Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie Hochschulen beim Abfall Geld sparen können

01.07.2011
Abfall kostet nicht nur Geld, sondern kann durch eine getrennte und gut organisierte Sammlung auch Erlöse erzielen.

Dies verdeutlichte das mittlerweile 12. gemeinsame Praxisseminar der TU Clausthal und der HIS Hochschul-Informations-System GmbH zur „Abfallentsorgung an Hochschulen“.

Vom 20. bis 22. Juni 2011 tauschten sich etwa 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen an der TU Clausthal über ihre Erfahrungen mit der Abfallentsorgung aus.

In Altpapier, Elektronik-Schrott und Tonerkartuschen steckt Geld. Diese Abfallarten ermöglichen häufig eine Vermarktung. Relevant für den Vermarktungsgrad sind allerdings die Menge (z. B. Altpapier in Papierpressen) und die Trennqualität bei E-Schrott und Tonerkartuschen. Auch durch eine Neuausschreibung von Entsorgungen können Hochschulen Kosten senken.

Hat die gesetzlich geforderte elektronische Nachweisführung wie erhofft den bürokratischen Aufwand für die Abfallentsorgung gesenkt? Aktuell sind diese Vorteile nur bedingt erkennbar. In ihrem Vortrag erläuterte Dr. Magdalena Schaefer von der Georg-August-Universität Göttingen, dass in der Praxis einige Gefahren lauern können, insbesondere bei der Frage nach Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten sowie bei personalrechtlichen Forderungen. Schaefer illustrierte dies am Beispiel der Bauabfälle, die an Hochschulen zwar unregelmäßig auftreten, aufgrund ihrer Gewichtsrelevanz jedoch in den Geltungsbereich fallen können.

Ein weiterer viel diskutierter Punkt stellte die Überlassungspflicht für Restmüll dar: Die Überlassungspflicht besagt, dass eine Kommune jene Abfälle entsorgt, die nicht mehr verwertbar sind, und hierfür Gebühren festlegt. Einige Einrichtungen streben hier nach Veränderungen und einer kostengünstigeren Entsorgung über private Anbieter.

Wie können Hochschulen mit Abfällen umgehen, die unerlaubterweise immer wieder in ihren Abfallbehältern landen, dem sogenannten Fremdeintrag? Die Universität des Saarlandes hat einen präventiven Ansatz entwickelt, indem sie an den Sammelstellen fast vollständig auf spezielle Container verzichtet. Stattdessen wird der getrennte Müll zentral gesammelt und täglich zu einem Wertstoffhof gebracht. So konnte die Hochschule die Entsorgungskosten für fremde Abfälle deutlich senken.

Die TU Clausthal und die HIS GmbH veranstalten das Seminar zur „Abfallentsorgung in Hochschulen" im zweijährigen Turnus.

Die Veranstaltungsunterlagen des 12. Praxisseminars stehen zum Download bereit unter http://www.his.de/publikation/seminar/Praxisseminar_Abfallentsorgung_062011.

Nähere Auskünfte:
Joachim Müller
Tel.: 0511 1220-435
E-Mail: j.mueller@his.de
Urte Ketelhön
Tel.: 0511 1220-274
Email: ketelhoen@his.de
Pressekontakt:
Theo Hafner
Tel.: 0511 1220-290
E-Mail: hafner@his.de
Astrid Richter
Tel.: 0511 1220-382
E-Mail: a.richter@his.de

Theo Hafner | idw
Weitere Informationen:
http://www.his.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Internationaler Workshop am Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme - April 2018
12.04.2018 | Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme

nachricht HDT - Seminare zur Persönlichkeitsentwicklung – Softskills für Ingenieure und Techniker
06.04.2018 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gammastrahlungsblitze aus Plasmafäden

Neuartige hocheffiziente und brillante Quelle für Gammastrahlung: Anhand von Modellrechnungen haben Physiker des Heidelberger MPI für Kernphysik eine neue Methode für eine effiziente und brillante Gammastrahlungsquelle vorgeschlagen. Ein gigantischer Gammastrahlungsblitz wird hier durch die Wechselwirkung eines dichten ultra-relativistischen Elektronenstrahls mit einem dünnen leitenden Festkörper erzeugt. Die reichliche Produktion energetischer Gammastrahlen beruht auf der Aufspaltung des Elektronenstrahls in einzelne Filamente, während dieser den Festkörper durchquert. Die erreichbare Energie und Intensität der Gammastrahlung eröffnet neue und fundamentale Experimente in der Kernphysik.

Die typische Wellenlänge des Lichtes, die mit einem Objekt des Mikrokosmos wechselwirkt, ist umso kürzer, je kleiner dieses Objekt ist. Für Atome reicht dies...

Im Focus: Gamma-ray flashes from plasma filaments

Novel highly efficient and brilliant gamma-ray source: Based on model calculations, physicists of the Max PIanck Institute for Nuclear Physics in Heidelberg propose a novel method for an efficient high-brilliance gamma-ray source. A giant collimated gamma-ray pulse is generated from the interaction of a dense ultra-relativistic electron beam with a thin solid conductor. Energetic gamma-rays are copiously produced as the electron beam splits into filaments while propagating across the conductor. The resulting gamma-ray energy and flux enable novel experiments in nuclear and fundamental physics.

The typical wavelength of light interacting with an object of the microcosm scales with the size of this object. For atoms, this ranges from visible light to...

Im Focus: Wie schwingt ein Molekül, wenn es berührt wird?

Physiker aus Regensburg, Kanazawa und Kalmar untersuchen Einfluss eines äußeren Kraftfeldes

Physiker der Universität Regensburg (Deutschland), der Kanazawa University (Japan) und der Linnaeus University in Kalmar (Schweden) haben den Einfluss eines...

Im Focus: Basler Forschern gelingt die Züchtung von Knorpel aus Stammzellen

Aus Stammzellen aus dem Knochenmark von Erwachsenen lassen sich stabile Gelenkknorpel herstellen. Diese Zellen können so gesteuert werden, dass sie molekulare Prozesse der embryonalen Entwicklung des Knorpelgewebes durchlaufen, wie Forschende des Departements Biomedizin von Universität und Universitätsspital Basel im Fachmagazin PNAS berichten.

Bestimmte mesenchymale Stamm-/Stromazellen aus dem Knochenmark von Erwachsenen gelten als äusserst viel versprechend für die Regeneration von Skelettgewebe....

Im Focus: Basel researchers succeed in cultivating cartilage from stem cells

Stable joint cartilage can be produced from adult stem cells originating from bone marrow. This is made possible by inducing specific molecular processes occurring during embryonic cartilage formation, as researchers from the University and University Hospital of Basel report in the scientific journal PNAS.

Certain mesenchymal stem/stromal cells from the bone marrow of adults are considered extremely promising for skeletal tissue regeneration. These adult stem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

Stralsunder IT-Sicherheitskonferenz im Mai zum 7. Mal an der Hochschule Stralsund

12.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Aus dem Labor auf die Schiene: Forscher des HI-ERN planen Wasserstoffzüge mit LOHC-Technologie

19.04.2018 | Verkehr Logistik

Neuer Wirkmechanismus von Tumortherapeutikum entdeckt

19.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics