Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Call for Papers eröffnet für 3. Ozonecip-Workshop am 3. November

25.06.2008
Produktionsprozesse in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie erfordern häufig einen sehr hohen Wasserbedarf für Reinigung und Desinfektion von Anlagen.
Die desinfizierende Wirkung von Ozon, das in Wasser eingeleitet wird, macht den Einsatz herkömmlicher Chemikalien überflüssig und spart Wasser und Energie. Die Ergebnisse der ersten Praxistests mit dem OzoneCIP-Prototypen in der Milch-

Wein-, und Bierindustrie liegen vor.

Neue Möglichkeiten der Ozon-Technologie in angrenzenden Feldern der Lebensmittelindustrie können nun ins Visier genommen werden. Dazu bittet der Veranstalter des Workshops am 3. November, das Umweltinstitut des ttz Bremerhaven, Fachreferenten um ihre Beiträge: Der "Call for Paper" ist eröffnet, Einsendungen sind bis zum 15. August möglich.

Workshop bündelt Ergebnisse europaweiter Testläufe in der Lebensmittelindustrie.

Der Einsatz von Desinfektionschemikalien zur Reinigung von Anlagen in der Lebensmittelindustrie ist verbesserungswürdig: Um den Hygienestandards zu entsprechen werden große Mengen Klarwasser zum Nachspülen benötigt, mögliche Einbußen bei der Produktqualität in Kauf genommen, ein erheblicher Energieaufwand zum Erwärmen des Spülwassers akzeptiert und Abwasser, das mit Chemikalienresten und Nebenprodukten belastet ist, produziert. Diesen Schwachpunkten kann der alternative Einsatz von Ozon als Reinigungsmittel begegnen.

Im Rahmen des EU-Projektes OZONECIP ("Ozone as alternative sanitising agent for cleaning operations in food industries") wurde dieses Verfahren in "Cleaning In Place" (CIP)-Situationen erprobt. Das Ergebnis: Die Mankos der chemikalienbasierten Reinigung sind behebbar. Erstmals werden der Öffentlichkeit im Rahmen des 3. Bremerhavener Worksshop zur "Anwendung von Ozon in der Lebensmittelindustrie" am 3. November 2008 die Ergebnisse aus Testläufen in der Wein-, Bier- und Milchindustrie präsentiert.

Erfahrungsberichte der Projektpartner, die seit Frühjahr 2008 Praxistests mit diesem Reinigungsverfahren durchführen, bilden die Grundlage für anwendungsbezogene Diskussionen. Referenten, die Erfahrungen aus benachbarten Einsatzfeldern (zum Beispiel Fruchtsaftindustrie oder andere Branchen der Lebensmittelverarbeitung) einbringen können, sind herzlich eingeladen, ihren Vortragsvorschlag (1-2 Seiten) und/oder ein wissenschaftliches Poster einzureichen. Auch Anwendungsmöglichkeiten aus Branchen wie Biotechnologie, Pharma- und Kosmetikindustrie haben Platz auf der Agenda. Neue Trends zur Reinigung und Desinfektion in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie bilden den Ansatzpunkt für praxisorientierte Beiträge.

Ozon ist eine besondere Erscheinungsform des Sauerstoffs, die durch ein hohes Oxidationspotential eine starke Desinfektionswirkung entfaltet. Ozon wird aus Luftsauerstoff gewonnen und beim OzoneCip-Verfahren zur Desinfektion in Wasser eingeleitet. Nach der reinigenden Spülung und der Elimination von Mirkoorganismen zerfällt Ozon wieder zu Sauerstoff. Eine gezielte Kreislaufführung und Wiedernutzung kann dabei Ressourcen sparen - aus ökologischer Sicht ein großer Fortschritt.

Auch unter betriebswirtschaftlichen Aspekten hat das Verfahren bedeutende Vorteile: Die Reinigung von Anlagen kann mit kaltem Wasser erfolgen, so dass Energie zum Aufheizen eingespart wird - angesichts steigender Energiepreise eine wichtige Option. Außerdem beschleunigt der Einsatz von Ozon den Desinfektionsprozess. Bei Kontakt mit Mikroorganismen bewirkt Ozon eine Oxidation der Zellmembran, so dass eine Inaktivierung und schließlich die Zerstörung der Zelle erzielt wird. Ozon wirkt daher zuverlässig gegen Bakterien, Pilze, Viren und Sporen.

Das ttz Bremerhaven versteht sich als innovativer Forschungsdienstleister und betreibt anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung. Unter dem Dach des ttz Bremerhaven arbeitet ein internationales Team ausgewiesener Experten in den Bereichen Lebensmitteltechnologie und Bioverfahrenstechnik, Analytik sowie Wasser-, Energie- und Landschaftsmanagement, Gesundheitssysteme sowie Verwaltung & Software.

Kontakt:
Miguel Prieto
Project Manager OZONECIP
Telefon: 0471 / 94 48-774
Fax: 0471 / 94 48-722
E-Mail: mprieto@ttz-bremerhaven.de

Britta Rollert | idw
Weitere Informationen:
http://www.ttz-bremerhaven.de
http://www.ozonecip.net

Weitere Berichte zu: Desinfektion Lebensmittelindustrie Ozon

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Diskurs: Wie lässt sich durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Produktion Energie sparen?
12.10.2017 | BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik

nachricht Haus der Technik e. V. (HDT) bündelt alle Veranstaltungen zu den Themen Immissionsschutz und Störfall
11.10.2017 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz