Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Workshop für eine gezielte Cluster-Förderung

11.02.2008
Forscher der Universität Flensburg, der Europäischen Wirtschaftshochschule Berlin (ESCP-EAP), der Queensland University of Technology in Brisbane und der University of Newcastle, Australien, erweiterten in einem Workshop an der Universität Flensburg die bestehende Konzeptionalisierung der Clusterforschung. Die Forscher wollen herausfinden, wie Maßnahmen zur Wirtschaftsförderung gezielter eingesetzt werden können.

Cluster sind in der Wirtschaft Netzwerke von Forschungseinrichtungen, Firmen und unterstützenden Organisationen (zum Beispiel den Handelskammern), die in einer Region liegen und deren Mitglieder gemeinsame Interessen haben. Cluster sind nicht nur in Deutschland ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Auch in anderen Ländern wie Australien werde das Management und der Aufbau von Unternehmensclustern zunehmend wichtiger, so Professor Kerry Brown von der Queensland University of Technology. Ein regionales Beispiel ist das maritime Cluster in Schleswig-Holstein, zu dem eine Vielzahl von Schiffsbauunternehmern, Zulieferern und Ausbildungsstätten zählen.

Die Teilnehmer des Workshops beschäftigten sich vor allem mit der Frage, welchen Nutzen die Mitgliedschaft in einem Cluster für individuelle Unternehmen besitzt. Damit, so Prof. Dr. Marion Festing von der ESCP-EAP in Berlin, werde der Fokus der klassischen Forschung erweitert. Ziel der Forschung sei, Wirtschaftsförderung gezielter einzusetzen und Einzelunternehmen besser anzusprechen. Die Ideen dieses Projekts wurden bereits mit dem International Linkage Award des Australian Research Councils (ARC) ausgezeichnet und durch Forschungsstipendien des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) unterstützt. Nachdem die Grundlagen gelegt sind, beginnt nun eine Phase der intensiven Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. Informationen sollen in verschiedenen Clustern gesammelt werden, um so über Branchen und nationale Grenzen hinweg, Muster aufzudecken und praxisnahe Handlungsempfehlungen für die Wirtschaft zu entwickeln.

Prof. Dr. Susanne Royer von der Universität Flensburg stellt den besonderen Nutzen dieses Forschungsprojektes für die Region Flensburg heraus: "Gerade in strukturschwachen Regionen ist es wichtig, Wirtschaftsförderung gezielt zu betreiben. Die Untersuchung von Clustern aus einer Unternehmensperspektive kann Anforderungen und Wünsche von Unternehmen offen legen und damit Wirtschaftsförderung verbessern. Die Erkenntnisse, die die Studierenden des Internationalen Institut für Managements sammeln, werden den kooperierenden Unternehmen zur Verfügung gestellt und kommen so der regionalen Wirtschaft zu Gute." John Burgess, Professor an der University of Newcastle, betonte, wie wichtig eine internationale Zusammenarbeit in diesem Forschungsfeld sei, sie unterstütze gegenseitige Lernprozesse.

Kontakt:

Prof.- Dr. Susanne Royer, Internationales Institut für Management (IIM) (Direktor), Tel: 0461 805 2580, E-Mail: royer@uni-flensburg.de

Dr. Helge Möller, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Universität Flensburg, Tel.: 0461 - 14 44 916, E-Mail: presse@uni-flensburg.de

Dr. Helge Möller | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-flensburg.de/

Weitere Berichte zu: Technology Wirtschaftsförderung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Wärmebildkameras, Infrarotthermometer und deren richtige Anwendung
21.02.2017 | Optris GmbH

nachricht Pflanzen und Böden besser verstehen
21.02.2017 | Hochschule Rhein-Waal

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie