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Dateninseln verbinden: Workshop zu Linked Open Data

21.03.2013
Anmeldung bis 5. April 2013
Am 23. und 24. April 2013 wird in Bonn ein Workshop zu Linked Open Data in der Landwirtschaft stattfinden. Dabei geht es um die Verknüpfung von Daten, deren maschineller Lesbarkeit und damit die Entwicklung neuer technologischer Ansätze.

Voraussetzung für fundierte Entscheidungen ist die Kenntnis aller relevanten Daten und Fakten.

Im Internet liegen Daten meist verstreut an unterschiedlichen Orten, oft in Datenbanken ohne Verbindung untereinander. Es ist stets aufwändig, auf bestimmte, nicht standardisierte Daten zuzugreifen, sie neu zu kombinieren, zu nutzen oder aus ihnen einen Mehrwert zu generieren.

Linked Open Data (LOD): Ein entgegenwirkendes Konzept
Bei dem Konzept „Linked Open Data“ (LOD) werden die Daten nach einheitlichen Standards beschrieben und unter Einsatz bestehender Technologien (XML, RDF, OWL) maschinenlesbar gemacht. Damit können die „Datensilos“ untereinander automatisiert verknüpft werden. Es eröffnen sich neue Möglichkeiten zur Optimierung von Entscheidungsprozessen, im Wissensmanagement und in der Technologieentwicklung.
Workshop für den Bereich Landwirtschaft
Mit dem Fokus auf alle Bereich der Landwirtschaft bringt der von der BLE am 23. und 24. April organisierte Workshop verschiedene Zielgruppen zusammen. Die Initiatoren des Workshops sind ferner die Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. (KTBL) und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI).

Es wird vermittelt, was LOD ist, wie es funktioniert und welche Perspektiven sich für einzelne Arbeitsbereiche ergeben. Der Stand der Entwicklung wird vorgestellt, gleichzeitig werden Angebot und Nachfrage in Deutschland zusammengeführt.

Des Weiteren gibt der Workshop einen Überblick über Initiativen, Datenbestände, die potenziell zu LOD beitragen können, sowie über Erwartungen der potenziellen Nutzer und Anwendungsgebiete. Die Teilnehmer können Interessengruppen und Synergien finden. Nicht zuletzt sollen Förderer auf EU-, Bundes und Länderebene das Potenzial von LOD erkennen und die Aktivitäten der Datenanbieter und -nutzer unterstützen.

Hintergrund
Die Europäische Kommission will zukünftig alle ihre Datenbanken in Form von Linked Open Data veröffentlichen. Die Generaldirektion Gesundheit und Verbraucher (DG SANCO) ist dabei Vorreiter. LOD steht auf der Tagesordnung der Landwirtschaftsminister der G8- und G20-Staaten und wurde auf dem ersten Treffen der landwirtschaftlichen Experten der G20 im September 2012 in Mexiko diskutiert (G20 Meeting of Agricultural Chief Scientists, MACS). Im G8-Kontext ist für Ende April 2013 in Washington D.C./USA eine spezifische Konferenz für Linked Open Data in der Landwirtschaft geplant.

Folglich fördert die FAO Linked Open Data im Bereich der Landwirtschaft und engagiert sich in der Entwicklung von Standards. Hierbei arbeitet sie mit mehreren Einrichtungen wie zum Beispiel der Chinesischen Akademie der Landwirtschaftswissenschaften (VR China) und der Cornell University (USA) zusammen. Das KTBL und DFKI entwickeln LOD-Technologien für die praktische Anwendung.

Die BLE versteht sich als wichtiger Partner der FAO bei der Förderung von LOD. Sie leistet Hilfestellung für Anwender, ist aber gleichzeitig auch interessiert als Anbieter und Nutzer von LOD, beispielsweise für Agrarstatistik, Geo-referenzierte Daten, Forschungs- und Literaturdaten.

Anmeldung und Programm unter: www.ble.de/lod-workshop

Tassilo Frhr. v. Leoprechting | idw
Weitere Informationen:
http://www.ble.de/lod-workshop

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