Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Integrative Medizin als Weg in ein neues Gesundheitssystem

04.07.2012
Medizinstudierende entwickeln Modelle für die Medizin der Zukunft
Die Zeit ist reif für eine erweiterte Perspektive - so sehen es die Medizinstudierenden von der Initiative Medizin mit Herz und Hand. In einem interaktiven Workshop präsentieren sie im Rahmen der diesjährigen Jahresversammlung bei der GLS Bank ihre Antworten auf die aktuellen Probleme des Gesundheitssystems.

Sogenannte „Schulmedizin“ versus Alternativmedizin - immer noch werden beide Ansätze oft als unvereinbare Gegensätze wahrgenommen. Die Teilnehmenden erarbeiten im Workshop die jeweiligen Vor- und Nachteile. Fazit: Unbestritten weist die „Schulmedizin“ große Erfolge auf - vor allem im Akutbereich. Alternativmedizin wird hingegen vor allem im Bereich der chronischen Erkrankungen und der psychosomatischen Medizin von vielen Patienten angewendet. „In der Schulmedizin ist es die optimale apparative Diagnostik, die von den Patienten geschätzt wird. Aber sie möchten auch als Person wahrgenommen werden und an ihrer Genesung aktiv mitarbeiten - das bietet ihnen die Alternativmedizin“, erklärt Yamina Hadjeres, die an der Universität Witten/Herdecke (UW/H) Medizin studiert.

Die Lösung liegt in einer Kombination beider Ansätze. „Die Integrative Medizin sucht und findet Wege, die Vorteile zu vereinen“, sagt Hadjeres. „Ziel ist es, die individuell beste Therapie für den Patienten zu finden und Nebenwirkungen so weit wie möglich zu reduzieren!“ Dabei sind für die Studierenden auch eine fundierte Grundlagenforschung und die wirtschaftliche Tragfähigkeit wichtige Gesichtspunkte.

Der Workshop bei der GLS Bank und insbesondere die Resonanz der Teilnehmenden haben gezeigt, wie hochaktuell das Thema „Integrative Medizin“ zurzeit ist. „Wir möchten mit unserer Arbeit eine Lücke schließen und als Vorbild für eine mögliche universitäre Ausbildung fungieren“, so Hadjeres.

Die Studierenden veranstalten deshalb die Sommerakademie für Integrative Medizin. Das Projekt, das vom 28. Juli bis 4. August auf dem Campus der Uni Witten/Herdecke stattfindet, wird auch von der GLS Treuhand, der stiftungsähnlichen Schwestereinrichtung der GLS Bank, gefördert. Schirmherr der Veranstaltung ist Dr. Tankred Stöbe, Vorstandsvorsitzender bei „Ärzte ohne Grenzen“ und Alumnus der UW/H. Für neue Denkimpulse und Diskussionen haben dieses Jahr unter anderem Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer und Dr. Rudolf Henke, Vorstand Ärztegesellschaft Deutscher Bund und Mitglied im Deutschen Bundestag, zugesagt.

Weitere Fotos zum Herunterladen finden Sie auf der Seite: www.uni-wh.de/universitaet/presse/presse-details/artikel/integrative-medizin-als-weg-in-ein-neues-gesundheitssystem/
Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.medizinmitherzundhand.de
Kontakt: info@medizinmitherzundhand.de
Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.450 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

Jan Vestweber | idw
Weitere Informationen:
http://www.medizinmitherzundhand.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Anwender-Workshops „Laserbearbeitung von Faserverbundwerkstoffen“
20.11.2017 | Laser Zentrum Hannover e.V.

nachricht Forschungsprojekt führt Erkenntnisse der Holzfeuerungsbranche mit Sensorik und Regelung zusammen
17.11.2017 | Deutsches Biomasseforschungszentrum

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

VDI-Expertenforum „Gefährdungsanalyse Trinkwasser"

20.11.2017 | Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Klein aber Fein: Das Designhaus "Frankel" aus England

20.11.2017 | Unternehmensmeldung

Mehr Sicherheit beim Fliegen dank neuer Ultraschall-Prüfsysteme

20.11.2017 | Maschinenbau

Spin-Strom aus Wärme: Neues Material für höhere Effizienz

20.11.2017 | Physik Astronomie