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Möglichkeiten der Zwischennutzung von Flächen und Gebäuden

11.08.2010
Terminhinweis: Difu-Seminar, 25. und 26. Oktober 2010 in Berlin

Leer stehende Gebäude, Brachflächen, Baulücken, Rückbauflächen des Geschosswohnungsbaus kennzeichnen die Siedlungsstruktur insbesondere in Städten und Gemeinden mit zurückhaltender Flächen und Immobiliennachfrage. Als Folgen wirtschaftlichen Strukturwandels und demografischer Veränderungen stellen sie Städte und Gemeinden vor neue planerische Herausforderungen.

Zugleich stecken in vakanten Räumen und Flächen Potenziale, die von Interessen- und Nachfragergruppen in Form temporärer Nutzungen entwickelt werden können. Temporäre Nutzungen bzw. Zwischennutzungen bieten sich für Flächen und Gebäude an, für die nicht sofort eine bauliche Folgenutzung von Dauer gefunden werden kann.

Die in vielen Städten praktizierten Zwischennutzungen eröffnen Möglichkeiten für wirtschaftliche Aktivitäten, aber auch für unkonventionelle kulturelle, zivilgesellschaftliche und unternehmerische "Experimente". Häufig tragen sie zu einer positiven Image- oder Markenbildung für spätere dauerhafte Nutzungen auf den betreffenden Flächen und in ihrem Umfeld bei. Damit diese Potenziale genutzt werden können, müssen vertragsrechtliche Fragen geklärt, die Interessen der Beteiligten abgewogen und die Modalitäten der Nutzung sowie der Nutzungsdauer geklärt werden. Zu dieser aktuellen Fragestellung bietet das Difu ein Seminar an, in dessen Rahmen bestehende Erfahrungen mit verschiedenen Zwischennutzungen sowohl im Hinblick auf ihre Wirkungen im Stadtraum als auch unter dem Aspekt ihrer rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erörtert werden sollen.

Im Mittelpunkt des Seminars sollen daher u.a. folgende Fragen stehen:

- Unter welchen Bedingungen erscheint eine Zwischennutzung von Flächen und Gebäuden sinnvoll?
- Welche Rolle und Handlungsmöglichkeiten haben Kommunen, Immobilieneigentümer und Privatwirtschaft sowie zivilgesellschaftliche Akteure bei der Vorbereitung und Durchführung von Zwischennutzungen?
- Wie werden Zwischennutzungen mit stadtplanerischen und informatorischen Instrumenten bzw. mit sozialräumlichen Ansätzen der Stadtentwicklung verzahnt?
- Welche vertragsrechtlichen Regelungsbedarfe bestehen bei Zwischennutzungen seitens der Kommune oder anderen Eigentümer?
- Welche finanziellen Aspekte sind bei Zwischennutzungen zu beachten?
- Welche Bedeutung werden Zwischennutzungen zukünftig in der Stadtentwicklung haben?
Teilnehmerkreis:
Führungs- und Fachpersonal aus der Verwaltung, insbesondere Verantwortliche in den Bereichen Stadtplanung und Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Liegenschaften, für Quartier- und Stadtteilmanager und Ratsmitglieder

Leitung: Dipl.-Ing. agr. Thomas Preuß, Dipl.-Ing. Wolf-Christian Strauss

Programmflyer/Details/Konditionen:
http://www.difu.de/sites/difu.de/files/archiv/veranstaltungen/10_
zwischennutzungen.programm.pdf
Online-Anmeldung:
http://www.difu.de/webformular/seminaranmeldung-moeglichkeiten-der-zwischennutzung-von.html
Veranstalter:
Deutsches Institut für Urbanistik GmbH (Difu)
Veranstaltungsort:
Deutsches Institut für Urbanistik, Zimmerstraße 13-15, 10969 Berlin
Anmeldung/Ansprechpartnerin:
Bettina Leute
Tel.: 030/39001-148
Fax.: 030/39001-268
E-Mail: leute@difu.de
Kurzinfo: Deutsches Institut für Urbanistik
Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) ist als größtes Stadtforschungsinstitut im deutschsprachigen Raum die Forschungs-, Fortbildungs- und Informationseinrichtung für Städte, Kommunalverbände und Planungsgemeinschaften. Ob Stadt- und Regionalentwicklung, kommunale Wirtschaft, Städtebau, soziale Themen, Umwelt, Verkehr, Kultur, Recht, Verwaltungsthemen oder Kommunalfinanzen: Das 1973 gegründete unabhängige Berliner Institut - mit einem weiteren Standort in Köln (Bereich Umwelt) - bearbeitet ein umfangreiches Themenspektrum und beschäftigt sich auf wissenschaftlicher Ebene praxisnah mit allen Aufgaben, die Kommunen heute und in Zukunft zu bewältigen haben. Der Verein für Kommunalwissenschaften e.V. ist alleiniger Gesellschafter des in der Form einer gemeinnützigen GmbH geführten Forschungsinstituts.

Sybille Wenke-Thiem | idw
Weitere Informationen:
http://www.difu.de

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