Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Intelligente Roboter kooperieren mit Menschen

07.06.2010
Im Fraunhofer IPK Berlin werden im Rahmen eines Industrieworkshops am 2. Juli 2010 neuartige intelligente Assistenzsysteme zur Anwendung in der Montagetechnikvorgestellt. Die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine steht dabei im Zentrum des Workshops.

Im Rahmen des PISA-Projektes wurden fünf innovative Prototypen entwickelt. Sie werden den gewachsenen Anforderungen in der Produktion hinsichtlich kleinerer Stückzahlen, geringerer Vorlaufzeit und kürzerer Lebenszyklen gerecht und halten den Menschen im Arbeitsprozess. Die neuen Systeme können sowohl in kleinen und mittleren Unternehmen wie auch in großen Produktionsstätten eingesetzt werden.

Zweiarmiger Roboter
Der zweiarmige Roboter (Dual Arm Robot) ist speziell für die Planung, Programmierung und Ausführung zweihändiger Montageprozesse ausgelegt. Er bildet die menschliche Motorik zuverlässig nach, so dass Werker und Roboter in einem flexiblen Montageprozess die Arbeitszeit teilen. Bei hoher Auslastung unterstützt der Roboter die Produktion. Der Roboter steht auf einer mobilen Plattform, auf der verschiedene Arbeiten auf unterschiedlichen Montagearbeitsplätzen ausgeführt werden können.
Roboter auf mobiler Plattform
Der über Batterien versorgte Roboter ist mit zwei Laserscannern ausgestattet. Sie dienen zur Navigation und sichern den Arbeitsbereich des siebenachsigen Manipulators ab. Der Operator positioniert den Manipulator an einer Position, an dem das eingebaute Kamerasystem wichtige Punkte des Arbeitsbereiches erfassen und speichern kann. Dies ermöglicht es dem Roboter, zuvor programmierte Arbeitsabläufe aus unterschiedlichen Positionen auszuführen. Der Bediener kann den Arbeitsplatz verlassen und z. B. Vorbereitungen für den nächsten Arbeitsschritt erledigen. Mensch und Roboter ergänzen sich perfekt: Der Mensch kann spontan in den laufenden Prozess eingreifen und Erfahrungen einbringen, der Roboter arbeitet mit höchster Genauigkeit und ausdauerndem Einsatz.
Kobot
Hierbei handelt es sich um eine Arbeiter-Roboter-Kooperation: KOBOT. Beide teilen sich ein Arbeitsumfeld, in dem der Roboter zur Entlastung des Menschen beiträgt. Durch einen kraftmomentengeführten oder autonomen Bewegungsablauf können Arbeitsvorgänge effektiver gehandhabt und für den Arbeiter vereinfacht werden. Durch die Flexibilität des Roboters sind Einsätze in allen Bereichen der Produktion möglich, mit ihm können Mitarbeiter vor allem in körperlich belastenden Arbeitsgängen unterstützt werden. Die Kreativität und Intelligenz des Menschen wird dabei weiterhin genutzt.
Steuerungs, Planungs- und Wiederverwendbarkeitsprogramme
Um unterschiedlichen Design-, Layout-, Programmierungs- und Steuerungsprogrammen einen einheitlichen Informationsfluss und die Austauschbarkeit von Daten zu ermöglichen, wurden Schnittstellen zu einer Datenbank geschaffen. So sind über diese Datenbank alle für eine Anlagenplanung notwendigen Informationen verfügbar, ohne sie für unterschiedliche Programme aufbereiten zu müssen. Mensch-Maschinen-Kooperationen, der Ausbau von Montagelinien sowie die Wiederverwendbarkeit von bereits vorhandenen Anlagen-Komponenten lassen sich so ermitteln. Parameter wie Wartungszustand und Nutzungsdauer einzelner Maschinen fließen aus der Datenbank in die Entscheidungsfindung einer Wiederverwendbarkeit oder Neuanschaffung ein. Umgebung für Fertigungssteuerung Produktionsabläufe in Fertigungszellen lassen sich mit diesem Programm während eines laufenden Fertigungsprozesses anpassen und simulieren. Wird zum Beispiel der Arbeitsablauf eines Roboters verändert, müssen auch nachfolgende Arbeitsprozesse verändert werden. Ist die Programmierung aller verketteten Komponenten abgeschlossen und die Testsimulation korrekt, können die angepassten Programme sofort in den laufenden Prozess übernommen werden.

Die Vorstellung der neuen Systeme findet am 2. Juli 2010 im Fraunhofer IPK statt. Für die Teilnahme am kostenpflichtigen Workshop ist eine Anmeldung erforderlich. Ein Flyer mit Informationsmaterial und Anmeldeformular steht auf den Internetseiten http://www.ipk.fraunhofer.de/veranstaltungen oder http://www.pisa-ip.org bereit.

Ansprechpartner für weitere Informationen
Volker Katschinski
Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK
Pascalstraße 8-9, 10587 Berlin
Tel.: +49 (0)30 / 39006-327
E-Mail: volker.katschinski@ipk.fraunhofer.de

Steffen Pospischil | idw
Weitere Informationen:
http://www.pisa-ip.org
http://www.ipk.fraunhofer.de/veranstaltungen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Dritter Workshop „Mensch-Roboter-Zusammenarbeit“
12.01.2017 | Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

nachricht Leise und effektiv!
09.01.2017 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie