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Städte und Regionen

26.09.2007
Internationaler Workshop des Kulturwissenschaftlichen Instituts, Essen, der bürgerschaftlichen Initiative "Europa eine Seele geben" und der RUHR.2010 am 1. und 2. Oktober 2007 in Essen:

Praktiker aus Städten und Regionen Europas diskutieren mit Wissenschaftlern über die kulturelle Zuständigkeit von Städten und Regionen und über deren spezifische Mitverantwortung für Europa.

Das Diskussionsthema ist so einfach wie folgenschwer: Wie in Deutschland "Kultur ist Ländersache" gefordert wird, so achtet man auf europäischer Ebene streng darauf, dass die Institutionen der EU in Sachen Kultur die Zuständigkeit der Mitgliedsstaaten respektieren. Doch wer kümmert sich dann um die kulturellen Belange Europas, soweit sie außerhalb des jeweiligen nationalen Horizonts liegen? Wer nutzt die Chancen, die in der enormen Vielfalt und Kraft europäischer Kultur liegen; wer benennt die Aufgaben, die sich aus diesen Chancen ergeben, und wer macht daraus verantwortliche praktische Politik, also Europapolitik?

Antworten sind dort zu suchen, wo die europäische Kultur tatsächlich stattfindet, nämlich in den Städten und Regionen Europas. Vorrangiges Ziel sollte sein, nicht nur theoretische, sondern praktische Konsequenzen zu entwickeln. Diesem Anliegen der in Berlin ansässigen zivilgesellschaftlichen Initiative "Europa eine Seele geben" haben sich das Kulturwissenschaftliche Institut sowie die RUHR.2010, Organisator der Kulturhauptstadt Europas 2010 für die Metropole Ruhr, angeschlossen.

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Ziel des Workshops in Essen ist die Erstellung eines Leitfadens, der die europapolitische Rolle städtischer und regionaler Kulturträger und Kulturpolitiker beschreibt und praktische Konsequenzen daraus ableitet. Dieses Kompendium soll Ende 2008 vorliegen. Die Initiative "Europa eine Seele geben" der Berliner Konferenz haben sich gemeinsam mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen und der RUHR.2010 vorgenommen, es bis 2010 in den Städten und Regionen Europas zu verbreiten und Kulturschaffenden und Entscheidungsträgern ans Herz zu legen. Für die politische Beglaubigung des Werks auf EU- Ebene steht der Lenkungsausschuss der Berliner Initiative bereit, dem unter dem Vorsitz des Parlamentspräsidenten Prof. Pöttering (CDU) prominente Europaabgeordnete angehören wie Jo Leinen (SPD), Hannes Swoboda (SPÖ), Helga Trüpel (Bündnis 90/Die Grünen) und Elmar Brok (CDU).

Referentinnen und Referenten: Dr. Volker Hassemer ("Europa eine Seele geben", Berlin), Andreas Müller (Stadt Essen), Dr. Serhan Ada (santral istanbul), Rabin S. Baldewsingh (Stadt Den Haag), Prof. Dr. Hans-Heinrich Blotevogel (Universität Dortmund), PD Dr. Thomas Loer (Universität Dortmund), Prof. Dr. Wolfgang Kaschuba (HU Berlin), Mary Miller (Stavanger 2008), Dr. Kirstin Schäfer (FU Berlin), Prof. Dr. Oliver Scheytt (Ruhr.2010), Helmut Schäfer (Theater an der Ruhr, Mülheim), Dr. Franco Bianchini (De Montfort University), Tamas Szalay (Pécs 2010), Ulf Großmann (Stadt Görlitz) u.a.

Veranstalter: Kulturwissenschaftlichen Institut (Essen); Initiative "Europa eine Seele geben" (Berlin); RUHR.2010 GmbH.

Veranstaltungsort: Welcome Hotel, Schützenbahn 58, 45127 Essen.

Dr. Armin Flender | idw
Weitere Informationen:
http://www.kwi-nrw.de

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