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Neue Entwicklungen für Architekturverglasung

31.08.2015

Am 7. Oktober 2015 findet der Workshop »Glas und Architektur – Ansprüche, Trends und Herausforderungen« des Clusters »Neue Werkstoffe« im Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC in Würzburg statt. Im Workshop zeigen Experten aus Industrie und Forschung Lösungen für die wachsenden Ansprüche an Fassaden, die Nutzung der Bionik für die Entwicklung neuer Produkte sowie innovative architektonische Möglichkeiten, die mit Blick auf Mensch und Natur für optimale Lebensbedingungen sorgen. Veranstaltet und organisiert wird der Workshop vom Cluster »Neue Werkstoffe« und dem Fachbereich Bionik der Bayern Innovativ GmbH sowie dem Fraunhofer ISC.

Langjährige Erfahrung in der Produkt- und Verfahrensentwicklung mit Spezialgläsern und Glaskeramiken sowie bei der Glasveredelung macht das Fraunhofer ISC zu einem kompetenten Ansprechpartner für Fragestellungen im Bereich der Architekturverglasung.

Das Würzburger Forschungsinstitut und der Cluster »Neue Werkstoffe« kooperieren bei der Konzeption von Workshops rund um das Thema Glas. Als Netzwerkplattform fördert Bayern Innovativ die Zusammenarbeit bayerischer Unternehmen und Forschungseinrichtungen zur erfolgreichen Umsetzung von Innovationen und Ideen.

Der Cluster »Neue Werkstoffe« initiiert Verbundforschungsprojekte und organisiert Workshops und Arbeitskreise zu werkstoff- und anwenderspezifischen Themen. Im gemeinsamen Workshop »Glas und Architektur – Ansprüche, Trends und Herausforderungen« werden Ansprüche an moderne Glasfassaden einerseits und verfahrenstechnische wie werkstoffliche Lösungen andererseits von Fachleuten aus der Fassadenplanung, der Glasherstellung und der Materialentwicklung vorgestellt und diskutiert.

Dr. Thomas Hofmann, Leiter der Werkstoffchemie am Fraunhofer ISC, stellt in seinem Vortrag »Multifunktionelle Fassaden durch Beschichtungen« die neuesten Entwicklungen im Bereich der Glasbeschichtung vor. Mit Beschichtungen können verschiedenste Funktionen erfüllt werden.

So lassen sich selbstreinigende Oberflächen durch photokatalytisch aktive Schichten erzielen, Antireflex-Wirkung mit staubabweisenden Eigenschaften kombinieren oder durch Beeinflussung der Lichttransmission die Tageslichtsituation im Innenraum trotz Wärmedämmverglasung verbessern und so das subjektive Wohlbefinden steigern (»Wohlfühlglas«). Darüber hinaus stehen glasähnliche transparente oder opake Beschichtungssysteme zur Verfügung, die sich in RAL- oder anderen Farbstandards einfärben lassen und eine glasunabhängige Farbgebung ermöglichen.

In seinem Vortrag »Heißformgebung von Gläsern« zeigt Dr. Martin Kilo, wissenschaftlicher Leiter des Bereichs Glas und Mineralische Werkstoffe des Fraunhofer ISC, ein flexibel nutzbares Flachglasbiegeverfahren, das die Fraunhofer-Institute ISC und IWM zusammen mit Industriepartnern entwickelt haben. Das Verfahren ermöglicht eine kostengünstigere Produktion von Kleinserien individuell gebogener Flachgläser für Architekturverglasung bei wesentlich geringerem fertigungsbedingtem Ausschuss gegenüber herkömmlichen Methoden.

Mit der dafür konzipierten Anlage können Flachgläser in fast jede beliebige Form gebracht werden. Hergestellt werden Flachgläser mit frei einstellbaren Konturen, zylindrischen Verwölbungen und zonenweiser Konturierung. Durch eine neuartige schnelle Temperaturmesstechnik kann der Biegeprozess sehr genau überwacht werden. Ein damit gesteuertes laserbasiertes selektives Nachheizungssystem vermeidet typische Fehler wie beispielsweise das Aufbiegen der Scheiben am Rand der Biegezone oder das Entstehen von Spannungen durch Temperaturunterschiede beim Formen. An den Biegeapparat angeschlossen ist ein Kühlaggregat, sodass bei Bedarf die gebogenen Gläser auch direkt als Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG-Glas) hergestellt werden können.

Mehr zum Programm unter: www.bayern-innovativ.de/glas2015/programm
Link zur Anmeldung: www.bayern-innovativ.de/glas2015/anmeldung

Weitere Informationen:

http://www.isc.fraunhofer.de

Marie-Luise Righi | Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC

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