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Keine Zukunft ohne mathematische Methoden

12.09.2012
Workshop zum Thema mathematische Modellierung, Simulation und Optimierung an der TU Berlin und am MATHEON
Um die mathematische Modellierung, Simulation und Optimierung (MSO) als neues Technologiefeld in Forschung und Entwicklung zu verankern, wurde 2011 das Nationale Strategiekomitee KoMSO mit Sitz an der Universität Heidelberg gegründet. Ziel des Komitees ist es, die Innovationskraft des Technologiestandortes Deutschland zu stärken, indem „die bislang unentdeckten oder nur teilweise genutzten Potentiale von MSO erschlossen und sichtbar gemacht werden. Von dem neuen Komitee erhoffen wir uns wesentliche Impulse für die Forschung“, so der KoMSO-Sprecher Prof. Hans-Georg Bock von der Universität Heidelberg.

Hierzu dienen u.a. regelmäßige „Challenge-Workshops“. Der zweite Workshop dieser Art findet nun vom 24. bis 26. September an der TU Berlin statt. Organisiert hat den Kongress Volker Mehrmann, Sprecher des DFG-Forschungszentrums MATHEON und Mathematik-Professor an der TU Berlin, im Rahmen seines Advanced Grant des European Research Council (ERC).

Bereits 2010 haben auf einem „Strategietag Mathematik 2020“ Mathematiker, Natur- und Ingenieurswissenschaftler sowie Informatiker aus Wirtschaft, Interessensverbänden, Hochschulen und Forschungsorganisationen diskutiert, wie das Potenzial der Mathematik besser erschlossen und für die Gesellschaft nutzbar gemacht werden kann. Im Mittelpunkt des Berliner Workshops stehen nun multi-physikalische Anwendungen bei Mehrköpersystemen, elektrischen Schaltkreisen, Bioprozessen, chemischen Technologien, in Thermodynamik und Strömungsmechanik.

In allen diesen Bereichen spielen die Modellierung, Simulation und Optimierung in der industriellen Anwendung eine immer zentralere Rolle. Sei es in der Robotik, der Fahrzeugtechnik, im Maschinenbau, der Luftfahrt, aber auch in der Medizin und der umweltfreundlichen Energieversorgung. „Ohne effiziente mathematische Methoden kommt heute keine moderne Schlüsseltechnologie mehr aus. Wir Mathematiker schaffen die notwendigen Grundlagen für eine hoch technisierte Industrie, die nur so auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig bleibt“, so Prof. Mehrmann.

Auf dem dreitägigen Kongress diskutieren namhafte Wissenschaftler und Industrievertreter, wie die Forschungsergebnisse besser ausgetauscht und schneller in die Anwendung gebracht werden können. „Wir wollen eine gemeinsame Plattform von Entwicklern und Nutzern für diese Anwendungen schaffen“, sagt Prof. Volker Mehrmann.

Das Strategiekomitee KoMSO ist Ansprechpartner für Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in Bezug auf das neue Technologiefeld MSO. Als Zusammenschluss führender Mathematiker setzt sich KoMSO für die nachhaltige Sichtbarkeit und Etablierung von MSO in der modernen Technikgesellschaft ein.

Challenge Workshop MSO-Tools 2012
24. bis 26. September 2012
TU Berlin
Institut für Mathematik
Straße des 17. Juni 136, 10623 Berlin

Weitere Auskünfte erhalten Sie bei Prof. Volker Mehrmann, Tel.: 030 31425736, Email: mehrmann@math.tu-berlin.de

oder bei: KoMSO Koordinationsbüro am Interdisziplinären Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen der Universität Heidelberg (IWR).
Im Neuenheimer Feld 368, 69120 Heidelberg.
Tel.: 06221 54-8886
Fax: 06221 54-8810
Email: komso@iwr.uni-heidelberg.de

Das gesamte Programm finden Sie unter http://www3.math.tu-berlin.de/msotools2012

Rudolf Kellermann | idw
Weitere Informationen:
http://www.matheon.de/
http://www3.math.tu-berlin.de/msotools2012

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