Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kristallographie verbindet: Von Biotechnologie bis Materialwissenschaft

24.09.2008
Arbeitstreffen der Deutschen Gesellschaft für Kristallographie (DGK) an der TU Dresden

Am 25. und 26. September 2008 steht an der TU Dresden die Zukunft der Kristallographie an deutschen Hochschulen zur Diskussion. Auf einem ausgedehnten Arbeitstreffen werden Wissenschaftler, die in der DGK aktiv und insbesondere auch in der Lehre intensiv engagiert sind, zusammenkommen. Gastgeber des Treffens ist die Nachwuchsgruppe Nanostrukturphysik aus der Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften der TU Dresden.

Der Schwerpunkt der Kristallographie als Wissenschaft von den Gesetzen der Atomanordnung in Materialien, d. h. von deren "Strickmuster", der sogenannten Kristallstruktur, und den für die Nutzung wesentlichen Eigenschaften bildet das Rückgrat einer wichtigen Profilrichtung der deutschen und insbesondere auch sächsischen Forschungslandschaft: der Werkstoffforschung. Dabei hat die Kristallographie die verbindende Funktion einer Querschnittswissenschaft mit starken Bezügen zu Physik, Chemie, Biologie und der Mathematik. Sie erfüllt eine wichtige Scharnierfunktion für diese und viele andere Wissenschaften und weitere Gebiete bauen auf ihr auf. Rasante Entwicklungen in den vergangenen Jahren betrafen unter anderem den Bereich der Biokristallographie, aber auch die theoretische Modellierung von Strukturbildungsprozessen und die Vorhersage wichtiger Eigenschaften kristalliner Materialen mit bestimmter Atomanordnung.

"Die Wahl Dresdens als Tagungsort weist auch darauf hin, dass mit der Technischen Universität als Zentrum in verschiedenen Institutionen kristallographisch orientierte Arbeitsgruppen aktiv sind", ist Prof. Dirk Meyer stolz. "Weitere Durchbrüche auf unserem Forschungsgebiet erwarte ich den nächsten Jahren durch neuartige technische Ausrüstungen, unter anderem durch den Freie-Elektronen-Laser für Röntgenstrahlung, der momentan am Deutschen Elektronen-Synchrotron in Hamburg errichtet wird." Für die Zukunft sagt der Dresdner Forscher deshalb einen höheren Bedarf an in der Kristallographie geschulten Wissenschaftlern und kristallographischer Forscherleistung voraus. Wie die damit verbundenen Aufgaben in Lehre und Forschung auf nationaler Ebene zu lösen sind, soll Schwerpunkt der Dresdner Diskussionen sein.

Die Wissenschaftler wollen ihre Ergebnisse in einem Leitfaden festhalten und darin beschreiben, wie die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche kristallographische Forschung und Lehre an deutschen Universitäten aussehen sollen.

Weitere Informationen:
Jun.-Prof. Dr. Dirk Meyer
Technische Universität Dresden
Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften
Fachrichtung Physik, Institut für Strukturphysik
Nachwuchsgruppe Nanostrukturphysik
01062 Dresden
Tel. 0351 463-37048, -42109
E-Mail: dirk.meyer@physik.tu-dresden.de

Kim-Astrid Magister | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dresden.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Virtuelle Welten: Forschungstrends in der mobilen 3D-Datenerfassung
30.11.2016 | Fraunhofer IPM

nachricht Workshop Biodegradierbare Schichten für Verpackung und Medizin
24.11.2016 | Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Was nach der Befruchtung im Zellkern passiert

06.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Tempo-Daten für das „Navi“ im Kopf

06.12.2016 | Medizin Gesundheit

Patienten-Monitoring in der eigenen Wohnung − Sensorenanzug für Schlaganfallpatienten

06.12.2016 | Medizintechnik