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Experten diskutieren platinfreie Zukunft der alkalischen Brennstoffzelle

13.05.2013
Der internationale Workshop „Polymer Ion Exchange Membranes“ am 27. und 28. Juni 2013 in Bad Zwischenahn (Niedersachsen) bietet Experten aus Europa, Asien und den USA Gelegenheit, über den aktuellen Forschungsstand im Bereich Polymer-Ionentauscher-Membranen zu diskutieren.

Die unter anderem vom EWE-Forschungszentrum NEXT ENERGY organisierte Veranstaltung soll einen Beitrag zum Austausch zwischen Wissenschaftlern aus akademischen Forschungseinrichtungen sowie anwendungsorientierten Vertretern aus der Industrie leisten.

Anmeldungen sind möglich unter:
http://www.next-energy.de/workshop-koranet.html
Oldenburg / Bad Zwischenahn. In der heute verbreiteten Brennstoffzellentechnologie ist Platin als Katalysatormaterial maßgeblich. Alkalische Polymerbrennstoffzellen (AEMFC) ermöglichen dagegen durch ihren erhöhten pH-Wert den Verzicht auf das teure und seltene Edelmetall. Dieses Kostensenkungspotenzial in der Herstellung könnte sich als wegweisend für eine erfolgreiche Marktetablierung der Brennstoffzellentechnik herausstellen. Auf dem internationalen Workshop „Polymer Ion Exchange Membranes“ am 27. und 28. Juni 2013 in Bad Zwischenahn (Niedersachsen), der unter anderem vom Oldenburger EWE-Forschungszentrum NEXT ENERGY organisiert wird, diskutieren Experten aus Europa, Asien und den USA über aktuelle Forschungsergebnisse und mögliche Anwendungsgebiete zu diesem Thema.
Viele Bemühungen zur Kommerzialisierung der Brennstoffzellentechnologie basierten in den vergangenen Jahren auf sauren Membranbrennstoffzellen (PEMFC). Bei diesen werden Protonen durch die zentrale Polymermembran geleitet, was allerdings – aufgrund ihres sauren pH-Werts – den Einsatz von Edelmetallen als Katalysator erfordert. "Im Gegensatz dazu sind im alkalischen Milieu der AEMFC, bei der Hydroxidionen durch die Membran transportiert werden, auch Nicht-Edelmetalle chemisch stabil", erklärt Dr. Wiebke Germer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei NEXT ENERGY und für den Workshop verantwortliche Projektleiterin. "Hierfür benötigen wir neue, entsprechend leistungsfähige Membranmaterialien, die sozusagen das Herzstück einer jeden Einzelzelle innerhalb eines Brennstoffzellenstacks bilden."

Neben der Vermittlung von aktuellen Forschungsergebnissen aus dem Bereich Membranentwicklung soll die Veranstaltung auch als Schnittstelle zwischen Wissenschaftlern aus akademischen Forschungseinrichtungen sowie Vertretern der Industrie dienen. Als Experten werden unter anderen Prof. Dr. A. Herring (Colorado School of Mines), Dr. J. R. Varcoe (Universität Surrey) und Dr. H. A. Hjuler (Danish Power Systems) erwartet.

Veranstalter des Expertentreffs ist das Oldenburger EWE-Forschungszentrum NEXT ENERGY in Kooperation mit dem Korea Institute of Science and Technology (KIST, Südkorea) und der Jagiellonian Universität in Krakau (Polen) im Rahmen eines EU-geförderten Projektes des „Koranet Joint Call on Green Technologies“. Die Fachveranstaltung richtet sich vor allem an Entwickler und Hersteller von Membranen sowie auf diesem Gebiet tätige Forschungsinstitute und Universitäten. Anmeldungen sind möglich unter:

http://www.next-energy.de/workshop-koranet.html

Heinke Meinen | idw
Weitere Informationen:
http://www.next-energy.de

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