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Abwasser – kein Abfall, sondern Ressource?

22.02.2012
Experten diskutieren mit der Bevölkerung neue Konzepte für die Entwässerung in ländlichen Gebieten

Am 1. März 2012 findet an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) der 1. Workshop "Neuartige Entwässerungskonzepte in ländlichen Gebieten" statt. Der Workshop wird durchgeführt vom Institut für Wasserbau und Siedlungswasserwirtschaft (IWS) an der HTWK Leipzig und von der Stiftungsprofessur "Umwelttechnik und Umweltmanagement" im Institut für Infrastruktur und Ressourcenmanagement (IIRM) der Universität Leipzig.

Während die Großstädte Leipzig und Dresden eine positive Bevölkerungsentwicklung aufzeigen, schrumpft die Bevölkerung im ländlichen Raum in Sachsen nach wie vor. Eine der Folgen ist, dass damit auch die Erhaltungskosten für die Infrastruktur pro Bürger wachsen: Auch wenn immer weniger Menschen im Dorf leben, kostet z.B. die Erhaltung der Zufahrtsstraße oder der Kläranlage genauso viel. Gleichzeitig sollen aus Gründen des Umweltschutzes bis 2015 laut EU-Wasserrahmenrichtlinie alle Menschen an eine Abwasserbehandlungsanlage angeschlossen werden – in Sachsen ist das bei 15% der Bevölkerung noch nicht der Fall. Und eben diese 15% leben vorwiegend in den schrumpfenden, ländlichen Regionen. Wie also weiter?

Der Workshop versucht neue Antworten auf diese Herausforderung und will diese mit der Bevölkerung diskutieren. Namhafte Experten stellen verschiedene Lösungsansätze vor – von Gruppenkläranlagen bis zur Trennung von Abwasserstoffen, etwa in Komposttoiletten. Neben technischen werden auch finanzielle Aspekte erörtert.

"Wir müssen weg von dem alten Denken, dass Abwasser ein Problem ist, welches entsorgt werden muss. Das ist wie beim Müll – der wurde zuerst auch als Abfall behandelt, heute gewinnt man aus Müll viele wichtige Materialen in komplexen Recyclingverfahren wieder zurück: Glas, Kunststoffe, oder seltene Metalle. Müll wird inzwischen immer mehr als Ressource gesehen – ähnlich muss es auch beim Abwasser werden, und dafür brauchen wir neuartige Lösungen", so Prof. Hubertus Milke vom IWS.

"Neue Techniken können sich nur durchsetzen, wenn der Preis stimmt und auch die Organisations- und Bewirtschaftungsformen darauf eingestellt sind. Deswegen ist die Einführung neuartiger Systeme für das Abwasser immer auch eine Managementaufgabe", sagt Prof. Holländer von der Universität Leipzig.

Die Durchführung des Workshops wird vom Freistaat Sachsen gefördert. Die Kostenbeteiligung der Teilnehmer beträgt 10€ (Studierende kostenfrei).

Anmeldungen sind unter jost@iws.htwk-leipzig.de in geringem Umfang noch möglich.

Der Workshop beginnt 9:30 Uhr und endet ca. 16:45 Uhr. Er findet in der HTWK Leipzig, Geutebrück-Bau, Karl-Liebknecht-Str. 132, R. 119 statt. Das ausführliche Programm finden Sie unter: http://www.iws.htwk-leipzig.de/institut/Flyer_Workshop.pdf

Weitere Informationen zum
Institut für Wasserbau und Siedlungswasserwirtschaft an der HTWK Leipzig (IWS) unter http://www.iws.htwk-leipzig.de

Institut für Infrastruktur und Ressourcenmanagement der Universität Leipzig unter http://www.wifa.uni-leipzig.de/iirm/

Die Pressemitteilung ist unter http://www.htwk-leipzig.de und unter http://www.uni-leipzig.de abrufbar.

Bilder werden Vertretern der Presse auf Anfrage gern zur Verfügung gestellt.

Ansprechpartner:
Prof. Dr.-Ing. Hubertus Milke, Institut für Wasserbau und Siedlungswasserwirtschaft, HTWK Leipzig
Telefon: +49 (0)341/3076-6230
E-Mail: milke@iws.htwk-leipzig.de
Prof. Dr.-Ing. Robert Holländer, Institut für Infrastruktur und Ressourcenmanagement, Universität Leipzig
Telefon: +49 (0)341/97 33870
E-Mail: hollaender@wifa.uni-leipzig.de

Stephan Thomas | idw
Weitere Informationen:
http://www.htwk-leipzig.de
http://www.uni-leipzig.de

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