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Die Automobildistribution der Zukunft

28.04.2008
Studierende der Wirtschaftswissenschaften dreier europäischer Universitäten erarbeiten am Internationalen Institut für Management der Universität Flensburg Strategien für den zukünftigen Automobilvertrieb und lernen die Kunst, erfolgreich in internationalen Teams zusammenzuarbeiten.

An der Universität Flensburg lernen im laufenden Semester 20 Studierende in einem länderübergreifenden Seminar Marktentwicklungen und Wettbewerbsbedingungen der internationalen Automobilbranche kennen.

"Kooperationsaktivitäten und innovative Formen der Wertschöpfungsorganisation in der Automobilindustrie" ist das Thema, mit dem sich Studierende der Universität Lodz, Polen; der Radboud Universität Nijmegen, Niederlande und der Universität Flensburg gemeinsam auseinandersetzen.

Die Veranstaltung, die am Montag mit einem dreitägigen Workshop in Flensburg begann, ist nicht nur deshalb international - neben Teilnehmern aus den drei genannten Ländern sind auch Studierende aus Dänemark und der Türkei dabei.

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Ziel der Veranstaltung ist eine realitätsnahe Vorbereitung der Studierenden auf ihre zukünftige Arbeit in Unternehmen. Deshalb wird die inhaltliche Auseinandersetzung mit einem länderübergreifend relevanten und interessanten Themenkomplex verknüpft mit der Zusammenarbeit in interkulturellen Teams, die zudem noch an unterschiedlichen Standorten arbeiten. Nicht nur große Konzerne müssen sich einer internationalen Konkurrenz stellen.

Es trifft auch in Deutschland zunehmend kleine und mittlere Unternehmen - Kennzeichen der oft zitierten Globalisierung. So ergeben sich höhere Anforderungen an die Betriebe und an deren Betriebswirtschaftler. Das betrifft auch den Bereich der Automobildistribution. Familienunternehmen bekommen Konkurrenz von großen Händlergruppen oder Online-Plattformen. Gleichzeitig gewinnen Aktivitäten wie Leasing und Finanzierung vor dem Hintergrund, dass beispielsweise in Deutschland inzwischen über 80% der Neuwagen finanziert werden, an strategischer Relevanz.

Susanne Royer, Professorin für strategisches und internationales Management am Internationalen Institut für Management der Universität Flensburg, leitet zusammen mit Dr. Philip Barbonis, Universität Nijmegen, und Dr. Pawel Glodek, Universität Lodz, dieses Seminar. Prof. Dr. Royer zum Inhalt: "Studierendengruppen der drei Partneruniversitäten führen länderübergreifend ein Forschungsprojekt durch.

Im Rahmen des ersten Workshops wurden bereits die Grundlagen dafür gelegt. Es fanden Impulsreferate zu den verschiedenen Forschungsthemen statt. Beispielsweise wurde der Frage nachgegangen, welchen Herausforderungen kleine Unternehmen im Automobilvertrieb heute gegenüberstehen. In Rollenspielen übten die Teilnehmer außerdem die Zusammenarbeit in interkulturellen Teams. Die Studierenden erwerben in diesem Distance Learning Projekt die Kenntnisse, die sie für eine Tätigkeit in immer internationaleren Unternehmen(snetzwerken) benötigen und eignen sich Branchenkenntnisse im Bereich der Automobilindustrie an."

In den nächsten Wochen sind Videokonferenzen und die kontinuierliche Nutzung der virtuellen Lernplattform vorgesehen. Das nächste face-to-face Treffen dieses internationalen Gemeinschaftsprojektes findet Ende Mai an der Universität Lodz in Polen statt. Vorträge aus der Unternehmenspraxis runden das Seminar ab und die Ergebnisse der Studententeams werden präsentiert und diskutiert. Der beste Beitrag wird prämiert und im von Susanne Royer herausgegebenen 'International Journal of Globalisation and Small Business' veröffentlicht. Ermöglicht wurde dieses Projekt unter anderem durch die Unterstützung des Auslandsamtes der Universität Flensburg und der Fördergesellschaft der Universität Flensburg.

Kontakt:
Prof. Dr. Susanne Royer, Internationales Institut für Management (IIM), Tel: 0461 805 2580, E-Mail: royer@uni-flensburg.de

Dr. Helge Möller | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-flensburg.de

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