Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Muskelerkrankungen: schleichende Symptome, schwierige Diagnose

16.03.2009
Internationaler Workshop am Zentrum für Nervenheilkunde

Sporadische oder genetisch bedingte Muskelkrankheiten sind nur sehr schwer zu diagnostizieren. Die Symptome ähneln sich, eine genaue Bestimmung der Erkrankung ist nur mit Hilfe aufwendiger Analysen möglich. Dazu mangelt es an Spezialisten.

Aus diesem Grund veranstaltet der Rostocker Neuropathologe Professor Dr. Dr. Jens Pahnke vom 18. bis zum 20. März 2009 einen internationalen Weiterbildungskurs, zu dem Mediziner aus ganz Europa und Nordamerika an das Uniklinikum Rostock reisen, um Diagnosemethoden zu erproben und zu diskutieren.

Als Referenten konnten Experten aus den USA, Großbritannien, den Niederlanden und Skandinavien gewonnen werden, mit denen Professor Pahnke in einem internationalen Netzwerk zusammenarbeitet.

Schwere, teils angeborene Muskelerkrankungen wie Muskeldystrophien treten vergleichweise selten auf, so dass die meisten Ärzte keine intensiven klinischen und diagnostischen Erfahrungen damit haben.

Die Folge: "Die Dunkelziffer der undiagnostizierten Muskelkrankheiten ist sehr groß", sagt Professor Pahnke, der das Neuromuskuläre Labor an der Klinik und Poliklinik für Neurologie im Zentrum für Nervenheilkunde leitet. Erschwerend komme hinzu, dass die Symptome oft unbestimmt seien - zum Beispiel chronische Schmerzen, vergleichbar mit anhaltendem Muskelkater, Muskelkrämpfe oder allgemeine Muskelschwäche.

"Viele Menschen leben lange mit ihrer schleichenden, sich stetig verschlimmernden Krankheit. Sie kommen erst nach Monaten oder Jahren zu einer Diagnostik, die zuverlässig nur im Labor anhand von Muskelgewebe erfolgen kann", sagt Professor Pahnke. Doch so lange die Krankheit nicht spezifisch diagnostiziert sei, könne auch keine optimale Behandlung erfolgen.

Weil es weltweit an Spezialisten mangelt, organisierte Professor Pahnke diesen Kurs, in dem Mediziner Möglichkeiten der Diagnosestellung diskutieren und üben. Es ist geplant, den Workshop in Zusammenarbeit mit der Vereinigung der Europäischen Gesellschaften für Neuropathologie (EuroCNS) regelmäßig in Rostock stattfinden zu lassen.

"Angesichts der komplizierten Krankheitsbilder ist es wichtig, dass die Spezialisten sich regelmäßig untereinander austauschen", so Professor Pahnke, der mit internationalen Experten vernetzt ist und regelmäßig über das Internet Diagnosen weltweit diskutiert.

18. bis 20. März 2009, Zentrum für Nervenheilkunde, Gehlsheimer Straße 20, 18147 Rostock, "CME Course Muscle and Peripheral Nerve Pathology"

18. März, 8.45 Uhr Eröffnung durch den Dekan der Medizinischen Fakultät, Professor Dr. Emil C. Reisinger; 9.00 Uhr Beginn des Kurses

Kontakt

Professor Dr. Dr. Jens Pahnke, EFN
Klinik und Poliklinik für Neurologie
AG Neurodegeneration und Neuromuskuläres Labor (NML)
Zentrum für Nervenheilkunde
Universitätsklinikum Rostock (AöR)
Gehlsheimer Straße 20
18147 Rostock
Tel. 0381 494-4700
Professor Dr. Reiner Benecke
Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie
Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Nervenheilkunde
Universitätsklinikum Rostock (AöR)
Gehlsheimer Straße 20
18147 Rostock
Tel. 0381 494-9511

Ingrid Rieck | idw
Weitere Informationen:
http://www.nrl.uni-rostock.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Praxisworkshop Mikrooptische Beleuchtungsanwendungen, 12.09.17 in Göttingen
24.04.2017 | PhotonicNet GmbH Kompetenznetz Optische Technologien

nachricht 1. Essener Gefahrguttage am 19.-20. September 2017 mit fachbegleitender Ausstellung
24.04.2017 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für Netzleittechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact beteiligt sich an Berliner Start-up Unternehmen für Energiemanagement

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für industrielle Kommunikationstechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung