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3D-Biointerfaces und Biohydrogele: Workshop und Kooperationsbörse Biointerfaces 2012

13.02.2012
Workshop und Kooperationsbörse Biointerfaces 2012: 3D-Biointerfaces und Biohydrogele am 23.-24.02.2012 in Erfurt/Thüringen Thematik: Grundlagen, Eigenschaften, Strukturierungsverfahren und Anwendungspotential für die Medizintechnik, Biomedizin, Biosensorik sowie Mikrosystemtechnik und Biotechnologie

Das neue Thüringer Biotech-Konsortium BASIS® (BioAnalytics and Surfaces for Integration in Systems) plant bioaktive, funktionsstabile Produkte für Bio- und Umweltanalytik sowie Implantationsmedizin.

Der im Rahmen eines Wachstumskerns vom Bundesforschungsministerium geförderte Zusammenschluss von zunächst 15 Unternehmen und fünf Forschungseinrichtungen aus dem Technologiedreieck Jena, Erfurt und Ilmenau setzt vor allem auf optimierten Informationsaustausch an der Grenzfläche zwischen technischen und biologischen Systemen.

Angesichts der enormen Bandbreite der Aufgaben bei der Optimierung des Grenzflächendesigns und der Systemintegration für vielfältige bioanalytische und biomedizinische Lösungen strebt der Wachstumskern BASIS die Einbindung weiterer Wirtschafts- und Wissenschaftspartner auch über die Grenzen Thüringens hinaus an.

„Bei unserem ersten öffentlichen Workshop am 23./24. Februar 2012 in der Landeshauptstadt Erfurt (www.biointerfaces2012.de ) können Vertreter interessierter Unternehmen und Institutionen bei vorgeplanten Gesprächen im Rahmen einer Kontaktbörse Spielräume und eigene Chancen einer Kooperation genau ausloten“, betont Prof. Dr. Klaus Liefeith, Fachbereichsleiter Biowerkstoffe am Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik in Heiligenstadt und wissenschaftlicher Leiter des Wachstumskerns BASIS®.

Als Voraussetzung und Basis für leistungsfähigere Biochips und Analysegeräte mit bislang unerreichter Selektivität und Sensitivität, aber auch besonders bioaktive Zahn- oder Gelenkimplantate mit deutlich verlängerten Standzeiten wird eine Toolbox aus hydrogelbasierten Beschichtungen sowie Passivierungs-, Strukturierungs- und Funktionalisierungstechniken für dreidimensionale Biointerfaces entwickelt.

„Sie dient dann sämtlichen Partnern entlang der Wertschöpfungskette vom Substrat zum System als gemeinsame Technologieplattform“, erläutert Klaus Berka, Vorstandsvorsitzender der Analytik Jena AG und Sprecher des Wachstumskerns die Philosophie des neuartigen Ansatzes. Hydrogele seien angesichts ihrer definiert beeinflussbaren Biokompatibilität und -funktionalität für die angestrebten Produkteigenschaften besonders geeignet. Ihre zielgerichtete Beeinflussung werde im Labormaßstab von den beteiligten Akteuren bereits beherrscht.

Der Start des zunächst auf sechs Jahre angelegten, letztlich jedoch zukunftsoffenen FuE-Großprojektes wird vom Bund mit mehr als 9 Mio. € gefördert. Die weitere Finanzierung des strategischen Bündnisses soll ab 2015 zumindest mehrheitlich aus eigener Kraft gesichert werden. Auch deshalb ist für 2014 bereits die Marktpräsentation erster Produkte mit 3D-strukturierten Interfaces vorgesehen – unter anderem neuartiger Biochips für die Nukleinsäure-Detektion sowie besonders bioaktiver Implantate für die dentale und orthopädische Implantologie. Bis 2020 erwarten die bisher beteiligten Unternehmen eine Umsatzsteigerung um rund 80 Millionen Euro.

Andrea Gerlach | idw
Weitere Informationen:
http://www.biointerfaces2012.de/

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