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Bakterielle Infektionen: Workshop für Mediziner

19.05.2010
Drei gefährliche Bakterien-Typen stehen am Freitag, 18. Juni, im Mittelpunkt eines Workshops in Würzburg: Meningokokken, Pneumokokken und Haemophilus influenzae. Die Veranstaltung richtet sich an Mediziner, die im Öffentlichen Gesundheitsdienst und in der Krankenversorgung tätig sind.

Veranstalter ist das Nationale Referenzzentrum für Meningokokken, das am Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Universität Würzburg untergebracht ist. Der Workshop findet im Exerzitienhaus Himmelspforten in der Mainaustraße 42 statt; Interessierte müssen sich bis 4. Juni anmelden.

Anmeldung zum Workshop unter http://www.meningococcus.de

Lebensgefährliche Hirnhautentzündungen

Meningokokken, Pneumokokken und Haemophilus influenzae können lebensbedrohliche Sepsis und Hirnhautentzündungen auslösen. Insbesondere Kinder und Jugendliche sind betroffen. Pneumokokken und Haemophilus sind zudem als häufige Erreger von Mittelohrentzündungen und Atemwegsinfektionen gefürchtet.

Impfstoffe wirken nicht gegen alle Erreger

Gegen alle drei Erreger wurden Impfstoffe entwickelt, die auch in Deutschland empfohlen sind. Die bisher zugelassenen Impfstoffe decken aber nicht alle Erregervarianten ab. Aus diesem Grund werden die gefährlichen Erkrankungen weiterhin sorgfältig erfasst und mit Hochdruck neue Impfstoffe entwickelt.

Netzwerke bündeln Aktivitäten

Die Aktivitäten der Referenzlaboratorien für Meningokokken, Haemophilus und Pneumokokken wurden 2009 in Deutschland in dem Netzwerk „Invasive Bakterielle Infektionen“ des Robert Koch-Instituts gebündelt.

Auf europäischer Ebene verbessert das vom Würzburger Medizinprofessor Matthias Frosch koordinierte Netzwerk IBD-Labnet des European Centre for Disease Control and Prevention die Kooperation zwischen den Referenzlaboratorien der Mitgliedsländer.

Nationales Referenzzentrum in Würzburg

In Sachen Meningokokken sind die Wissenschaftler vom Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Universität Würzburg als renommierte Experten anerkannt: Das Bundesgesundheitsministerium hat das Institut im Jahr 2002 zum Nationalen Referenzzentrum für Meningokokken ernannt.

Das heißt: Die Würzburger Wissenschaftler um die Professoren Matthias Frosch und Ulrich Vogel sind mit der Erregertypisierung und bakteriologischen Überwachung der Meningokokken-Infektionen in ganz Deutschland betraut. Diese Aufgaben erfüllen sie im Auftrag des Robert-Koch-Instituts (Berlin).

2007 wurde das Institut zudem mit der Führung des Konsiliarlabors für Haemophilus influenzae betraut.

Kontakt

Prof. Dr. Ulrich Vogel, Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Universität Würzburg, T (0931) 201-46802, uvogel@hygiene.uni-wuerzburg.de

Robert Emmerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.meningococcus.de
http://www.uni-wuerzburg.de

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