Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Industrielle Röntgentechnik als zerstörungsfreies Prüfverfahren für die Qualitätssicherung in der Produktion

18.11.2011
Seminar mit Praktikum: 28. und 29. März 2012 in Fürth

Die Qualitätssicherung ist mittlerweile zu einem unverzichtbaren Bestandteil des industriellen Produktionsprozesses geworden. Im Rahmen von Null-Fehler-Konzepten wird eine 100-Prozent-Inspektion in der Produktion angestrebt. Oft lässt eine reine visuelle Oberflächenprüfung jedoch keine ausreichenden Rückschlüsse auf die Qualität eines Werkstücks zu. Verdeckte Fehlstellen wie Lunker, Poren oder mangelhafte Fügeverbindungen sind äußerlich kaum erkennbar, können sich aber erheblich qualitätsmindernd und sicherheitskritisch auswirken.

Zunehmend an Bedeutung gewinnen daher röntgenbasierte Inspektionsverfahren als leistungsstarkes Werkzeug für die zerstörungsfreie Prüfung. Mithilfe der industriellen Röntgentechnik lassen sich im Materialinneren verborgene Strukturen beliebig komplexer Objekte aus fast allen Werkstoffen mit hoher Genauigkeit erfassen und charakterisieren. Durch das bildgebende Funktionsprinzip können viele bewährte Verfahren der klassischen Bildverarbeitung für eine automatische Fehlererkennung adaptiert werden.

Die Fraunhofer-Allianz Vision startet daher im Jahr 2012 eine neue Seminarreihe, die die industrielle Röntgentechnik zum Thema hat. Das erste Seminar mit dem Programmtitel »Industrielle Röntgentechnik als zerstörungsfreies Prüfverfahren für die Qualitätssicherung in der Produktion« findet am Mittwoch und Donnerstag, 28. März und 29. März 2012 statt. Veranstaltungsort ist das Fraunhofer-Entwicklungszentrum für Röntgentechnik EZRT in Fürth. Anmeldungen zu diesem Seminar per E-Mail unter vision@fraunhofer.de oder im Fraunhofer Vision-Web-Shop unter http://www.vision.fraunhofer.de/webshop.

Weitere Infos

Wie alle »Seminare mit Praktikum« der Fraunhofer-Allianz Vision ist auch das »Röntgen-Seminar« zweitägig aufgebaut und setzt sich aus Theorie und Praxis zusammen. Im ersten Teil werden theoretische Grundlagen und Methoden der industriellen Röntgentechnik erläutert und die Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Verfahren dargestellt: Bildgebung mit Röntgen, Kameratechnik, Röntgen-Verfahren (Radioskopie, Laminographie, Computertomographie), Simulation und Datenauswertung, Richtlinien und Normen. Im Praxisteil werden realisierte Anwendungen vorgestellt und Hinweise zu den Aspekten Strahlenschutz und Sicherheit gegeben. Danach stehen dann in Form eines »Praktikums« unterschiedliche Systeme zur Verfügung, an denen in kleinen Gruppen persönliche Erfahrungen gewonnen werden können. Die Teilnehmer können hierfür auch eigene Proben zur Untersuchung einreichen.

Zielsetzung des Seminars

Die Teilnehmer erhalten einen umfassenden Einblick in die industrielle Röntgentechnik und damit eine realistische Vorstellung bezüglich der Anwendungsmöglichkeiten der Röntgentechnik im Hinblick auf die Bewältigung eigener Prüfaufgaben. Die neuen Erkenntnisse können dann als Grundlage für eine Investitionsplanung im eigenen Haus dienen.


Mögliche Einsatzbereiche röntgenbasierter Inspektionsverfahren
 Erkennung von Defekten im Materialinneren wie Lunker, Risse, Fehlstellen, Fremdkörper z.B. bei Bauteilen aus Guss, Metall, Keramik, Kunststoff oder Holz sowie bei Leichtbaukomponenten

 Schichtweise Untersuchung großer flächiger Bauteile z. B. Materialien aus CFK oder GFK aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Windkraft, Photovoltaik, Automobilbau oder aus dem Bereich Elektronik (elektronische Flachbaugruppen, Leiterplatten)

 3-D-Volumenrekonstruktion mit allen innenliegenden Strukturen, Visualisierung der Geometrie und Lagebestimmung von Defekten z. B. für Faserverbundwerkstoffe oder Faserverbünde (Charakterisierung, Faserverteilung und Ausrichtung)

 Computertomographie als Messmittel: dimensionelles Messen als Alternative zur klassischen Koordinatenmesstechnik und für Rapid Prototyping und Reverse Engineering

 Quantitative Computertomographie als Messinstrument für physikalische Materialeigenschaften, z.B. zur Ermittlung der räumlichen Verteilung der physikalischen Dichte oder zur Gewichtsbestimmung unzugänglicher Objektbestandteile

Organisatorische Daten:

Titel: Industrielle Röntgentechnik als zerstörungsfreies Prüfverfahren für die Qualitätssicherung in der Produktion
Datum: Mittwoch, 28. März 2012, 9:00 - 17:30 Uhr
Donnerstag, 29. März 2012, 9:00 - 16:00 Uhr
Ort: Fraunhofer-Entwicklungszentrum für Röntgentechnik EZRT
Dr.-Mack-Straße 81, 90762 Fürth
Gebühr: 1.180 EUR
Internet: http://www.vision.fraunhofer.de/de/events/167.html
Seminare mit Praktikum der Fraunhofer-Allianz Vision
Oft ist es nicht leicht zu entscheiden, ob eine neue Technik bereits für eigene Anwendungen geeignet ist. Die zweitägigen Fraunhofer Vision-Seminare mit Praktikum können hier zur Klärung beitragen. Derzeit bestehen 3 Seminarreihen zu den Themen Optische 3-D-Messtechnik, Wärmefluss-Thermographie und Inspektion und Charakterisierung von Oberflächen. Durch das neue Seminar zur Röntgentechnik wir dieses Spektrum um eine weitere praxisrelevante Technologie ergänzt.
Anmeldung/weitere Infos:
Fraunhofer-Allianz Vision
Dipl.-Pol. Ulrike Persch
Am Wolfsmantel 33
91058 Erlangen
Telefon +49 9131 776-5800
Fax +49 9131 776-5899
vision@fraunhofer.de
www.vision.fraunhofer.de
Pressekontakt:
Fraunhofer-Allianz Vision
Regina Fischer M. A.
Am Wolfsmantel 33
91058 Erlangen
Telefon +49 9131 776-5830
Fax +49 9131 776-5899
vision@fraunhofer.de
www.vision.fraunhofer.de

Regina Fischer | Fraunhofer-Allianz Vision
Weitere Informationen:
http://www.vision.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Auf die richtige Behandlung kommt es an
19.01.2017 | Haus der Technik e.V.

nachricht Grundlagen der Akustik, Virtuelle Akustik, Lärmminderung, Fahrzeugakustik, Psychoakustik, Produkt Sound Design und Messtechnik
19.01.2017 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie