Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Simulationstechnologien sorgen für mehr Sicherheit

02.10.2009
Im Rahmen des Workshops „Technology and Society“ kommen am 8. und 9. Oktober 2009 hochrangige Wissenschaftler an der Bauhaus-Universität Weimar zusammen, um der Frage nachzugehen, wie Simulationstechnologien das Leben zukünftig sicherer gestalten können.

Was haben Design und Sicherheit miteinander zu tun? Wie gelingt die beste Übertragung des Entwurfs in ingenieurwissenschaftliche Aufgaben? Und mit welchen Mitteln können Ingenieure das Schadensverhalten von Objekten unter extremen Situationen am besten vorhersagen?

Diesen und anderen Fragen gehen während des zweitägigen internationalen Workshops „Technology and Society“ Experten an der Bauhaus-Universität Weimar nach. Die Veranstalter, Prof. Timon Rabczuk und Prof. Karl Beucke von der Fakultät Bauingenieurwesen der Bauhaus-Universität Weimar sowie Prof. Frieder Seibel, Dean of Engineering der University of California, San Diego (UCSD) stellen während der Tagung vor allem den Prozess der Approximation in den Vordergrund.

Approximation, also Annäherung, bedeutet in diesem Fall, dass von Designern erstellte Objekte für ingenieurwissenschaftliche Untersuchungen in andere Computerprogramme übertragen werden müssen, der Datenverlust dabei aber immer noch immens ist. Derzeit werden Ingenieurkonstruktionen wie z.B. Autos, Flugzeuge oder Bauwerke in Computer Aided Design (CAD) Programmen entworfen und anschließend zur Simulation in Computer Aided Engineering (CAE) Programme übertragen. In den CAE-Programmen werden im Rahmen einer Simulation bei spielsweise Prognosen zur Zuverlässigkeit und Sicherheit der Ingenieurkonstruktionen getroffen. Ein Beispiel dafür ist die Vorhersage des Verhaltens eines Automobils bei einem Unfall.

Um die bei der Übertragung von CAD-Modellen in CAE-Software entstehenden Verluste möglichst gering zu halten und den Originalentwurf zu erhalten, arbeiten die Wissenschaftler daran, beide Programme zu optimieren und weiter zu entwickeln. Langfristiges Ziel des Projekts ist, das Verhalten von Objekten unter extremen Situationen mittels CAE möglichst genau vorherzusagen und im Vorfeld positiv zu beeinflussen. Die Bandbreite der Anwendungen erstreckt sich dabei von Raumfahrt- und Autoindustrie über Gebäude und Bauwerke bis hin zum medizinischen Bereich.

Für interessierte Medien stehen während der Tagung folgende Experten für Interviews zur Verfügung:

Prof. Timon Rabczuk, Prof. Modellierung und Simulation – Mechanik, Bauhaus-Universität Weimar Prof. Karl Beucke, Prof. Informatik im Bauwesen und Prorektor Forschung der Bauhaus-Universität Weimar Prof. Frieder Seible, Dean of Engineering an der UCSD

Zusätzlich werden sich die Wissenschaftler während des Workshops mit einem weiteren zukunftsweisenden Ziel beschäftigen: die Vorbereitung eines internationalen Graduiertenkollegs zum Thema Visualisierung und Simulation sowie der Aufbau eines Studiengangs „Digital Engineering“ in Zusammenarbeit mit der UCSD.

Bei Rückfragen können Sie sich jederzeit gern an Claudia Goldammer, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Fakultät Bauingenieurwesen, Telefon 0 36 43/58 11 93 oder per E-Mail unter claudia.goldammer@uni-weimar.de (mailto:claudia.goldammer@uni-weimar.de) wenden.

Claudia Weinreich | Bauhaus-Universität Weimar
Weitere Informationen:
http://www.uni-weimar.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Wärmebildkameras, Infrarotthermometer und deren richtige Anwendung
21.02.2017 | Optris GmbH

nachricht Pflanzen und Böden besser verstehen
21.02.2017 | Hochschule Rhein-Waal

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie