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Deutsch-Chinesischer Workshop zum Thema "Biodiversity Conservation"

30.03.2009
Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) veranstaltet vom 30.03. bis 03.04.2009 in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) in Bonn einen deutsch-chinesischen Workshop zum Thema Management von Schutzgebieten angesichts des Wandels von Klima und Landnutzung.

Ziel des Workshops ist der fachliche Austausch über Fragen der Sicherung der biologischen Vielfalt in Zeiten des Klimawandels. Teilnehmer der Tagung sind neben europäischen Fachleuten Experten und Expertinnen der "Chinese Research Academy of Environmental Science" (CRAES) und deren Partner aus der Jiangxi Province, mit denen das BfN einen regelmäßigen und engen Austausch pflegt.

Effektives Management von Ökosystemen und Schutzgebieten sowie Monitoring und Informationsmanagement stehen dabei im Vordergrund des Austausches. Es handelt sich um die zweite Veranstaltung in einer Reihe zum Thema Biodiversität und Naturschutz, die im jährlichen Wechsel zwischen Deutschland und China stattfinden.

"Deutschland und China haben in den letzten Jahren auf Basis des deutsch-chinesischen Umweltabkommen von 1994 und des 2006 vereinbarten Strategischen Umweltdialogs zwischen beiden Ländern eine breit angelegte Kooperation zu Fragen der Kreislauf- und Wasserwirtschaft, des Chemikalienmanagements und der nachhaltiger Energiepolitik entwickelt. Um der Bedeutung Chinas als Land mit einer weltweit einmaligen biologischen Vielfalt und wichtigem Partner bei den internationalen Verhandlungen zur Biodiversität gerecht zu werden, wollen wir künftig auch den Austausch über Fragen des Erhalts der biologischen Vielfalt intensivieren und ausbauen", betonte BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel.

Hintergrund:
China weist mit über 30.000 Arten höherer Pflanzen und mehr als 6.300 Wirbeltierarten weltweit eine herausragende Biodiversität auf. In dem Land, das 26 Mal größer ist als die Bundesrepublik Deutschland, leben etwa 10 % der Pflanzenarten und 14% der Tierarten der Welt. China gilt daher als herausragender Genpool für die biologische Vielfalt der Erde.

Die Rolle der Biodiversität Chinas ist aber auch insbesondere im Zusammenhang mit Klimawandel und dem Schutz von Ökosystemdienstleistungen von globaler Bedeutung.

Die "Chinese Research Academy of Environmental Science" (CRAES) gehört zum Geschäftsbereich des chinesischen Umweltministeriums (MEP - Ministry of Environment Protection) und ist für China auf nationaler Ebene für den Umweltschutz und den Erhalt der biologischen Vielfalt zuständig.

Franz August Emde | idw
Weitere Informationen:
http://www.bfn.de

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