Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bundesbericht zur Förderung des Wissenschaftlichen Nachwuchses - Workshop zum Forschungsbedarf

28.02.2008
Die Bundesregierung hat den ersten Bericht zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland (BuWiN) vorgelegt. Er informiert über Zustand, Bedingungen und Reformen der Nachwuchsförderung und die Situation junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. HoF Wittenberg veranstaltet aus diesem Anlass am 9. April eine Workshop über laufende Projekte und weiteren Forschungsbedarf.

Der heute veröffentlichte Bericht zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses (BuWiN) basiert auf einer umfangreichen Studie, die das HoF Wittenberg - Institut für Hochschulforschung unter Mitarbeit von IHF München und INCHER Kassel erstellt hat.

Schwerpunkte sind das System der Nachwuchsförderung in Deutschland, empirische Befunde zur Situation der Nachwuchskräfte, die Förderung von Bund und Ländern sowie die Programme der Förderorganisationen. Außerdem werden die Nachwuchsförderung im internationalen Kontext analysiert, gleichstellungspolitische Aspekte herausgearbeitet und die historische Entwicklung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland dargestellt. In einem umfangreichen statistischen Anhang sind Daten zum wissenschaftlichen Nachwuchs auf Bundes- und Landesebene aufbereitet.

Dabei wurden vorhandene Daten aufbereitet und übersichtlich zusammengestellt, sowie eigene Erhebungen durchgeführt, um Informationsdefizite zu beheben bzw. um den Kenntnisstand zu aktualisieren und auszubauen. Dazu wurden schriftliche Befragungen bei den Forschungs- und Förderorganisationen und den Wissenschaftsministerien der Bundesländer durchgeführt.

"Nach wie vor spielt das Beschäftigungsverhältnis an der Hochschule eine entscheidende Rolle bei der Promotionsförderung: schätzungsweise 40 Prozent aller Doktorand/-innen. Doch haben die außeruniversitären Forschungseinrichtungen in den vergangenen Jahren spürbar aufgeholt." So erläutert die Leiterin des Projektes am HoF Wittenberg, Dr. Anke Burkhardt.

Die im Verlauf des Projektes gewonnene Datenbasis zeichnet sich durch relative Vollständigkeit und Vergleichbarkeit der Daten aus, so dass gesichertere Aussagen als bisher zum Beispiel zum Bestand an Doktorand/-innen und zur Erfolgsquote von Promotionsvorhaben abgeleitet werden konnten. Die Hochrechnungen (ohne medizinische Promotionen) ergaben, dass etwa jedes dritte Promotionsvorhaben mit Erfolg abgeschlossen wird. Dass zwei von drei Doktoran/-innen nicht den gewünschten Abschluss erreichen, sollte Anlass geben, über die zukünftige Gestaltung des Förderinstrumentariums nachzudenken, auch wenn Deutschland im internationalen Vergleich eine weit über dem Durchschnitt liegende Promotionsquote aufweist.

Weitere Forschungsprojekte zum wissenschaftlichen Nachwuchs und offene Forschungsfragen werden am 9. April 2008 auf einem Workshop am HoF Wittenberg - Institut für Hochschulforschung diskutiert.

Vorläufiges Programm:

10:30 Prof. Dr. Reinhard Kreckel, HoF Wittenberg: Begrüßung
10:45 Petra Jung, BMBF: Einführung
11:00 Was müssen wir alles wissen?
Forschungsstand und Forschungsbedarf zur Situation
des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland
Gespräch mit Professor Dr. Reinhard Kreckel (HoF Wittenberg), Professor Dr. Ulrich Teichler (INCHER Kassel), Petra Jung (BMBF), Max Reinhardt (Eurodoc) und dem Publikum. Moderation: Corinna Prußky (DUZ)
12:30 Andere Länder - andere Fragen?
Forschung über wissenschaftlichen Nachwuchs in Frankreich
N.N. (Frankreich)
13:00 Mittagspause
14:00 Aus der Forschungspraxis:
Perspektiven, Methoden und Fragen aus ausgewählten Projekten
Dr. Kalle Hauss/Dr. Marc Kaulisch (IFQ): Nachwuchspanel
Dr. Andrea Kottmann (CHEPS): Promovierendenbefragungen
Carina Oesterling (Uni Mainz): Absolventenstudie Rheinland-Pfalz - Landesweite Befragung von Promotionsabsolventen des Abschlussjahrgangs 2005.
Karl-Heinz Minks/Lars Fischer (HIS): Fragen an eine unbekannte Grundgesamtheit. Methodische Probleme bei Promovierendenbefragungen (angefragt)
15:45 Forschung und deren Folgen:
Dr. Ulrike Senger/Christian Vollmer (Uni Kaiserslautern): International Promovieren in Deutschland : Forschung und Pilotzentrum Kaiserslautern
Prof. Dr. Andrä Wolter (HIS): Bildungsberichterstattung (angefragt)
Peter Hinrichs (Kultusministerium Sachsen-Anhalt): Evaluation und Chancengleichheit in der Nachwuchsförderung

ca. 16:30 Dr. Anke Burkhardt (HoF Wittenberg): Fazit und Ausblick

Der Bericht kann ab sofort auf der Seite http://www.kisswin.de heruntergeladen werden.

Voraussichtlich im April wird die Langfassung der Studie zur Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses bei der Akademischen Verlagsanstalt in Leipzig erscheinen.

Weitere Informationen zum Workshop finden Sie unter: http://www.hof.uni-halle.de/index,id,2.html#294

Elektronische Anmeldungen werden bis zum 24. März erbeten: http://www.hof.uni-halle.de/workshop/anmeldung.php?

Informationen zur wissenschaftlichen Studie für den Bundesnachwuchsbericht erhalten Sie bei:

Dr. Anke Burkhardt
anke.burkhardt@hof.uni-halle.de
03491 466 254
Informationen zum Workshop erhalten Sie bei:
Dipl.-Soz. Karsten König
karsten.koenig@hof.uni-halle.de
03491 466 254

| idw
Weitere Informationen:
http://www.kisswin.de
http://www.hof.uni-halle.de/index,id,2.html#294
http://www.hof.uni-halle.de

Weitere Berichte zu: Förderorganisation Nachwuchsförderung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Fazit der Pilotphase – Qualifizierung für Schulleiterinnen und Schulleiter hat sich bewährt
22.06.2017 | Heraeus Bildungsstiftung

nachricht Elektromobilität im ÖPNV, ein Werkstattproblem?
22.06.2017 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli

26.06.2017 | Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges

26.06.2017 | Förderungen Preise

Fahrerlose Transportfahrzeuge reagieren bald automatisch auf Störungen

26.06.2017 | Verkehr Logistik

Forscher sorgen mit ungewöhnlicher Studie über Edelgase international für Aufmerksamkeit

26.06.2017 | Physik Astronomie