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Einsatz von Ozon zur Reinigung und Desinfektion - Call for Papers

23.07.2009
Der Ozon-Workshop am 2. November in Bremerhaven steht Anwendern, Herstellern und Interessierten sowie relevanten Zulassungsbehörden offen.

Neue Möglichkeiten der Ozon-Technologie in der Nahrungs-, Genussmittel- und Pharmaindustrie sowie dem Veterinärwesen sollen dabei ins Visier genommen werden. Referenten, die mit ihren Erfahrungen Impulse für eine anwendungsbezogene Diskussion geben können, sind herzlich eingeladen, bis zum 30. September Ihren Vortragsvorschlag (ca. 1 Seite) und/oder ein wissenschaftliches Poster einzureichen.

Ozon - Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Prozessführung

Der im Rahmen des EU geförderten Projektes OZONECIP ins Leben gerufene Bremerhavener Workshop zum Einsatz von Ozon in der Lebensmittelindustrie geht am 02. November 2009 in die vierte Runde. Nach erfolgreichem Projektabschluss im Frühjahr 2009 soll der Workshop in diesem Jahr als eigenständige und unabhängige Informationsveranstaltung des Geschäftsbereiches Wasser-, Energie- und Landschaftsmanagement im ttz Bremerhaven fortgeführt werden. Als fachspezifische Kommunikationsplattform für Forscher, Anlagenbauer und Anwender soll er sich weiter etablieren.

Das vergleichsweise sehr hohe Oxidationspotential von 2,07 Volt zeichnet Ozon als wirkungsvolle Alternative zu herkömmlichen chemischen Reinigungs- und Desinfektionsmitteln wie Wasserstoffperoxid oder verschiedenen Chlorverbindungen aus, deren Einsatz trotz eindeutiger Umweltbelastung noch immer die Regel ist.

Bei Kontakt mit Mikroorganismen oxidiert Ozon deren Zellmembran und führt durch osmotische Auflösung die Inaktivierung und Zerstörung der betroffenen Zellen herbei. Ozon wirkt daher aktiv gegen Bakterien, Pilze, Viren und Sporen. Ein wichtiger Vorteil von Ozon ist, dass es nach der Reaktion wieder rückstandslos zu Sauerstoff zerfällt und eine intensive Klarwasserspülung am Ende des Reinigungs- und Desinfektionsprozesses überflüssig macht.

Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts gingen Wissenschaftler der Frage nach, inwieweit Ozon zu Desinfektionszwecken in Brauereien eingesetzt werden könne. Etabliert hat sich die Anwendung von Ozon in den darauf folgenden Jahrzehnten jedoch vor allem in der Abwasser- und Trinkwasseraufbereitung sowie bei der Desinfektion von Schwimmbadwasser. Ozon eignet sich sowohl in gelöstem als auch gasförmigem Zustand insbesondere auch als Detergent zur Oberflächenreinigung von Produktionsanlagen sowie zur Behandlung von Lebensmitteln wie z.B. Obst und Gemüse, Fisch und Fleischwaren. Auf diese Weise können potentielle Kontaminationen oder Pflanzenschutzmittelrückstände reduziert bzw. eliminiert und die Produktqualität und haltbarkeit signifikant erhöht werden.

Die ökologischen und qualitativen Gesichtspunkte des Ozon-Einsatzes wirken sich unmittelbar auch auf die betriebswirtschaftlichen Aspekte industrieller Herstellungsprozesse aus: Produktionsprozesse in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie sind vielfach durch einen sehr hohen Wasserbedarf gekennzeichnet. Die radikale Wirkung von in Wasser gelöstem Ozon macht den Einsatz herkömmlicher Chemikalien überflüssig, spart Wasser und Energie und beschleunigt den Reinigungsprozess deutlich. Durch die unmittelbare Behandlung von Lebensmitteln mit Ozon wird zudem die Abverkaufsdauer erhöht und der Anteil an Ausschuss reduziert.

Themen:

- Grundsätzliche Anforderungen an die Reinigung und Desinfektion in lebensmittelverarbeitenden Unternehmen und Ableitung von Anforderungen an den Einsatz adäquater Ozon-Technologien

- Hygiene-und Reinigungs-Monitoring

- Potentiale des Einsatzes von Ozon-basierten Technologien in unterschiedlichen Branchen (Biotechnologie, Pharma, Kosmetikindustrie etc.)

- Vorstellung von Ozon-Technologie-Konzepten und Erfahrungswerten
- Fachausstellung ("Advanced Oxidation Processes" zur Reinigung und Desinfektion, Wasseraufbereitung, Abwasserbehandlung, Messtechnik, Analytik etc.)

Auch Ihre Themenvorschläge prüfen wir gerne noch kurzfristig

Call for Papers:
Anwendung von Ozon in der Lebensmittelindustrie
Präsentationsmaterial und Poster sind im Rahmen des Workshops willkommen. Teilnehmer, die ein Poster oder anderes Material vorstellen möchten, sollten vorab eine Kurzübersicht einreichen (ca. 1 Seite). Das wissenschaftliche Komitee wird das endgültige Programm entsprechend der eingesandten Materialien gestalten. Die Dauer einer Präsentation inklusive Diskussion sollte 30 Min. nicht überschreiten. Poster werden den Teilnehmern, Journalisten und der interessierten Öffentlichkeit in einer speziellen Sitzung vorgestellt, die auch Raum für Diskussionen lässt.

Einsendeschluss ist Mittwoch, der 30. September 2009

Anmeldung und Informationen bei:
Dipl.-Wi.-Ing. Birte Ostwald
Tel.: 0471/9448 - 703
Fax.: 0471/9448 - 722
E-Mail: bostwald@ttz-bremerhaven.de

Britta Rollert | idw
Weitere Informationen:
http://www.ttz-bremerhaven.de

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