Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fazit der Pilotphase – Qualifizierung für Schulleiterinnen und Schulleiter hat sich bewährt

22.06.2017

Das Hessische Kultusministerium zieht ein positives Fazit bei der Qualifizierung von Schulleiterinnen und Schulleiter. Zu diesem Ergebnis kommt das HKM zum Abschluss der Pilotphase, die in Kooperation mit der Heraeus Bildungsstiftung mit 32 Lehrkräften stattfand.

Rund ein Jahr nach dem Startschuss der Pilotphase zur neuen Qualifizierung für Schulleiterinnen und Schulleiter in Hessen (QSH) hat Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz heute in Wiesbaden ein überaus positives Fazit gezogen.

„Die Anforderungen an Schulleiterinnen und Schulleiter haben sich in den vergangenen Jahren signifikant verändert. Aus diesem Grund wurde vielerorts der Wunsch an uns herangetragen, Lehrkräfte bereits vor der Übernahme dieses verantwortungsvollen Amtes noch besser vorzubereiten und zu fördern“, erklärte der Kultusminister und ergänzte:

„Daher freue ich mich sehr, dass unser Pilotprojekt zur Qualifizierung für Schulleiterinnen und Schulleiter bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern so gut angenommen wurde, dass wir uns entschlossen haben, dieses zum kommenden Schuljahr ganz regulär zu etablieren und zukünftig alle neuen Kandidatinnen und Kandidaten für das höchste Amt in einer Schule auf diese Art und Weise zu qualifizieren. Damit läuten wir eine neue Ära der Schulleiter-Qualifizierung ein.“

An der Pilotphase, die sich an Schulleiterqualifizierungen anderer Bundesländer orientierte und eine konsequentere und systematischere Personalentwicklung in den Mittelpunkt stellte, nahmen 32 Lehrkräfte, die aus insgesamt 120 Bewerbungen ausgewählt wurden, teil. Kooperationspartner der Hessischen Lehrkräfteakademie war dabei die Heraeus-Bildungsstiftung.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen alle aus dem sogenannten „Kooperationsverbund Mitte“, zu dem die Staatlichen Schulämter Marburg-Biedenkopf, Gießen/Vogelsberg, Hochtaunus/Wetterau und Lahn-Dill/Limburg-Weilburg gehören. Die Gruppe bestand je zur Hälfte aus Frauen und Männern und umfasste alle Schulformen und Bildungsgänge.

Verbindliche und kompetenzbezogene Qualifizierung

Begleitend zur Pilotphase wurde eine externe Evaluation durchgeführt, mit dem Ergebnis, dass sich das Grundkonzept in der Form einer verbindlichen und kompetenzbezogenen Qualifizierung für angehende Schulleiterinnen bzw. Schulleiter als tragfähig erwiesen hat und in Zukunft einen erkennbaren Beitrag zu einer guten Schulentwicklung in Hessen leisten wird.

„Unser Ziel war und ist es, ein transparentes und rechtssicheres Programmangebot zu schaffen, das persönliche, soziale, kommunikative und fachliche Kompetenzen miteinander kombiniert. Die Rückmeldung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und die Ergebnisse der Evaluation bestätigen, dass uns dies sehr gut gelungen ist“, so der Kultusminister.

Als Ergebnis der Evaluation soll es zukünftig eine feste Kontaktperson für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die gesamte Reihe hinweg, ein Qualitätssicherungssystem sowie eine begleitende Evaluation für die nächsten drei Jahre der hessenweiten Einführung geben. Auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich von der neuen Qualifizierung überzeugt:

„Es ist auf jeden Fall sinnvoll, sich vor Amtsübernahme gut vorzubereiten, um zu wissen, auf was man sich einlässt Wir haben mit der Qualifizierung gute Erfahrungen gemacht und können sagen, dass wir immer noch ‚Lust auf Leitung‘ haben“, so Elvira Rauschenberg und Malte Luther.

Das im Verlauf der Evaluation bereits überarbeitete Programm besteht nun aus einem Reflexionstag, fünf Modulen (Kommunikation und Leitung, Unterrichtswirksame Führung, Schulbudget, Schulrecht, Qualität und Veränderungsprozesse) sowie einem fiktiven Fallszenario unter dem Motto „Die ersten 100 Tage an einer neuen Schule“.

Die Dauer beträgt insgesamt rund ein Jahr und endet mit einer Abschlussveranstaltung und der Zertifikatsübergabe. Die Teilnahme an einem anschließenden Eignungsfeststellungsverfahren (3-tägiges Assessmentcenter) im Vorfeld einer Stellenbewerbung dient schließlich der Überprüfung der in der Qualifizierung entwickelten Kompetenzen.

Hessenweite Einführung zum kommenden Schuljahr – verbindliche Voraussetzung für eine Bewerbung in den nächsten fünf Jahren

Neben der Pilotphase und der externen Evaluation diente als Vorbereitung auf die zum kommenden Schuljahr vorgesehene hessenweite Einführung auch ein intensiver Austausch mit allen bereits aktiven Schulleiterinnen und Schulleitern. Darüber hinaus zeigte das Feedback aus acht Veranstaltungen unter dem Motto „Lust auf Leitung“, in denen über 500 interessierte Lehrkräfte ihr Interesse an einer zukünftigen Teilnahme bekundet haben, zeigte, dass das neue Programm großen Anklang findet.

„Daher haben wir uns entschieden, jedes Jahr mehr als 250 Lehrerinnen und Lehrern die Chance zu geben, sich als zukünftige Schulleiterinnen und Schulleiter zu qualifizieren – bei einem jährlichen Bedarf von rund 150 neuen Schulleitungen eine Zahl, auf die ich durchaus stolz bin. Wir qualifizieren damit nicht nur besser, sondern sorgen auch dafür, dass uns im Rahmen der Schulleiterstellenbesetzungsverfahren eine große Auswahl an qualifizierten Bewerberinnen und Bewerbern zur Verfügung steht“, erklärte Lorz abschließend.

Mittelfristig ist zudem vorgesehen, die Qualifizierung für neu ins Amt gekommene und berufsbegleitend für langjährige Schulleiterinnen und Schulleiter auszuweiten und auch an dieser Stelle für eine noch bessere und qualitativ hochwertigere begleitende Unterstützung zu sorgen.

Die Geschäftsführerin der Heraeus Bildungsstiftung, Astrid Schulte, freut sich über die Entscheidung des HKM: „Seit über 15 Jahren liegt der Fokus unserer Stiftungsarbeit in der Fortbildung von Schulleitungen und Lehrkräften. Wir kennen die sich stetig ändernden Anforderungen, die von Schulleitungen erwartet werden und nehmen diese Themen in unseren Seminaren auf.“

Kontakt:

Claudia Hill
Heraeus Bildungsstiftung
Kurt-Blaum-Platz 2
63450 Hanau
Tel. 06181 428938-33 / claudia.hill@heraeus-bildungsstiftung.de

Über die Heraeus Bildungsstiftung:

Die Heraeus Bildungsstiftung ist eine gemeinnützige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Hanau. Sie setzt sich seit mehr als 50 Jahren für Bildungsthemen ein und konzentriert sich seit über 15 Jahren auf Personal- und Organisationsentwicklung in Schulen. Die Stiftung vermittelt Lehrkräften Kompetenzen in den Bereichen Persönlichkeit, soziales Miteinander, Führungsstil und Aufgaben-Management. Sie konnte mit ihren Seminaren und Veranstaltungen 2016 rund 2.500 Lehrer in deren Arbeit unterstützen. Mit unterschiedlichen Veranstaltungen fördert die Heraeus Bildungsstiftung den interdisziplinären Gedankenaustausch zwischen Schule, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft und greift aktuelle Bildungsthemen auf. Die Heraeus Bildungsstiftung ist operativ tätig und bundesweit aktiv.

Claudia Hill | Heraeus Bildungsstiftung
Weitere Informationen:
http://www.heraeus-bildungsstiftung.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Leicht aber robust entwickeln und konstruieren!
13.09.2017 | Haus der Technik e.V.

nachricht Das Zeitalter des Interface: Experten diskutieren neue exotische Zustände in Supraleitern
12.09.2017 | Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik