Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Museen brauchen Klebstoffe

14.04.2014

Die Klebstoffexperten der Hochschulabteilung Recklinghausen der Westfälischen Hochschule begrüßen am Freitag, 25. April, zahlreiche Restauratoren zu einem eintägigen Workshop über „Klebstoffe in der Restaurierung“. Das Arbeitstreffen wird gemeinsam durchgeführt von der Westfälischen Hochschule und dem westfälischen Museumsamt des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe in Münster.

Fast jeder hat vielleicht schon mal im Museum vor einem Ausstellungsstück gestanden und sich darüber gewundert, dass die Restauratoren dieses Puzzle aus zig ausgegrabenen Teilchen wieder zusammensetzen konnten. Weniger Menschen haben vielleicht gleichzeitig darüber nachgedacht, wie man es verhindern kann, dass die Puzzleteile im Laufe der Zeit auch in der Museumsvitrine wieder auseinanderfallen.


An der Recklinghäuser Hochschulabteilung der Westfälischen Hochschule wird bei einem Workshop über den richtigen Klebstoff für archäologische Fundstücke nachgedacht.

Foto: LVR-Museum Bonn, Abdruck honorarfrei

Die Klebstoffexperten der Hochschulabteilung Recklinghausen der Westfälischen Hochschule werden genau dies gemeinsam mit dem in Münster ansässigen westfälischen Museumsamt des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und weiteren Experten aus Deutschland und der Schweiz am letzten Freitag im April in Recklinghausen tun.

„Die Werbung spricht zwar gerne von Allesklebern, in Wirklichkeit benötigt man je nach Zweck aber sehr spezifische Klebstoffe“, weiß Prof. Dr. Klaus-Uwe Koch, Chemieprofessor und Klebstoffexperte an der Westfälischen Hochschule. Vor allem verschiedene Typen von Acrylharzen können dabei helfen, Gemälde und Skulpturen zu erhalten. Andere Kunststoffe sollen Stein- und Wandmalereien fixieren.

Wieder andere Klebstoffe können helfen, Leder, Textilien oder Papier zu restaurieren, sodass sie beständiger gegenüber Luftfeuchtigkeit werden, weil besondere Konservierungskleber tief in die Objekte einsickern. Und schließlich brauchen auch die Archäologen Spezialklebstoffe, um Grabungsfunde aus Keramik und Ton oder Metallen wie Eisen, Kupfer, Silber oder Gold nach der Reinigung dauerhaft wieder zusammenzusetzen.

Während der Vormittag der Veranstaltung im Zeichen des wissenschaftlichen Vortrags und Austauschs steht, wollen die Teilnehmer den Nachmittag dazu nutzen, Arbeitsgruppen zu bilden, um sich in Teams zukünftige Arbeitsschwerpunkte zu erschließen. Bisher haben sich bereits knapp dreißig Fachteilnehmer aus ganz Deutschland sowie aus der Schweiz zu der Tagung angemeldet.

Ihre Medienansprechpartner für weitere Informationen:
Prof. Dr. Klaus-Uwe Koch, Campus Recklinghausen der Westfälischen Hochschule, Telefon (02361) 915-456 oder 915-590 (Dekanat), E-Mail klaus-uwe.koch@w-hs.de
Stephan Brunnert, Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), LWL-Museumsamt für Westfalen, Telefon (0251) 591-4697, E-Mail stephan.brunnert@lwl.org

Um Ihnen als Medienvertreter eine unmittelbare Berichterstattung zu ermöglichen, laden wir Sie herzlich ein, an diesem Workshop teilzunehmen:
Klebstoffe in der Restaurierung
Freitag, 25.04.2014, 08:30 bis 16:30 Uhr, gemeinsame Diskussion vor dem Ende der Veranstaltung ab 15:30, Hochschulstandort August-Schmidt-Ring 10 in 45665 Recklinghausen. Auf dem Campus wird die Veranstaltung ausgeschildert (Raum B1.2.103).

Dr. Barbara Laaser | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.w-hs.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Optimierter Einsatz magnetischer Bauteile - Seminar „Magnettechnik Magnetwerkstoffe“
18.01.2018 | Haus der Technik e.V.

nachricht Mit 48 Volt Bordnetz unterwegs zur Elektromobilität
11.01.2018 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Im Focus: Scientists decipher key principle behind reaction of metalloenzymes

So-called pre-distorted states accelerate photochemical reactions too

What enables electrons to be transferred swiftly, for example during photosynthesis? An interdisciplinary team of researchers has worked out the details of how...

Im Focus: Erstmalige präzise Messung der effektiven Ladung eines einzelnen Moleküls

Zum ersten Mal ist es Forschenden gelungen, die effektive elektrische Ladung eines einzelnen Moleküls in Lösung präzise zu messen. Dieser fundamentale Fortschritt einer vom SNF unterstützten Professorin könnte den Weg für die Entwicklung neuartiger medizinischer Diagnosegeräte ebnen.

Die elektrische Ladung ist eine der Kerneigenschaften, mit denen Moleküle miteinander in Wechselwirkung treten. Das Leben selber wäre ohne diese Eigenschaft...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - März 2018

17.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

18.01.2018 | Informationstechnologie

Optimierter Einsatz magnetischer Bauteile - Seminar „Magnettechnik Magnetwerkstoffe“

18.01.2018 | Seminare Workshops

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungsnachrichten