Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Killerkeim oder Serotyp O157:H7? Differenzen zwischen Medien und Wissenschaft sind vermeidbar

07.09.2011
TMF-Workshop am 20. September 2011 in Berlin

(Infektions-)Forscher und Journalisten stellen ihre Anforderungen an die Zusammenarbeit dar. Aus der Analyse der Kommunikation rund um Schweinegrippe und EHEC werden Lehren für die Zukunft gezogen. Kommunikationswissenschaftler und -berater ergänzen die verschiedenen Sichtweisen. Ziel ist, die Basis für die künftige Zusammenarbeit zwischen Medien und Wissenschaft zu stärken.

Wissenschaftler brauchen die Medien, um die Öffentlichkeit und die Politik zu erreichen. Die Öffentlichkeit ist auf Informationen aus der Wissenschaft angewiesen, um Entscheidungen fundiert treffen zu können. Journalisten stehen als Vermittler dazwischen: sie arbeiten die Informationen auf, ordnen sie ein und bewerten sie. Dabei ist es in der Vergangenheit schon oft zu Missverständnissen gekommen, deren Ursachen in der grundverschiedenen Arbeitsweise von Medien und Wissenschaft liegen.

Die Journalisten brauchen – sofort! – Ansprechpartner, die den jeweiligen Sachverhalt allgemeinverständlich auf den Punkt bringen und die es wagen, die aktuelle Lage einzuschätzen. Die Medien stehen untereinander in Konkurrenz und müssen Sachverhalte oftmals zuspitzen, um ihrem Publikum gerecht zu werden. Wissenschaftler dagegen legen Wert auf Genauigkeit und eine ausgewogene Darstellung; sie müssen auf ihre wissenschaftliche Reputation achten. Leicht entstehen wechselseitige Unzufriedenheiten.

In dem Workshop werden (Infektions-)Forscher und Journalisten ihre jeweiligen Anforderungen darstellen. Aus der Analyse der Kommunikation rund um Schweinegrippe und EHEC sollen Lehren für die Zukunft gezogen werden. Kommunikationswissenschaftler und -berater werden die verschiedenen Sichtweisen ergänzen. Ziel ist es, die Basis für die künftige Zusammenarbeit zwischen Medien und Wissenschaft zu stärken.

Zielgruppe sind Wissenschaftler, Wissenschafts- und Nachrichtenjournalisten sowie Wissenschaftskommunikatoren, die an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Medien handeln.

PROGRAMM

10.00 Uhr Begrüßung
Prof. Dr. Stephan Ludwig (FluResearchNet | Universität Münster)
10.15 Uhr Wissenschaftskommunikation im Krisenfall
- H1N1- und EHEC-Krise: Hergang und Lehren für die Kommunikation
Prof. Dr. Reinhardt Burger (Robert-Koch-Institut, Berlin)
- Panikmache oder einfach Journalismus? Schweinegrippe 2009 aus Sicht der Journalismusforschung

Daniel Nölleke (Universität Münster)

11.15 Uhr Kaffeepause

11.30 Uhr Wie Medien ticken
- Printmedien – Wissenschaftsressort
Dr. Christina Berndt (Süddeutsche Zeitung)
- Printmedien – Boulevard (Ressort Leben & Wissen)
Sarah Majorczyk (BILD) [angefragt]
- Magazinjournalismus – TV
Friedrich Kurz (Frontal 21)
13.30 Uhr Mittagspause
14.30 Uhr Wissenschaftler und Medien
- Über die Ambivalenz von Wissenschaftlern im Verhältnis zu den Medien
Prof. Dr. Beatrice Dernbach (Hochschule Bremen)
15.00 Uhr Wie man Risiken vermitteln kann
- Beispiel Impfung: Wahrnehmung von Risiken in der Öffentlichkeit
Dr. Cornelia Betsch (Universität Erfurt)
- Best Practice:Etablierung eines L4-Labors in Marburg
Dr. Markus Eickmann (Universität Marburg)
15.30 Uhr Kaffeepause
16.00 Uhr Handlungsempfehlungen für die Praxis
- Raus aus dem Elfenbeinturm: Dann kapieren es auch Laien
Detlef Untermann (Butterfly Communications, Berlin)
16.30 Uhr Round table
Konkretisierung von Maßnahmen: Diskussion mit Referenten und Publikum
17.30 Uhr Ende
ORGANISATORISCHES
Termin:
20. September 2011
10.00 bis 17.30 Uhr
Ort:
Veranstaltungsräume der TMF
Georgenstraße 22 | 10117 Berlin
Anreise:
Vom Hauptbahnhof mit der S-Bahn eine Station bis zum S-Bahnhof Friedrichstraße. Der Eingang zu den Räumen in der Georgenstraße 22 liegt gleich gegenüber dem Bahnhof.
Leitung:
Prof. Dr. Stephan Ludwig (FluResearchNet)
für die Arbeitsgruppe Zoonosen und Infektionsforschung
Wiebke Lesch (Kompetenznetz Angeborene Herzfehler)
für die Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit
Ansprechpartner:
Geschäftsstelle TMF e.V.
Josefine Güthling (organisatorische Fragen)
Tel.: 030 - 31 01 19 54 | E-Mail: info@tmf-ev.de
Antje Schütt (inhaltliche Fragen)
Tel.: 030 - 31 01 19 56 | E-Mail: antje.schuett@tmf-ev.de
Dr. Ilia Semmler (inhaltliche Fragen)
Tel: 030 - 31 01 19 72 | E-Mail: ilia.semmler@tmf-ev.de
Teilnahme:
Die Teilnahme an dem Workshop ist kostenfrei möglich. Eine Anmeldung ist erforderlich. Sie erfolgt online unter http://www.tmf-ev.de/anmelden.

Antje Schütt | idw
Weitere Informationen:
http://www.tmf-ev.de/anmelden
http://www.tmf-ev.de/Termine/ctl/Details/Mid/785/ItemID/546.aspx

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht GoToMeeting-Integration - Webinare bequem in Lernszenarien einbinden
14.08.2017 | time4you GmbH

nachricht Lean Development - Effizienzsteigerung in der Entwicklung und Konstruktion
11.08.2017 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie