Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationaler Psychologie-Workshop in Leipzig

19.11.2009
Das Psychologische Institut II der Universität Leipzig veranstaltet einen internationalen Workshop anlässlich des 130. Jahrestages der Psychologischen Institute in Leipzig.

Er widmet sich sowohl historischen Aspekten der Psychologie als auch Lern- und Anpassungsstörungen vor allem im Umfeld von Katastrophen.

20. 11. 2009 bis 21.11.2009
Villa Tilmanns
Wächterstraße 30
Wissenschaftler aus Lettland, Spanien, Sri Lanka, Indonesien, dem Sudan und Deutschland treffen sich in Leipzig zu einem psychologischen Workshop, der aus Anlass des 130. Jahrestages der psychologischen Institute in Leipzig historische und vergleichende Aspekte der Psychologie in Europa, den USA, Afrika und Sri Lanka behandelt. Dabei wird ein weiter historischer Bogen vom Beginn der Leipziger Psychologie vor 130 Jahren mit Wilhelm Wundt und Gustav Theodor Fechner über die weltweiten Entwicklungen der Psychologie in Osteuropa, in Entwicklungsländern wie dem Sudan und Sri Lanka bis hin zu themenspezifischen Entwicklungen der psychologischen Messtheorie, der Psycholinguistik, der Pädagogischen - und der Rehabilitationspsychologie geschlagen.

Lern- und Anpassungsstörungen

Der zweite Tag des Workshops widmet sich dem Thema Lern - und Anpassungsstörungen vor allem in den von Naturkatastrophen betroffenen Regionen Indiens, Indonesiens und Sri Lankas. Lernstörungen werden im Kontext ihrer genetischen Disposition am Beispiel der Lese - Rechtschreibstörung und den Möglichkeiten gezielter Interventionen am Beispiel der Aufmerksamkeits-Hyperaktivitätsstörungen sowie der praktischen Diagnostik und des integrativen Unterrichts diskutiert.

Es werden Studien zu den langfristigen, psychischen Auswirkungen von Naturkatastrophen in Entwicklungsländern auf Kinder und Jugendliche am Beispiel des Tsunami in Südostasien sowie der Erdbeben und des Vulkanausbruches auf den Inseln Indonesiens vorgestellt. Die psychosozialen Probleme von traumatisierten Personen in Indonesien, Indien und Sri Lanka, von betroffenen Familien in Indonesien, von Straßenkindern in Sri Lanka werden diskutiert. Dabei legt man besonderen Wert darauf, Hilfsmöglichkeiten in Form von Psychotherapie, Training und Mediatorenausbildung aufzuzeigen. Die Mediatorenausbildung hat vor allem in Entwicklungsländern wie Sri Lanka, in denen es noch keine qualifizierte Psychologenausbildung gibt, einen besonders hohen Stellenwert. Hier wurden Beratungslehrer in psychotherapeutischen Techniken ausgebildet, die dann mit vom Tsunami betroffenen Kindern wesentlich gezielter und wirkungsvoller umgehen konnten. Prof. Dr. Evelin Witruk, Institut für Psychologie II der Universität Leipzig und Veranstalterin des Workshops, betreute dazu das Dissertationsprojekt von Samudra Senarath aus Sri Lanka, das eine groß angelegte Studie in Matara im Süden Sri Lankas initiierte.

"Wir wollen mit diesem Workshop psychologie-historische Aspekte, die vor allem der 130jährigen Geschichte des Leipziger Psychologischen Institutes und unserer 600jährigen Universitätsgeschichte gewidmet sind, mit den aktuellen Erfordernissen angewandter psychologischer Forschung vor allem in den von Naturkatastrophen betroffenen Regionen Südostasiens verbinden", sagt Prof. Witruk. Sie freut sich, für ihren Workshop prominente Referenten gewonnen zu haben, z.B. von der Open University Nawala in Sri Lanka (Doz. Dr. Pakeer Jaufar), von der University of Colombo Sri Lanka (Doz. Dr. Manjula Vithanapathirana und Doz. Dr. Markandu Karunanithy), von der University Jaume I in Castellon, Spanien (Prof. Dr. Juan Carlos Oliver) von der Rigaer Lehrerakademie (Doz. Dr. Guna Svence), von der Humboldt Universität zu Berlin (Prof. Dr. Bodo Krause) sowie von der Universität Leipzig (Prof. Dr.Karen Nieber, Prof. Dr. Wolfgang Loerscher und Prof. em. Dr. Harry Schroeder).

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Evelin Witruk
Institute of Psychology II
University of Leipzig
Educational - and Rehabilitative Psychology
04103 Leipzig, Seeburgstr. 14/20, Germany
Phone:+49-341-9735951
Fax: +49-341-9735955

Dr. Bärbel Adams | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-leipzig.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Wie weggeblasen!
08.12.2016 | Haus der Technik e.V.

nachricht Seminare 2017 HDT Berlin
08.12.2016 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Speicherdauer von Qubits für Quantencomputer weiter verbessert

09.12.2016 | Physik Astronomie