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Biologische Gefahren mit wissenschaftlicher Hilfe abwehren

26.10.2007
Die menschliche Gesellschaft wird immer stärker durch biologische Gefahren bedroht: neue Krankheiten (wie z.B. SARS), biologische Terrorangriffe, globale Grippepandemien, aber auch die unkontrollierte Ausbreitung klassischer Krankheiten (wie z.B. HIV).

Sich ständig ändernde Bevölkerungsstrukturen können die Ausbreitungsdynamik stark beeinflussen. Bevor man Gegenmaßnahmen erforschen kann, müssen neue Methoden entwickelt werden, die Wissen und Information aus verschiedensten Quellen miteinander kombinieren und verarbeiten können. Damit sollen die Ausbreitung von Krankheiten exakt modelliert, simuliert und analysiert, Gegenmaßnahmen entwickelt und deren Wirksamkeit abgeschätzt werden können.

Mit dieser Thematik befasst sich der Workshop "EpiGrid 2007" vom 5. bis 7. November an der FernUniversität in Hagen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen sollen im nationalen und internationalen Maßstab zur Zusammenarbeit zusammengebracht und die entsprechenden Methoden und Werkzeuge für entsprechende intelligente Entscheidungssysteme entwickelt und verifiziert werden.

Themen der nationalen und internationalen Experten sind

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»Lehrgebiet

- Methoden und Werkzeuge, die die Ausbreitung von Infektionskrankheiten in bestimmten Gebieten bzw. in bestimmten Risikogruppen modellieren und analysieren können;

- Methoden, die von den lokalen Gesundheitsbehörden genutzt werden können, um geeignete Gegenmaßnahmen zu vergleichen und deren Wirkung quantitativ abschätzen zu können;

- Synergetische High Perfomance Computing-Infrastrukturen, die in der Lage sind, entsprechende Gefährdungsszenarien in relevanter Größe und Komplexität untersuchen zu können.

- Datenbanken, die die Experten in die Lage versetzen, die zur Bearbeitung der Probleme notwendigen großen Datenbestände anzulegen und sicher zu verwalten sowie Methoden für deren geeignete Aktualisierung und Archivierung zur Verfügung zu stellen.

- Visualisierungstools, die die entsprechenden großen Datenmengen adäquat darstellen können.

Tagungsleiter ist Prof. Dr. Herwig Unger, Lehrgebiet Kommunikationsnetze, der zusammen mit seinen Kollegen Prof. Dr. Ralf Hartmut Güting, Lehrgebiet Datenbanksysteme für neue Anwendungen, Prof. Dr. Wolfram Schiffmann, Rechnerarchitektur, und Prof. Dr. Jörg Keller, Parallelität und VLSI, ein Kompetenzentrum an der FernUniversität in Hagen etablieren möchte.

Die Tagung findet statt im TGZ-Gebäude auf dem Campus der FernUniversität in Hagen, Universitätsstraße 1, Ellipse, 58097 Hagen.

Weitere Informationen und kostenlose Anmeldungen: http://www.fernuni-hagen.de/epigrid/

Susanne Bossemeyer | idw
Weitere Informationen:
http://www.fernuni-hagen.de/epigrid/

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