Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Änderung der Rechtslage in Sachen M-Payment: Orientierungshilfen auf der MCTA 2009 am 26. Januar in Berlin

12.01.2009
Dienstanbieter im Mobile Payment und im E-Payment sollten ihr Auge nicht nur auf die Technik- und Marktsicht ihrer Verfahren richten, sondern auch die Rechtslage im Blick behalten.

Hier hat es bereits zum Jahreswechsel eine wichtige Änderung gegeben. Auch die Umsetzung der EU-Payment-Richtlinie in deutsches Gesetz wird 2009 relevant.

Ob Bank, near-bank oder Telco: Für jeden Anbieter im M-Payment-Markt gehört die Auseinandersetzung mit der neuen Rechtslage zum Pflichtprogramm. Sanktionen für strafbares, unerlaubtes Payment, Organisationsfehler oder auch behördliche Geschäftseinstellungen sind vermeidbar, müssen aber bereits in der Vorbereitungsphase ernst genommen werden.

Factoring ist seit dem 1.1.2009 erlaubnis- und aufsichtspflichtig

Eine Änderung, die bisher weitgehend unbeachtet blieb, bringt das Jahressteuergesetz 2009: Factoring, der käufliche Erwerb von Geldforderungen, ist kurzfristig zur Finanzdienstleistung und damit für erlaubnis- und aufsichtspflichtig erklärt worden (§ 32 Abs. 1 KWG). Dies betrifft nicht nur Unternehmen, die den Markteintritt planen, sondern alle Anbieter von Bezahlverfahren, deren Geschäftsmodell Factoring-Elemente beinhaltet. "Die Finanzkrise motivierte hier offensichtlich zu schnellem gesetzgeberischem Handeln", so Dr. Markus Escher, Partner und Leiter des Banking-Teams der Wirtschaftsrechtssozietät GSK Stockmann & Kollegen, München. "Um Aufsichtssanktionen zu vermeiden, sollte die sehr kurze Anzeigefrist bis zum 31. Januar 2009 unbedingt beachtet werden." Für bereits auf dem Markt tätige Unternehmen besteht gemäß § 64j Abs. 2 KWG die besondere Möglichkeit einer Erlaubnisfiktion, sofern diese Frist eingehalten wird.

EU-Payment-Richtlinie wird Gesetz

Auch die EU-Payment-Richtlinie wird zum 1.12.2009 in deutsches Gesetz umgesetzt sein. Hier werden nicht nur einzelne Änderungen in Kraft treten, vielmehr wird sich der regulatorische Rahmen für alle Paymenttypen grundlegend ändern.

Workshop auf der Konferenz MCTA am 26.01.2009 in Berlin

Basiswissen zu M-Payment-Recht und Regulierung ebenso wie die aktuellen Änderungen werden Thema des Workshops "Rechtliche und regulatorische Aspekte des M-Payment" sein, den Rechtsexperte Dr. Markus Escher am 26. Januar auf der 9. Konferenz Mobile Communications - Technologien und Anwendungen (MCTA 2009) leiten wird. Im Workshop werden auch die vor wenigen Tagen veröffentlichten Aufsichts-Merkblätter der BaFin zur Erlaubnisfiktion für das Factoring besprochen werden, um den Handlungsbedarf besser einschätzen zu können.

Anmeldung und weitere Informationen zur MCTA 2009: http://www.mcta.de
Die Forschungsgruppe wi-mobile im Web: http://www.wi-mobile.de
Die Kanzlei GSK im Web: http://www.gsk.de
Weitere Informationen zur MCTA 2009:
Cornelia Noglinski
Tagungssekretariat MCTA 2009
Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Systems Engineering
Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon +49 (821) 598 4449
cornelia.noglinski@wi-mobile.de
Pressekontakt:
Dr. Key Pousttchi
Forschungsgruppe wi-mobile
Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Systems Engineering
Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon +49 (177) 6319508
presse@wi-mobile.de

Klaus P. Prem | idw
Weitere Informationen:
http://www.gsk.de
http://www.wi-mobile.de
http://www.mcta.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Seminar und Workshop zur Innovativen Fahrzeugakustik heute an der Technischen Universität in Dresden am 03.05.-04.05. 2018
20.04.2018 | Haus der Technik e.V.

nachricht Internationaler Workshop am Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme - April 2018
12.04.2018 | Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Im Focus: Moleküle brillant beleuchtet

Physiker des Labors für Attosekundenphysik, der Ludwig-Maximilians-Universität und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik haben eine leistungsstarke Lichtquelle entwickelt, die ultrakurze Pulse über einen Großteil des mittleren Infrarot-Wellenlängenbereichs generiert. Die Wissenschaftler versprechen sich von dieser Technologie eine Vielzahl von Anwendungen, unter anderem im Bereich der Krebsfrüherkennung.

Moleküle sind die Grundelemente des Lebens. Auch wir Menschen bestehen aus ihnen. Sie steuern unseren Biorhythmus, zeigen aber auch an, wenn dieser erkrankt...

Im Focus: Molecules Brilliantly Illuminated

Physicists at the Laboratory for Attosecond Physics, which is jointly run by Ludwig-Maximilians-Universität and the Max Planck Institute of Quantum Optics, have developed a high-power laser system that generates ultrashort pulses of light covering a large share of the mid-infrared spectrum. The researchers envisage a wide range of applications for the technology – in the early diagnosis of cancer, for instance.

Molecules are the building blocks of life. Like all other organisms, we are made of them. They control our biorhythm, and they can also reflect our state of...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

Fraunhofer eröffnet Community zur Entwicklung von Anwendungen und Technologien für die Industrie 4.0

23.04.2018 | Veranstaltungen

Mars Sample Return – Wann kommen die ersten Gesteinsproben vom Roten Planeten?

23.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Von der Genexpression zur Mikrostruktur des Gehirns

24.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Bestrahlungserfolg bei Hirntumoren lässt sich mit kombinierter PET/MRT vorhersagen

24.04.2018 | Medizintechnik

RWI/ISL-Containerumschlag-Index auf hohem Niveau deutlich rückläufig

24.04.2018 | Wirtschaft Finanzen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics