Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Flüssige Demokratie – flüchtige Bürger?

21.06.2012
Workshop zur politischen Diskussionskultur im Netz am Montag 9. Juli in der Universität Witten/Herdecke

Neue digitale Kommunikationsmöglichkeiten verändern auch die Politik. Das gilt gewiss nicht nur für Wahlkämpfe, sondern auch für die demokratische Kommunikation in Parteien und zwischen Bürgern. – Der Workshop untersucht zwei Modelle politischer Diskussion im Internet.

Der erste Teil des Workshops beschäftigt sich mit der vormaligen (2006-2011) Diskussionsplattform der Aktion Mensch: DieGesellschafter.de. Eine Forschungsgruppe stellt die "Hypothese der strukturellen Unverbindlichkeit" vor: Die erstaunliche Unverbindlichkeit von vielen Netzdiskussionen geht teils auf Eigenschaften des Mediums selbst zurück, teils auf die Software und die Gestaltung der Netz-Seiten, die bei den Nutzern bestimmte Verhaltensweisen fördern (z.B. Pseudonyme statt Klarnamen) und andere erschweren (z.B. sachliches Argumentieren).

Der zweite Teil diskutiert die demokratietheoretischen Hoffnungen und Konsequenzen von Liquid Democracy – einer derzeit am deutlichsten innerhalb der Piratenpartei propagierten Erneuerung demokratischer Kommunikation, die die Vorteile "direkter" Demokratie und die Vorteile "repräsentativer" Demokratie vereinigen soll. – Das praktische Bezugsproblem des Workshops ist die Förderung der demokratischen Diskussion unter der normativen Annahme, dass demokratische Politik besser wird, wenn sie deliberativer wird.

10:00 Begrüßung und Einleitung

10:15-11:15 Deliberative Demokratie - Zwischen Konzeptualismus und diskursivem Design. [Matthias Kettner]

11:30-12:30 Alte und neue netzbasierte Kommunikationsgemeinschaften - Rekonstruktionen und Typologien. [Lisa Schiller | Christoph Bieber, Sven Grundmann]

12:30-13:30 Mittagspause

13:30-15:30 Die Gesellschafter.de - Strukturelle Unverbindlichkeit. [Thomas Loer, Mariam Witt de Albuquerque, Inna Hirsch]
Paradoxien der Moderation radikaler Meinungsfreiheit [Matthias Kettner, Christian Scheifl]

16:00-18:00 Liquid Democracy - Republikanische Utopie, technokratische Ideologie (oder etwas ganz anderes)?

[Sebastian Jabbusch: Gelungene und misslungene liquid Democracy in der Piratenpartei |[Frieder Vogelmann: Verflüssigen und Kanalisieren. Wann verschwimmt die Demokratie?|[Janosch Dahmen: Bündnis90/DieGrünen - Kommentar|[Frederik Wegener: liquid democracy e.V. - Kommentar]

Veranstalter: Prof. Dr. Matthias Kettner, PD Dr. Thomas Loer, Forschungsgruppe Politische Diskussion im Netz
Anmeldungen und Rückfragen über Linda Bischoff (Sekretariat), Tel: 02302 926-816 oder Linda.Bischoff@uni-wh.de

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.450 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

Kay Gropp | Universität Witten/Herdecke
Weitere Informationen:
http://www.uni-wh.de

Weitere Berichte zu: Democracy Flüssig Forschungsgruppe Liquid Piratenpartei Unverbindlichkeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Workshop »Emissionsarme Bauprodukte und Wohngesundheit«
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung WKI

nachricht Nachwuchswissenschaftler blicken in die Quantenwelt
28.03.2017 | Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE