Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Exoten als Überträger von Krankheiten - Workshop über „Heimtiere und Zoonosen“

02.05.2014

Der anhaltende Trend zu exotischen Haustieren stellt Tierärzte und Humanmediziner vor neue Herausforderungen. Neben klassischen Arten wie Hauskaninchen werden auch exotischere Tiere wie Rosakakadu, Königspython oder Kaiserskorpion als Heimtiere immer beliebter.

Vor allem Krankheiten, die beispielsweise Reptilien wie Bartagamen auf den Menschen übertragen können, und deren Therapie sind noch längst nicht vollständig erforscht. Daher lädt die Universität Leipzig am 8. und 9. Mai zu einem wissenschaftlichen Workshop über „Heimtiere und Zoonosen“ – wie die Übertragung von Krankheitserregern zwischen Tier und Mensch heißt – ein.

„Wir wollen Tierärzte und Humanmediziner zusammenbringen und dieses Thema erörtern“, sagt Tagungsleiter Prof. Dr. Martin Pfeffer vom Institut für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen der Universität Leipzig. Insgesamt 90 Teilnehmer aus ganz Deutschland haben sich zu der interdisziplinären Fachtagung auf dem Veterinärmedizinischen Campus angemeldet. Sie gibt einen Überblick über Infektionsrisiken durch alle in Deutschland relevanten Heimtierarten.

In dem Workshop werden aktuelle Forschungsergebnisse zu den Gefahren einer Übertragung von Enterohämorrhagischen Escherichia coli (EHEC), Salmonellen, Parasiten, Hantaviren, Kuhpocken und Pilzinfektionen vorgestellt. Veranstalter sind die Nationale Forschungsplattform für Zoonosen und das Institut für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen der Universität Leipzig.

„Nicht jedem Tierfreund ist bewusst, dass durch den direkten Kontakt zwischen Mensch und Tier mitunter gefährliche Krankheiten übertragen werden können, die sogenannten Zoonosen“, erörtert Pfeffer. Sie können durch verschiedene Viren, Bakterien, Pilze, Einzeller, Milben oder parasitäre Würmer verursacht werden. „Wir wollen untersuchen, welche Tiergruppen es in der Hauptsache betrifft und welche Probleme – etwa in der Haltung – die Übertragung von Krankheitserregern vom Tier auf den Menschen fördern können. Wir möchten auch Wissenslücken definieren und herausfinden, wo die Forschung ansetzen muss“, erklärt der Experte weiter.

Zum Abschluss der Tagung ist eine Podiumsdiskussion geplant, bei der Human- und Tiermediziner gemeinsam nach Wegen suchen, um künftig bei dieser Problematik in Prophylaxe, Diagnostik und Therapie besser zusammenzuarbeiten. Dabei wird auch die Frage debattiert, wie Infektionen etwa durch bestimmte Hygienemaßnahmen im Umgang mit Tieren verhindert werden können.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Martin Pfeffer
Tel: 0341-9738152
E-Mail: pfeffer@vetmed.uni-leipzig.de

Weitere Informationen:

http://www.zoonosen.net/Veranstaltungen/VeranstaltungenderZoonosenplattform/Heim...


Carsten Heckmann | Universität Leipzig

Weitere Berichte zu: Bakterien Diagnostik Exoten Pilze Pilzinfektionen Tierhygiene Viren Workshop Zoonosen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise