Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erste Tagung von EUROfusion in Jülich

22.12.2014

Rund 50 europäische Spezialisten aus dem Forschungsbereich Plasma-Wand-Wechselwirkung diskutierten Ende November am Forschungszentrum über das aktuelle Forschungsprogramm zum internationalen Fusionsexperiment ITER.

Der Workshop war das erste Treffen der Jülicher Plasmaphysiker unter dem Dach des Konsortiums EUROfusion, das in diesem Jahr gegründet wurde. Die Dachorganisation umfasst 29 wissenschaftliche Einrichtungen aus 26 Ländern und soll dazu beitragen, Ressourcen noch effizienter auf das gemeinsame Ziel – das erste Fusionskraftwerk – auszurichten.

Jülicher Wissenschaftler koordinieren unter anderem ein Arbeitspaket zum Thema „Plasma Facing Components“, das in diesem Jahr mit etwa 3 Millionen Euro von der Europäischen Union zusätzlich gefördert wird. Hauptaugenmerk liegt auf der Auslegung des sogenannten Divertors.

Diese Komponente spielt eine Schlüsselrolle, um die Fusionsreaktion aufrechtzuerhalten. In einem Fusionsreaktor verschmelzen Atomkerne ähnlich wie im Innern eines Sterns.

Prallplatten am Boden der Brennkammer fangen störende, höchst energiereiche Teilchen und Verunreinigungen aus dem über 100 Millionen Grad heißen Plasma ab, die danach neutralisiert und abgepumpt werden.

ITER soll erstmals im Kraftwerksmaßstab die Energieerzeugung durch Kernfusion demonstrieren. Nachdem letztes Jahr entschieden wurde, den Divertor bereits von Anfang an aus Wolfram herzustellen, gilt es nun, den Werkstoff für den Einsatz unter Extrembedingungen weiter zu prüfen und zu optimieren.

„Bisher ist nur sicher geklärt, wie sich Wolfram nach einigen Hundert und Tausend Lastzyklen verhält. Nach einer längeren Belastung in Richtung einer Million Zyklen treten aber neue Materialeigenschaften auf, etwa das Wachstum von Rissen, die wir berücksichtigen müssen“, so Workshop-Organisator und Projektleiter Dr. Sebastijan Brezinsek vom Jülicher Institut für Energie- und Klimaforschung.

Im Projekt sollen unter anderem auch neue Messmethoden entwickelt werden, mit denen sich der Zustand der Wand während des Betriebs überwachen lässt.

Forschung am Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Plasmaphysik (IEK-4):
http://www.fz-juelich.de/iek/iek-4/DE/Home/home_node.html

Informationen zu EUROfusion:
https://www.euro-fusion.org/

Erhard Zeiss | Forschungszentrum Jülich

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Hochvolt-Lösungen für die nächste Fahrzeuggeneration!
25.09.2017 | Haus der Technik e.V.

nachricht Seminar zum 3D-Drucken am Direct Manufacturing Center am
25.09.2017 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die schnellste lichtgetriebene Stromquelle der Welt

Die Stromregelung ist eine der wichtigsten Komponenten moderner Elektronik, denn über schnell angesteuerte Elektronenströme werden Daten und Signale übertragen. Die Ansprüche an die Schnelligkeit der Datenübertragung wachsen dabei beständig. In eine ganz neue Dimension der schnellen Stromregelung sind nun Wissenschaftler der Lehrstühle für Laserphysik und Angewandte Physik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) vorgedrungen. Ihnen ist es gelungen, im „Wundermaterial“ Graphen Elektronenströme innerhalb von einer Femtosekunde in die gewünschte Richtung zu lenken – eine Femtosekunde entspricht dabei dem millionsten Teil einer milliardstel Sekunde.

Der Trick: die Elektronen werden von einer einzigen Schwingung eines Lichtpulses angetrieben. Damit können sie den Vorgang um mehr als das Tausendfache im...

Im Focus: The fastest light-driven current source

Controlling electronic current is essential to modern electronics, as data and signals are transferred by streams of electrons which are controlled at high speed. Demands on transmission speeds are also increasing as technology develops. Scientists from the Chair of Laser Physics and the Chair of Applied Physics at Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) have succeeded in switching on a current with a desired direction in graphene using a single laser pulse within a femtosecond ¬¬ – a femtosecond corresponds to the millionth part of a billionth of a second. This is more than a thousand times faster compared to the most efficient transistors today.

Graphene is up to the job

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Im Spannungsfeld von Biologie und Modellierung

26.09.2017 | Veranstaltungen

Archaeopteryx, Klimawandel und Zugvögel: Deutsche Ornithologen-Gesellschaft tagt an der Uni Halle

26.09.2017 | Veranstaltungen

Unsere Arbeitswelt von morgen – Polarisierendes Thema beim 7. Unternehmertag der HNEE

26.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Europas erste Testumgebung für selbstfahrende Züge entsteht im Burgenland

26.09.2017 | Verkehr Logistik

Nerven steuern die Bakterienbesiedlung des Körpers

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit künstlicher Intelligenz zum chemischen Fingerabdruck

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie