Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie sich die menschliche Bewegung äußeren Einflüssen anpasst

13.02.2009
Interdisziplinärer Workshop zur adaptiven Bewegung vom 19. bis 20. Februar an der Universität Jena

Das Straßenpflaster ist holprig, wir konzentrieren uns auf den Verkehr und laufen gleichzeitig mühelos darüber - in der Tat ist das möglich, ohne dass unser Nervensystem Notiz davon nimmt oder seine Programme ändert.

"Dieses Prinzip der Selbststabilität ist eine bemerkenswerte Eigenschaft vieler biologischer Systeme", sagt Prof. Dr. Reinhard Blickhan von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. An seinem Lehrstuhl Bewegungswissenschaft ist das Thema seit zehn Jahren ein Forschungsschwerpunkt. Bei dem von ihm organisierten Workshop "Adaptive motion in man, animals and machines", der vom 19. bis 20. Februar an der Universität Jena stattfindet, sollen aktuelle Forschungsergebnisse auf dem Gebiet vorgestellt werden.

"Noch sind wir weit davon entfernt, den kompletten Einfluss der Selbststabilität im Zusammenspiel von sensorischer Kontrolle mit dem Aufbau des Bewegungsapparates zu verstehen", so Blickhan. Daher werde das System bis jetzt auch noch recht selten bei der Konstruktion und Entwicklung intelligenter Laufmaschinen berücksichtigt. Diese stehen im Mittelpunkt des Workshops, der im Rahmen des interdisziplinären Forschungsvorhabens "Natur & Technik intelligenten Laufens" ausgerichtet wird. Deren Mitglieder, Biologen, Ingenieure und Sportwissenschaftler aus der ganzen Bundesrepublik treffen sich jedes Jahr zu einem solchen Arbeitsgespräch, um über Fortschritte zu berichten und die Zielsetzung der weiteren Forschung zu besprechen.

Namhafte internationale Spezialisten, unter anderem aus Japan, Belgien und den Niederlanden, werden über ihre Forschung berichten. Sie untersuchen verschiedene Bewegungssysteme mit dem Ziel, das natürliche Konstruktionsprinzip des Bewegungsapparates in die Technik zu übertragen. Zu ihren Vorträgen am 19. Februar ab 9.30 Uhr (Rosensäle, Fürstengraben 27) sind interessierte Gäste willkommen (Anmeldung per E-Mail an: anja.klaus@uni-jena.de). "Insbesondere Studenten haben damit die Gelegenheit, einen Einblick in das interdisziplinäre Forschungsumfeld zu bekommen", betont Prof. Blickhan.

Der Jenaer Professor für Bewegungswissenschaft erhofft sich durch die zweitägige Veranstaltung eine weitere Stärkung des Forschungsstandorts Jena im Bereich der Entwicklung anthropomorpher Laufmaschinen. "Irgendwann wollen wir Roboter konstruieren, die genauso gut laufen können wie der Mensch."

Kontakt:
Prof. Dr. Reinhard Blickhan
Institut für Sportwissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Seidelstr. 20, 07749 Jena
Tel.: 03641/945700
E-Mail: reinhard.blickhan[at]uni-jena.de

Manuela Heberer | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de
http://www.biomechanik.uni-jena.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen