Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Klimawandel: Jugendliche arbeiten mit Forschern zusammen

02.04.2008
Forscher und Jugendliche kommen in Bad Malente am 13. und 14. April 2008 zu einem großen Workshop mit hochrangigen Referenten und einem Schülerforum mit Beiträgen der Jugendlichen im Rahmen des von der Robert-Bosch-Stiftung finanzierten Projekts "Klimawandel und seine Folgen" zusammen.

Karina Alster und Janine Busch von Klasse 12 der Gesamtschule Walddörfer, Hamburg, besprechen mit dem Wissenschaftler Michael Böttinger vom Deutschen Klimarechenzentrum in Hamburg ihre Arbeit, die sie bei "Jugend forscht" einreichen werden.

Im Rahmen des Projekts "Klimawandel und seine Folgen" bearbeiten Karina und Janine das Thema "Alle Jahre eine Jahrhundertflut an der Elbe?". Aber die beiden Schülerinnen schreiben keine einfache Literaturarbeit, sondern arbeiten mit Originaldaten, die Forschern weltweit auf den Großrechnern des Deutschen Klimarechenzentrums in Hamburg zur Verfügung stehen.

Die beiden Schülerinnen sind nicht die einzigen, die direkt mit Wissenschaftlern aus dem Max-Planck-Institut für Meteorologie (Gruppe Modelle & Daten), dem Deutschen Klimarechenzentrum, dem Hamburger Bildungsserver und der Universität Lüneburg zusammenarbeiten. Andere Jugendliche arbeiteten an Themen wie "Ändert sich die Häufigkeit von Hurrikanen in der Karibik?", "Schmilzt Grönland ab?", "Welche Auswirkungen wird der Klimawandel auf die Alpen haben?" oder "Was sind die Ursachen für die Veränderungen des Meeresspiegelanstiegs?"

... mehr zu:
»Klimawandel

Forschungsorientierter Anspruch

Dr. Dieter Kasang, einer der Projektleiter und Lehrer mit Arbeitsplatz am Max-Planck-Institut für Meteorologie: "Das Projekt 'Klimawandel und seine Folgen' hat einen längerfristigen und forschungsorientierten Anspruch in Bezug auf die Schüleraktivitäten. So soll nicht das gelegentliche Experimentieren in Forschungseinrichtungen im Vordergrund stehen, sondern projektorientiertes Arbeiten über ein halbes Jahr oder länger hinweg. Durch den vertieften Kontakt mit den Forschern soll der Unterricht an den beteiligten Schulen wissenschaftsorientierter werden." Die Jugendlichen veröffentlichen ihre Arbeiten auf der Projekthomepage (www.klimaprojekt.de).

Obwohl der Anspruch hoch ist, wirken im Projekt etwa 10 Schulen aus Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, etwa 180 Jugendliche aus den beteiligten Schulen und etwa 16 Lehrkräfte mit.

Workshop und Schülerforum

Mitte April 2008 endet das bisherige dreijährige Projekt, an das sich noch eine Verlängerung von 2 Jahren anschließen soll. Der Workshop ist deshalb auch eine vorläufige Abschlussveranstaltung, zu der sich hochrangige Vertreter und Vertreterinnen aus dem Ministerium für Bildung und Frauen des Landes Schleswig-Holstein, dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg und der Robert-Bosch-Stiftung sowie Wissenschaftlern aus dem Max-Planck-Institut für Meteorologie, dem Deutschen Klimarechenzentrum und der Freien Universität Berlin angekündigt haben; ein Forschungsvortrag behandelt z.B. "Das Ende der Eis-Zeit? - Klimawandel in den Polarregionen".

In einem Schülerforum stellen Jugendliche von der Anne-Frank-Schule in Bargteheide, von der Gesamtschule Walddörfer in Hamburg und dem Athenaeum Stade ihre Arbeiten den Forschern vor. Und da wissenschaftliche Ergebnisse auch verständlich erklärt werden müssen, führt ein Journalist des Ostholsteiner Anzeigers ein Presseseminar für die Jugendlichen durch.

Dr. Ulrich Bosler und Martin Schreiber von der Universität Lüneburg: "Das Projekt ist faszinierend, was sich daran zeigt, dass sich gerade zwei neue Schulen angeschlossen haben. Und auch für die nächsten zwei Jahre sind weitere Schulen herzlich eingeladen. Ein Kontakt kann leicht über bosler@uni-lueneburg.de hergestellt werden".

Übrigens: Karina und Janine gewannen mit ihrer Arbeit einen zweiten Platz bei "Jugend forscht".

Kontakt:

Dr. Dieter Kasang
Max-Planck-Institut für Meteorologie
Tel: 040 41173 363
Email: dieter.kasang@zmaw.de

Dr. Annette Kirk | idw
Weitere Informationen:
http://www.klimaprojekt.de
http://natworking.bosch-stiftung.de

Weitere Berichte zu: Klimawandel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht GoToMeeting-Integration - Webinare bequem in Lernszenarien einbinden
14.08.2017 | time4you GmbH

nachricht Lean Development - Effizienzsteigerung in der Entwicklung und Konstruktion
11.08.2017 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Scharfe Röntgenblitze aus dem Atomkern

17.08.2017 | Physik Astronomie

Fake News finden und bekämpfen

17.08.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Effizienz steigern, Kosten senken!

17.08.2017 | Messenachrichten