Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Flammschutz bei Biokunststoffen

05.10.2016

Biokunststoffe sollen vermehrt in technischen Anwendungen eingesetzt werden. Damit einher geht ein entsprechender Flammschutz – das Thema des Workshops »UMSICHT: Zur Sache! – Umweltfreundliche Flammschutzlösungen«. Die Veranstaltung findet am 3. November 2016 bei Fraunhofer UMSICHT in Oberhausen statt und bietet neben interessanten Fachvorträgen die Möglichkeit zum Informationsaustausch mit Experten auf diesem Gebiet.

Bei der Werkstoffauswahl für neue Produkte steht neben den rein technischen Eigenschaften zunehmend auch der Beitrag des Materials zur Nachhaltigkeit im Vordergrund. »Biokunststoffe bieten eine Alternative zu den herkömmlich verwendeten Materialien,« so Dr. Stephan Kabasci, Leiter der Abteilung Biobasierte Kunststoffe bei Fraunhofer UMSICHT.


Umweltfreundliche Flammschutzlösungen – nicht nur für Biokunststoffe.

© Foto Fraunhofer UMSICHT

Wurden sie bisher vorrangig in kurzlebigen Produkten wie z.B. Verpackungen eingesetzt, wird angestrebt, Biokunststoffe vermehrt auch in technischen Anwendungen zu etablieren. Hierzu zählen z. B. Kunststoffgehäuse für die unterschiedlichsten Anwendungen oder Dämmplatten für den Bau. Neben den klassischen Anforderungen an mechanische Festigkeit oder Verarbeitbarkeit ist für viele technische Anwendungen der Flammschutz von zentraler Bedeutung.

Flammschutzmittel unterliegen aufgrund immer schärferer Umweltauflagen, Selbstverpflichtungen einschlägiger Branchen und verstärktem Öko-Labeling von Produkten veränderten Marktbedingungen und Anforderungen. Viele der bisher verwendeten Mittel sind bereits oder werden in naher Zukunft aufgrund ihrer Toxizität, Persistenz und ihres Akkumulationspotenzials verboten. Für viele konventionelle Kunststoffe existieren nachhaltige Flammschutzalternativen. »Für Biokunststoffe jedoch ist die Verfügbarkeit geeigneter Flammschutzlösungen besonders aus ökologischer Sicht bisher begrenzt«, erklärt Dr. Kabasci.

Experten berichten aus der Praxis

Der Workshop »UMSICHT: Zur Sache! – Umweltfreundliche Flammschutzlösungen« gibt einen Überblick über die Anforderungen an moderne Flammschutzmittel und flammgeschützte Produkte sowie aktuelle Trends im Bereich der Flammschutzmittelentwicklung. Zudem berichten Experten über ihre Erfahrungen mit halogenfreien, nicht toxischen Flammschutzmittelalternativen und deren Einsatz in Kunststoffen und Biokunststoffen. Die anschließenden Diskussionen und die Kaffeepause laden zum Informationsaustausch zwischen Referenten und Besuchern ein.

Die Reihe

Die Referenten von »UMSICHT: Zur Sache!« erläutern wissenschaftlich-technische Sachverhalte verständlich, stellen die Produkte angewandter Forschung und Entwicklung zur industriellen Nutzung vor, wagen Prognosen für Zukunftsmärkte und reden über die praktische Umsetzung. Die Reihe findet mehrmals im Jahr, immer donnerstags bei Fraunhofer UMSICHT in Oberhausen statt und richtet sich an Personen aus den Bereichen Geschäftsführung, Betriebsleitung und Medien, an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Forschung und Entwicklung sowie an fachlich Interessierte. Studierende, Absolventinnen und Absolventen entsprechender Fachrichtungen sind gern willkommen.

Weitere Informationen:

http://www.umsicht.fraunhofer.de/de/messen-veranstaltungen/2016/flammschutz-biok...

Dipl.-Chem. Iris Kumpmann | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Virtuelle Welten: Forschungstrends in der mobilen 3D-Datenerfassung
30.11.2016 | Fraunhofer IPM

nachricht Workshop Biodegradierbare Schichten für Verpackung und Medizin
24.11.2016 | Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie