interieuranwendungen.

Innovative Modifizierungen von thermoplastischen wie faserverstärkten Kunststoffen oder neuartige Kombinationen von Leichtmetallen mit Polymeren bieten Potenziale für weitere Gewichtseinsparungen von bis zu 50 Prozent, aber auch neue Designfreiheiten. Gleichzeitig reduzieren neue Fertigungstechnologien die Kosten bei der Bauteilherstellung um ein Wesentliches und machen den großserientauglichen Einsatz dieser Neuen Materialien im Automobil erst möglich.

Ein weiterer Schwerpunkt sind Werkstoffkonzepte für die Medizintechnik, d.h. maßgeschneiderte Werkstoffe und Funktionalitäten für den Einsatz im und am Körper. Der Bogen spannt sich von modularen Exoprothesen aus Carbonfaserwerkstoffen, polymeren Knorpelersatzmaterialien über Rapid Prototyping-Verfahren für bioresorbierbare Implantate in exakter 3D-Struktur bis hin zu Kleinstmengen an verarbeiteten biokompatiblen Kunststoffen für Anwendungen in Mikroblutpumpen.

Der Kongress wird mitgestaltet von Referenten aus namhaften Unternehmen wie Abiomed Europe, Benteler SGL, BioCer, Daimler, Elastogran, Jacob Composite, KraussMaffei, Magna, medi, Oechsler, polyMaterials, RAUMEDIC, SABIC, Siemens Health Care und wissenschaftlichen Instituten wie der Neue Materialien Bayreuth GmbH, dem Forschungszentrum Magnet-Resonanz-Bayern e.V. sowie dem Fraunhofer Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik.

Experten aus Anwenderbranchen wie dem Automobilbau, der Medizintechnik, aber auch der Werkstoff- und Bauteilfertigung nutzen dieses Symposium, um sich über neueste Entwicklungen aus dem Werkstoffsektor zu informieren. Diese Plattform bietet somit hervorragende Gelegenheiten für das Knüpfen neuer Kontakte zu Technologiepartnern und zu potenziellen Kunden.

Mit dabei sind Unternehmen wie BMW, Brose, CeramTec, FRENZELIT, Keiper, LPKF, Magna Donnelly, MANN+HUMMEL, SGL Carbon sowie zahlreiche Universitäten und Forschungseinrichtungen. In der begleitenden Fachausstellung präsentieren sich rund 30 Aussteller mit Bezug zu den Vortragsthemen.

Material Innovativ 2009 wird von der Bayern Innovativ GmbH, verantwortlich für das Management der Cluster Automotive, Neue Werkstoffe und Medizintechnik, gemeinsam mit dem Forum MedTech Pharma e.V. sowie mit Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie konzipiert und organisiert.

Das vollständige Programm sowie die Unterlagen zur Anmeldung (Fax und online) finden Sie im Internet.

Johanna Lison | idw
Weitere Informationen:
http://www.bayern-innovativ.de
http://www.bayern-innovativ.de/kongresse/aktuell
http://www.bayern-innovativ.de/material2009

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Leicht aber robust entwickeln und konstruieren!
13.09.2017 | Haus der Technik e.V.

nachricht Das Zeitalter des Interface: Experten diskutieren neue exotische Zustände in Supraleitern
12.09.2017 | Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

Zwei Grad wärmer – und dann?

19.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zentraler Schalter der Immunabwehr gefunden

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Materialchemie für Hochleistungsbatterien

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie