Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bochums Wahrzeichen im Visier der Laser

22.10.2007
TFH Georg Agricola veranstaltete Deutsch-Russisches Forum für Vermessung

Internationaler Workshop mit über 170 Teilnehmern widmete sich dem Einsatz von Laserscannern in Vermessung und Bergbau

Auch die Technische Fachhochschule Georg Agricola zu Bochum stand in der letzten Woche ganz im Zeichen deutsch-russischer Begegnungen: Zum "Deutsch-Russischen Forum für Vermessung" trafen sich Wissenschaftler der TFH und deutsche Vermessungspraktiker mit russischen Ingenieurwissenschaftlern von der Staatlichen Bergbauhochschule St. Petersburg.

Tagungsort am 18. und 19. Oktober war das Deutsche Bergbaumuseum in Bochum. Der zweitägige Workshop, zu dem über 170 Teilnehmer gekommen waren, widmete sich dem Einsatz von Laserscannern in Vermessung und Bergbau. Dabei ging es vor allem um die praktische Erprobung dieser hochmodernen Technologie. Bochums Wahrzeichen - das Fördergerüst des Deutschen Bergbaumuseums - diente den Vermessern als Anschauungsobjekt. Mit unsichtbaren Laserstrahlen tasteten die mehrere zehntausend Euro teuren High-Tech-Instrumente jeden Millimeter der Gebäudeoberfläche ab. Aus der so gewonnenen "Punktewolke" lässt sich später ein exaktes 3D-Modell des vermessenen Objekts erstellen. Mit vergleichsweise geringem Aufwand können auf diese Weise umfangreiche Bau- oder Lagepläne schnell aktualisiert oder erstellt werden.

... mehr zu:
»Bergbaumuseum »TFH

Bevor es an die praktische Erprobung ging, begrüßte TFH-Präsident Professor Dr. Jürgen Kretschmann die internationalen Workshop-Teilnehmer aus Wissenschaft und Industrie: "Die Vermesserausbildung hat an unserer Hochschule eine lange Geschichte. Dass Tradition und Fortschritt bei uns eine untrennbare Einheit bilden, zeigt diese Veranstaltung auf lebendige Weise. Mit dem Workshop-Konzept möchten wir einen ganzheitlichen Informationsaustausch fördern, bei dem der Stand der Technik nicht nur theoretisch erörtert, sondern praktisch erfahrbar gemacht wird."

Professor Dr. Wilhelm Stelling vom Studiengang Vermessung und Liegenschaftsmanagement der TFH und Professor Dr. Vladimir Gussev von der Staatlichen Bergbauhochschule TU St. Petersburg führten als Initiatoren der Veranstaltung in das Fachthema ein. Firmenpräsentationen zu den unterschiedlichen Geräten sowie Erfahrungsberichte von Vermessungspraktikern aus Ingenieurbüros, Behörden und Industrie schlossen sich an. Die beiden Workshop-Nachmittage nutzten die Teilnehmer, um Scanaufnahmen der Frontansicht des Deutschen Bergbaumuseums durchzuführen und dabei wertvolle praktische Einsichten zu gewinnen. Die Ergebnisse dieser Feldversuche wurden unmittelbar im Anschluss ausgewertet.

Das Deutsch-Russische Forum für Vermessung, das in diesem Jahr zum ersten Mal stattfand, soll künftig jährlich mit wechselnden Themen stattfinden. Neben dem Austausch von Fachwissen dient es auch dazu, die engen Beziehungen zwischen den Partnerhochschulen TFH Georg Agricola und Staatliche Bergbauhochschule TU St. Petersburg weiter zu vertiefen.

Stephan Düppe | idw
Weitere Informationen:
http://www.tfh-bochum.de/

Weitere Berichte zu: Bergbaumuseum TFH

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Seminar zur angewandten Versuchsmethodik und Lebensdauererprobung
18.10.2017 | Haus der Technik e.V.

nachricht Diskurs: Wie lässt sich durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Produktion Energie sparen?
12.10.2017 | BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik