Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovative Dozenten-Weiterbildung mit Pferd als Co-Trainer

13.06.2012
Neue, innovative Wege in der Weiterbildung der Dozenten beschreitet das Zentrum für Hochschuldidaktik (ZHD) der TU Clausthal. Als eine der ersten Einrichtungen seiner Art hat das ZHD einen eintägigen Workshop mit Pferden als Co-Trainer angeboten. Stattgefunden hat das Seminar mit mehreren Teilnehmern auf dem Pferdehof Bettenrode bei Göttingen.

Training mit Pferden, damit sich Lehrende an einer Universität weiterentwickeln? „Das Pferd ist ein Flucht- und Herdentier, das Führung und Sicherheit benötigt“, erklären die ausgebildeten Trainerinnen Sonja Förster und Dr. Stefanie Steinebach. Im Umgang mit den Lehrenden wirken die Tiere wie ein Spiegel, der ihnen sofort ein unverfälschtes Feedback gibt. Auf der Basis von Vertrauen erfassen die Vierbeiner die natürliche Autorität, Authentizität und Zielorientierung ihres Trainingspartners – und reagieren entsprechend darauf. Übungen mit Pferden werden deshalb auch gerne im Rahmen von Management- und Führungsseminaren eingesetzt.

Angst vor dem Reiten braucht dabei niemand zu haben. Es geht in erster Linie um das Führen der Tiere am Halfter mit Strick, Bodenhaftung ist also gewährleistet. Bevor die Übungen beginnen, reflektieren die Clausthaler Dozenten ihre Ausgangsposition: Welche Eigenschaften zeichnen einen guten Lehrenden aus? Wie beeinflusst die innere Haltung oder auch die Körperhaltung als Lehrender die Studierenden? Beim anschließenden Umgang mit den Pferden wird schnell deutlich: „Nur wenn die führende Person selbst ein klares Ziel vor Augen hat und selbstbewusst auftritt, macht das Pferd mit und folgt“, sagt Andrea Hempel. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin betreut den neuen Workshop seitens des Clausthaler Zentrums für Hochschuldidaktik.

Für die Übungen werden die Pferde so ausgewählt, dass Warmblüter und Vollblüter mit verschiedenen Charakterzügen in der Halle oder im Freien zum Einsatz kommen. Am Ende der Trainingseinheiten stellt sich immer die Frage, was lässt sich daraus für die Lehrenden ableiten? So ist beispielsweise wichtig, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, sonst folgen die Studierenden nicht. Nur wenn der Dozent dem Studenten Wertschätzung und Vertrauen entgegenbringt, arbeiten die Studierenden ihrerseits selbstständig und übernehmen Verantwortung. Durch die intensive Interaktion mit den Pferden treten viele zwar bekannte, aber im Lehralltag oft in den Hintergrund gerückte Erkenntnisse nachhaltig hervor. So müssen die Studierenden immer wieder „abgeholt“, motiviert und zur Rückbesinnung auf den Lernstoff animiert werden. Dabei forcieren Lob und konkretes Feedback die Arbeit und Leistung der Zuhörer.

Fazit nach einem innovativen Tag mit Pferden, „Pferdeflüsterern“ und aufschlussreichen Selbsterkenntnissen: „Das Training mit dem Pferd“, sagt Andrea Hempel, „bietet neben Auflockerung und Abwechslung jede Menge Anregung, sich mit dem eigenen Potenzial in Leitung und Lehre gewinnbringend auseinander zu setzen.“

Christian Ernst | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-clausthal.de

Weitere Berichte zu: Co-Trainer Dozenten-Weiterbildung Hochschuldidaktik Pferde Übungen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Weiterbildung zu statistischen Methoden in der Versuchsplanung und -auswertung
06.12.2016 | Haus der Technik e.V.

nachricht CAD – Bemaßung und F + L Tolerierung - aktuelle Normen leicht präsentiert!
05.12.2016 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weiterbildung zu statistischen Methoden in der Versuchsplanung und -auswertung

06.12.2016 | Seminare Workshops

Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen

06.12.2016 | Förderungen Preise

Innovationen für eine nachhaltige Forstwirtschaft

06.12.2016 | Agrar- Forstwissenschaften