Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forscherin der Saar-Uni organisiert internationalen Workshop zum Gehirntraining in Berlin

02.10.2012
Wie kann man die Gedächtnisleistung steigern? Wie verändern sich Denkprozesse im Laufe der Jahre? Wie wirkt sich Sport auf kognitive Fähigkeiten aus? Wie verändert sich das Gedächtnis im Krankheitsfall?
Das sind nur einige der Fragestellungen, mit denen sich Forscher der Kognitions- und Neurowissenschaften beschäftigen. Um sich über den aktuellen Stand der Trainingsforschung auszutauschen, kommen über 70 Wissenschaftler aus Europa und den USA vom 11. bis 13. Oktober zum Workshop „New directions in brain training“ in Berlin zusammen.

Organisiert wird das Treffen von Julia Karbach, die seit einem Jahr als Juniorprofessorin für Pädagogische Psychologie an der Universität des Saarlandes tätig ist, in Kooperation mit zwei Berliner Kollegen.

„Die kognitive Trainingsforschung ist ein breit aufgestelltes Forschungsfeld“, erklärt Julia Karbach, die die Tagung zusammen mit ihren Kollegen Tilo Strobach und Professor Torsten Schubert von der Humboldt Universität in Berlin organisiert. Daher werden beim Workshop die unterschiedlichsten Themen diskutiert, zum Beispiel, welche neuronalen Mechanismen Trainingseffekten zugrunde liegen oder wie Videospiele die Wahrnehmung beeinflussen. Zudem werden renommierte Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse vorstellen.
So wird unter anderem Arthur Kramer von der Universität Illinois über die Zusammenhänge zwischen Gedächtnisleistung und Bewegung referieren. Torkel Klingberg vom Karolinska-Institut in Stockholm wird bei dem Treffen darüber sprechen, wie man das Arbeitsgedächtnis gezielt trainieren kann. Neben anerkannten Wissenschaftlern werden auch Nachwuchsforscherinnen und -forscher die Möglichkeit haben, ihre Arbeiten zu präsentieren. Dabei übernimmt die Volkswagenstiftung die Reisekosten für 15 junge Wissenschaftler.

Karbach, die seit einem Jahr eine Juniorprofessur an der Universität des Saarlandes inne hat, beschäftigt sich in ihrer Forschung hauptsächlich mit Gedächtnisfunktionen und mit der Fähigkeit, zielgerichtete Handlungen zu planen und zu kontrollieren. So untersucht sie zum Beispiel, wie und ob gezieltes Gedächtnistraining die schulischen Leistungen bei Grundschulkindern in Mathematik und Deutsch verbessert.
„Hier scheint es so zu sein, dass sich mit dem Training die Lesefähigkeit verbessert“, erklärt die Wissenschaftlerin. „Allerdings konnten wir nicht feststellen, dass sich gleichzeitig auch die Leistungen in Mathematik verbessern.“ Ebenso geht Karbach der Frage nach, wie sich kognitive Funktionen über die Lebensspanne hinweg entwickeln – wann also bestimmte Fähigkeiten, wie die Kontrolle über das eigene Handeln erstmals nachzuweisen sind und wie lange sie erhalten bleiben. „Kinder im Grundschulalter lernen, nicht einfach unaufgefordert im Unterricht zu sprechen, sondern sich zu melden, wenn sie etwas sagen möchten“, erläutert Karbach. „Kindergartenkinder haben damit oft noch Probleme, weil sich dieser Bereich ihrer Handlungskontrolle noch entwickelt.“

Weitere Informationen zu dem Workshop gibt es unter: www.braintraining2012.de

Fragen beantwortet:
Juniorprofessorin Dr. Julia Karbach
Fachrichtung Bildungswissenschaften
Tel.: 0681 302 3875
E-Mail: j.karbach@mx.uni-saarland.de

Saar - Uni - Presseteam | idw
Weitere Informationen:
http://www.braintraining2012.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Internationaler Workshop zu Künstlicher Intelligenz in der Quantenphysik
13.06.2018 | Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme

nachricht Internationaler Workshop zu CIGS-Dünnschicht-Solarmodulen am 18. Juni 2018 in Stuttgart
07.05.2018 | Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: AchemAsia 2019 in Shanghai

Die AchemAsia geht in ihr viertes Jahrzehnt und bricht auf zu neuen Ufern: Das International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production findet vom 21. bis 23. Mai 2019 in Shanghai, China statt. Gleichzeitig erhält die Veranstaltung ein aktuelles Profil: Die elfte Ausgabe fokussiert auf Themen, die für Chinas Prozessindustrie besonders relevant sind, und legt den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Innovation.

1989 wurde die AchemAsia als Spin-Off der ACHEMA ins Leben gerufen, um die Bedürfnisse der sich damals noch entwickelnden Iindustrie in China zu erfüllen. Seit...

Im Focus: AchemAsia 2019 will take place in Shanghai

Moving into its fourth decade, AchemAsia is setting out for new horizons: The International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production will take place from 21-23 May 2019 in Shanghai, China. With an updated event profile, the eleventh edition focusses on topics that are especially relevant for the Chinese process industry, putting a strong emphasis on sustainability and innovation.

Founded in 1989 as a spin-off of ACHEMA to cater to the needs of China’s then developing industry, AchemAsia has since grown into a platform where the latest...

Im Focus: Li-Fi erstmals für das industrielle Internet der Dinge getestet

Mit einer Abschlusspräsentation im BMW Werk München wurde das BMBF-geförderte Projekt OWICELLS erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurde eine Li-Fi Kommunikation zu einem mobilen Roboter in einer 5x5m² Fertigungszelle demonstriert, der produktionsübliche Vorgänge durchführt (Teile schweißen, umlegen und prüfen). Die robuste, optische Drahtlosübertragung beruht auf räumlicher Diversität, d.h. Daten werden von mehreren LEDs und mehreren Photodioden gleichzeitig gesendet und empfangen. Das System kann Daten mit mehr als 100 Mbit/s und fünf Millisekunden Latenz übertragen.

Moderne Produktionstechniken in der Automobilindustrie müssen flexibler werden, um sich an individuelle Kundenwünsche anpassen zu können. Forscher untersuchen...

Im Focus: First real-time test of Li-Fi utilization for the industrial Internet of Things

The BMBF-funded OWICELLS project was successfully completed with a final presentation at the BMW plant in Munich. The presentation demonstrated a Li-Fi communication with a mobile robot, while the robot carried out usual production processes (welding, moving and testing parts) in a 5x5m² production cell. The robust, optical wireless transmission is based on spatial diversity; in other words, data is sent and received simultaneously by several LEDs and several photodiodes. The system can transmit data at more than 100 Mbit/s and five milliseconds latency.

Modern production technologies in the automobile industry must become more flexible in order to fulfil individual customer requirements.

Im Focus: ALMA entdeckt Trio von Baby-Planeten rund um neugeborenen Stern

Neuartige Technik, um die jüngsten Planeten in unserer Galaxis zu finden

Zwei unabhängige Astronomenteams haben mit ALMA überzeugende Belege dafür gefunden, dass sich drei junge Planeten im Orbit um den Säuglingsstern HD 163296...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz – Schafft der Mensch seine Arbeit ab?

15.06.2018 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Asteroidenforschung in Garching

13.06.2018 | Veranstaltungen

Meteoriteneinschläge und Spektralfarben: HITS bei Explore Science 2018

11.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

EMAG auf der AMB: Hochproduktive Lösungen für die vernetzte Automotive-Produktion

15.06.2018 | Messenachrichten

AchemAsia 2019 in Shanghai

15.06.2018 | Messenachrichten

Dem Fettfinger zu Leibe rücken: Neuer Nanolack soll Antifingerprint-Oberflächen schaffen

15.06.2018 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics